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  #41  
Alt 04.02.2010, 15:16
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Standard Kirtzenmeister

Marlies:

dieses Buch hat bey die Bäckerzunft verehret Meister Elias Steffan Franck, ist damals Kirtzenmeister gewesen 1675
Was bitte war/ist ein Kirtzenmeister?

Woody:

da hast Du ja wieder mal eine harte Nuss ausgegraben
bis dato habe ich nichts entsprechendes (müßte ja in Richtung Bäcker, Müller, etc. liegen).
Vielleicht eine Möglichkeit: Bixnmeister (Kassierer einer Zunft)

gudrun:

ist der Kirtzenmeister der Wachszieher (Kerzenmacher) gewesen?

Marlies:

an Woody: davon gehe ich auch aus, vielleicht ist es ein spezieller hessischer Begriff, ich lese derzeit die "Mitteilungen der Hessischen Familiengeschichtlichen Vereinigung"

an gudrun: keine Ahnung, aber welche Gründe gäbe es, dass ein Kerzenmeister ein Bäckerzunftbuch "verehrt"?

gudrun:

mit Wachs haben auch die Lebzelter gearbeitet und die gehörten vielleicht auch in die Bäckerzunft?
Wachs war ja damals ein sehr wertvoller Rohstoff.
Aus "Alte Berufe"
Wegen ihrer geringen Anzahl haben sowohl Wachs- als auch Unschlittkerzenmacher selten eigene Zünfte gebildet. So waren in München um 1473 die Wachszelter mit den Leb- bzw. Honigküchlern (Lebzeltern) in der Zunft der Bäcker vereinigt.

Woody:

Hallo Gudrun,
so gesehen würde ich i.A. auch in diese Richtung tendieren.
schau mal hier:
http://www.vit-online.de/hinkofer/
da besteht schon ein Zusammenhang obwohl mich das "irtz" noch stört.
Außerdem hätte ich noch folgendes:
Warum die Zunftvorstände Kerzenmeister hießen? Diese Bezeichnung deutete ihre Verpflichtung an, den verstorbenen Zunftmitgliedern am Tage ihrer Amtsübernahme (Himmelfahrt bzw. Dreifaltigkeitstag, also kurz vor oder nach Pfingsten) in der Kirche eine Kerze zu weihen,
@Marlies
Wo hast Du denn diesen Eintrag gefunden ?(Ich habe die CD)
P.S. bist Du noch an Mühlen interessiert ?

Marlies:

an gudrun: dankeschön, ja so wäre es denkbar, und sicher galt diese "Vereinigung" auch für Hessen.

an Woody: gefunden hab ichs im Jahrgang 1927 Band 4 Seite 98 "Das Bäckerzunftbuch zu Grünberg in Oberhessen"
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"Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."

(Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)
  #42  
Alt 04.02.2010, 15:18
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Standard Missivenbücher

Marlies:

auf der Suche nach der Aufbewahrungspflicht für Polizeiakten bin ich auf folgenden Ausdruck gestossen: Rathsprotokolle und Missivenbücher.
Was bitte sind Missivenbücher?

Udo Wilhelm:

über Missiven fand ich dieses
Missivenbücher sind geführte Briefauslaufregister
Der Ausdruck Missiven=Buch, ist Bestandteil der Oeconomischen Encyclopädie (1773 - 1858)
__________________

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  #43  
Alt 04.02.2010, 15:21
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Standard Frischer

Marlies:

bei den Familiennamen, die aus einer ehemaligen Berufsbezeichnung entstanden sind, fand ich den Beruf Frischer. (NICHT FISCHER!)
Was macht(e) ein Frischer?

Udo Wlhelm:

einen Frischer fand ich nicht aber einen Frischmeister
und dies ist ein Eisenschmelzmeister

Marlies:

dankeschön, dann wird wohl der "Frischer" dem "Frischmeister" zugearbeitet haben!
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  #44  
Alt 04.02.2010, 15:24
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Standard Prenten

christian:

In einem Erbschein aus dem Jahre 1916 eines Notars in Wloclawek (Leslau) heißt es, das ein vererbter Hof 4 Morgen und 110 Prenten umfasste.
Zu jener Zeit gehörte Wloclawek zum Russischen Reich. Es handelt sich aber um eine Deutsche Siedlerfamilie.
Wer kann mit der Maßeinheit Prente oder Prenten etwas anfangen?

Udo Wilhelm:

ich kann nicht sagen ob dir dies hilft aber auf Niederländisch sind Prenten Bilder

Marlies:

die alten russischen Maße geben nichts zu Prenten an, kann ein Lese/Schreibfehler vorliegen?
und ich glaub zwar nicht, dass es Dir hilft, da ja auch anders geschrieben, aber trotzdem:
Brente , Fr. Brente, Ital. Brenta, ein zu Rom gebräuchliches Maß zu flüßigen Sachen, welches 13 1/2 Rubbi hält.
Auch ist Brente ein schweizerischer Eimer von 25 Maß; 4 Brente machen 1 Saum, und 16 ein Faß.
Brenten , hieß bei den alten Deutschen, das Zapfengefäß, welches unter die Weinfässer gesetzt wird, darein der aus dem Hahn tröpfelnde Wein läuft.
oder:
Brente = Gewichtmaß für Malz
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(Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)
  #45  
Alt 05.02.2010, 21:40
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Standard Erdmann

Peter G.:

kann ich davon ausgehen, dass ein Erdmann ein Bauer ist?

Marlies:

ich würde schon davon ausgehen, jedoch habe ich bisher keine Bestätigung im Net (und in meinen Büchern) gefunden.
Einer meiner Ahnen wird auch als Erdmann bezeichnet, in einer nachfolgenden Urkunde (bei der Heirat der Tochter) ist er ein Ackerer.

Peter G.:

auch ich habe den Beruf "Erdmann" im Internet und in meinen Aufzeichnungen nicht gefunden. Aber wenn der selbe Mensch einmal als Erdmann und ein anderes mal als Ackerer bezeichnet wird, wird er wohl Bauer gewesen sein.

Menantes:

Erdmann ist ein männl. Rufname, zurückgehend auf Ertmar.
Diesen Namen gab man einem Sohn, wenn vorher ein Bruder gestorben war. Er sollte den Wunsch ausdrücken, daß dieser der "Erde verhaftet" bleibt. Töchter nannte man dementsprechend Erdmuthe.
Aus diesem Rufnamen entstanden Familiennamen.
Als "Ackerer" ist er mir kein Begriff.

Udo Wilhelm:

1 / Erdmann:
in der Zeit des Pietismus (17./18.Jh.)ein als Übersetzung von Adam gebildeter männl. Vorn.
2 / Erdmann:
auf den niederdeutschen Rufnamen Ertman (erda + man) zurückgehender Familienname.
Erdmute,
(auch Erdmuthe: weibl. Vorn., seit ca. 1600 neu gebildet aus »Erd(e)« + »Mut«

Menantes:

eine kleine Anmerkung zu Erdmuthe:
"mut(he)" muß nicht für "Mut"stehen, sondern für "mathe/methe" = Feld/Land (nicht zu verwechseln mit Meta & Metta).
Erd(a)-mari = Erde und mari = Mann(Mensch!) - deshalb auch die spätere Übersetzung/ Gleichstellung zu Adam, geformt aus Erde/Lehm/Staub.
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  #46  
Alt 05.02.2010, 21:42
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Standard Verletzung des Handgelöbnisses

Gustav:

einer meiner Ur-, Ur-....Großväter taucht auf einem Steckbrief-Register auf.
Carl August Möckel geb. 1810 in Unterstützengrün
Grund der Verfolgung: "Verletzung des Handgelöbnisses durch heiml. Entfernung"
Um was handelt es sich bei einem Handgelöbnis?
Mein Vorfahre ein Heiratsschwindler.
Zum Zeitpunkt der Suche 1854 war seine Tochter ca. 10 Jahre alt.

Marlies:

das hier fand ich in Meyers Konversationslexikon:
Handgelöbnis, feierliches Versprechen, welches durch Handschlag an die Person, der man es leistet, bekräftigt wird. Das außergerichtliche, einer Privatperson gegebene H. hat rechtlich keine andre Wirkung als jede andre Versicherung. Das gerichtliche H. (Versicherung an Eides Statt) hat die Bedeutung eines förmlichen Eides. Die gegenwärtige deutsche Prozeßgesetzgebung kennt das H. auch in Rechtsstreitigkeiten über minder wichtige Gegenstände nicht mehr, während es in verschiedenen Schweizer Prozeßgesetzen vorkommt. Bei Verpflichtungen genügt zuweilen ein H. statt eines förmlichen Eides. So werden z. B. bei der Reichstagswahl Protokollführer und Beisitzer von dem Wahlvorsteher mittels Handschlags an Eides Statt verpflichtet.
Er muss also nicht ein Heiratsschwindler sein, er kann auch ein anderes Versprechen gebrochen haben.
Übrigens gilt der Handschlag bei uns in der Region auch heute noch.
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  #47  
Alt 05.02.2010, 21:50
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Standard Dürrschmied/Dürrschmidt

Marlies:

der (Haupt)name Schmied/Schmidt (alle Schreibweisen) ist ja eindeutig ein Berufsname, aus den Namen Waffenschmied, Hufschmied, Hammerschmied, Goldschmied usw kann man schließen, was der Schmied bearbeitete/herstellte.
Was aber hat ein Dürrschmied gemacht? War er ein Türschmied? (Gabs das?) Oder war er ganz einfach ein dürrer Mensch, der dem Beruf des Schmiedes nachging? (Ich stelle mir als Schmied eher einen kräftigen Menschen vor)

Menantes:

nein, einen 'Tür'-schmied gab es nicht.
Ebenso keine Berufsbezeichnung Dürrschmied.
Daraus folgert: es liegt eine Zusammensetzung zur Differenzierung/ Identifizierung für einen gewöhnlichen Schmied vor.
Das Wort "dürr" muß also landschaftlich gesehen werden.
Es kann sowohl auf "diur"= Thürringer, als auch auf "dürr" für "trocken" weisen.
"trocken" = der höhergelegene, neue Ort (besonders belliebt in schlesischen Ortsnamen [und hier eine weitere Bedeutung des Namens sein kann]).
Nun noch eine Überlegung, die belegt werden müsste:
"trocken/dürr" = ein Kaltschmied (Messing/Kupfer usw.)?
Dann wäre auch ein Übername als Kesselflicker möglich.
Wie komme ich nun von dürr auf kalt: die Kohle für das Schmieden mit Feuer heißt FETTkohle.

Zitat von Marlies: gefunden habe ich den "Dürrschmied" in den bayr. Blättern zur Familienkunde: aus ehemaligen Berufen entstandene Familiennamen,

da stimme ich deiner Schlußfolgerung natürlich bei ,wenn auch gerade in der genannten Region die Orte mit Dürr.. gehäuft vorkommen. Nun wäre interessant zu wissen, ob diese "Berufsbezeichnung" regional begrenzt ist und sich mit Sinn "dürr" dort auch andere Berufe finden lassen, die zu einer Erklärung des Begriffs führen, bzw. ihn bestätigen.
Womit bezeichnet man im bayrischen Urdialekt "dür(r)" (außer trocken, mager [hoch], ..? (mir ist noch eine weitere Bedeutung für "dür" bekannt und zwar in bezug auf "Thür"-inger wird das Wort mit "wert" erklärt)
Eine Recherche zur Bedetung in Bayern könnte eventuell in den Ortschroniken Aufschluß liefern?

Falls es noch oder überhaupt von Interesse ist :
es gibt das Wort "donarwurz" dessen Wurzel im ahd vermutet wird (vergl. dazu im ahd "donarunga"=Donner!) aus dem im nhd "Dürrwurz" wurde, womit die Pflanze "Große FETThenne" bezeichnet wird.
Hier wären dann gleich 2 mögliche Verbindungen zum Schmiede-Handwerk :
im Klang der Hammer-Schmied und als Synonym für den (nicht wie eingangs angedachten Kesselflicker) sondern den Grobschmied.
Ich wünsche Erfolg bei der Forschung und empfehle letztendlich nochmals im eigentlichen Sprachraum die Wurzel zu suchen.
Meine Anmerkungen bitte ich nur als Denkanstöße/ Hinweise zu verstehen.

Marlies:

Zitat von Menantes
Falls es noch oder überhaupt von Interesse ist :

es gibt das Wort "donarwurz" dessen Wurzel im ahd vermutet wird (vergl. dazu im ahd "donarunga"=Donner!) aus dem im nhd "Dürrwurz" wurde, womit die Pflanze "Große FETThenne" bezeichnet wird.
1. natürlich ists von Interesse. (sonst hätte ich ja nicht nachgefragt)
2. Wo finde ich nhd "Dürrwurz -> Fetthenne"?
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  #48  
Alt 05.02.2010, 21:54
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Standard qui obiit in mari damnatus ad Triremnis

patrickgrothe:

qui obiit in mari damnatus ad Triremnis

Rheingauer:

Hat das was mit Seefahrt zu tun?
Hab zwar jetzt seit mehr als 10 Jahren kein Latein mehr, aber vom Sinn her müsste es irgendwas mit
"wer geht auf dem "Dreidecker" (Triremis) dem Meer der Verdammten entgegen"
heißen. Kann auch sein, dass ich mich wo vertan habe...

Udo Wilhelm:

Obiit = er / sie / es starb
damnatus = verurteilt
triremis = mit drei Ruderdecks=Dreidecker
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  #49  
Alt 05.02.2010, 22:09
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Standard Tegelfabriek

Marlies:

kann mir jemand sagen, was "Tegel" in niederländisch heißt? Sind damit Ziegel gemeint? Mir gehts um das hier, vielleicht kann ich dann gezielter suchen: "Tegelfabriek De Nethe" in Düffel

Udo Wilhelm:

dieser Link hilft dir weiter
http://werners-index.de/niederlande.htm

ubbenkotte:

ob die Ziegelei auf den Fotos steht, weiß ich nicht. Aber mittels der Fotos bekommst du aber einen Eindruck, wie Duffel in Belgien am Anfang des 20. Jahrhunderts aussah. Viel Spaß beim Stöbern. http://www.beeldbankmechelen.be/
Übrigens kann ich auf der Seite: http://users.belgacom.net/duffel.bg/...rijvigheid.htm die gesuchte Ziegelei leider nicht finden.

Marlies:

lt. Udo´s Link sind: Tegel=Fliese=Kachel

ubbenkotte:

uiuiui, da wird der Deutschlehrer aber rot :O . Es stimmt, was du sagst. Das niederl. Wort tegel benutzt man aber nicht nur für Kacheln, sondern auch für Ziegelsteine. Laut Wahrig sind Backstein und Ziegelstein Synonieme für Ziegel (ach je, ein Lehrer will immer Recht haben ). Wie du vielleicht gelesen hast, bestand die "tegelfabriek" bis 1948. Ich habe übrigens noch ein Foto von einem Messestand gefunden. Schau mal: http://mechelen.pictura-dp.nl/index....a1383054d32c71 . Man produzierte also dort Kachel
P.S. die Firma war damals an der "Statiestraat" http://users.belgacom.net/duffel.bg/...traatnamen.HTM Durch Duffel fuhr die erste Eisenbahn Belgiens in 1836. Heute heisst die Statiestraat, Stationstraat (Bahnhofstraße)

Marlies:

gibt es solche (oder ähnliche) Bilder auch von Eupen?
Mein Vorfahre Sparla, der (lt. Familienchronik) bis 1938 leitender Direktor der Tegel-Fabriek in Duffel war, gründete in Eupen in der Vervierserstr. 83 die "Keramischen Werke Sparla & Co"
Gewohnt hat das Ehepar Sparla in Eupen im sogenannten Fettweis´schen Haus auf der Klötzerbahn.

ubbenkotte:

http://www.archiscan.com/eu.html

Marlies:

Es scheint ja, zumindest zu der Zeit, eine begüterte Familie gewesen zu sein, wenn man sich diese Wohngegend anschaut!

ubbenkotte:

Wenn man Sparla und keramische werke bei Google einführt, kommt man schnell bei einigen niederländischen Künstlern. Hatte Dein Vorfahre Sparla als Direktor auch so 'ne künstlerische Ader.

Marlies:

Mit der künstlerischen Ader der Sparla´s wars wohl nicht weit her oder der zeitliche Geschmack war nicht der, der dem Vorfahren auf Dauer etwas eingebracht hätte. (Oder wars der Krieg, der ja 1939 losging? wer hatte da noch Bedarf an Kacheln!)
Die Sparla-Linie geht zurück bis ca. 1630, als der älteste mir bekannte ist Ruttgerus Sparla, verheiratet mit Sophia Douven (Heiratsdatum unbekannt) genannt. Die Kinder aus dieser Ehe sind in Klimmen geboren, Claudius * 12.11 1651, Cornelia * 29.07.1654, Ruttgerus * 28.01.1657 stirbt ? Ruttgerus * 09.05. 1658
Es gibt Gerüchte in der Familie, dass die Sparla`s aus Italien gekommen wären, auf Sizilien gibt es den Namen auch.
Die weiteren Kinder der Sparla´s haben sich verbreitet (außer Eys und Duffel) in Vaals, Schiedam, Voerendaal und Venray.
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  #50  
Alt 05.02.2010, 22:13
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Standard Storchenwirth

BenediktB:

Jahr aus dem der Begriff stammt: spätes 18. Jahrhundert
Region aus der der Begriff stammt: Eichstätt, Bayern
Kann mir jemand sagen, was ein "bürgerl. Storchenwirth" ist? Ein Ahne übte diesen Beruf aus, ich kann aber nichts damit anfangen und Google wirft mir nur die Namen mehrerer Gaststätten aus.

Christian Benz:

vermutlich ist das kein "spezieller Beruf" sondern bezieht sich auf den Namen des Hauses bzw. der Wirtschaft. Vgl. dazu den Eintrag zum gleichlautenden "storchenwirt" im Deutschen Wörterbuch der Gebrüder Grimm (siehe FAQ 2.1.8).

Zitat:
storchenwirt, m., wirth im gasthaus zum storchen: ich dachte, jetzt säszest du besser ... beim storchenwirt MÖRIKE 6, 40 Kraus.
Zitat:
STORCHENHAUS, n., 'haus zum storch, zum storchen', im deminut: storchenhäuslein, storchenhäusle als wirthshausname: der wirth der gaunerherberge 'storchenhäusle' FR. VISCHER altes und neues 3, 108, vgl. zur besonderen bedeutung unten storcher, storger, m

Oswald Helm:
ich schließe mich da Christian an und würde auch meinen, dass dein Ahne schlicht und einfach Wirt war und diese Tätigkeit halt im Anwesen, das man Storchenwirt nannte ausübte. Dem bürgerl. würd ich da keine wirklich tragende Bedeutung beimessen.
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