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  #1  
Alt 02.05.2022, 16:06
MarthaLU MarthaLU ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 13.02.2013
Beiträge: 432
Standard Wie sichere ich diese Forschung? Homepage?

Liebe Community,

Ich habe schon mal berichtet über meine Arbeit. Meine Vorfahren namens v. Gerstenberg waren Literaturfälscher, sie haben zusammen mit einigen anderen eine große Zahl Literaturfälschungen hergestellt, die bis heute unerkannt sind. Mittlerweile weiss ich auch, dass sie engen Kontakt hatten zu den Revolutionären von 1848, einer von ihnen war sogar eng verwandt. Wichtige prominente Namen dieser Geschichte sind Alexander v. Humboldt, Gottfried Christian Körner, Ludmilla Assing, Alexander v. Schimmelpfennig, Carl Schurz, Gottfried Kinkel, Giuseppe Mazzini, Georg v. Cotta, Heinrich Heine.
Alles hundertfach gepüft, weil ich selber nicht glauben konnte, auf was ich da gestoßen bin. Eine phantastische Entdeckung, etwas wirklich neues für Literaturwissenschaft und Geschichte, und man sollte meinen, es ist von Interesse. Ist es aber nicht, und das hat Gründe. Die Fachleute wissen, dass ich recht habe. Das heisst leider, sie standen weit über 100 Jahre auf der Leitung. Im Cotta-Archiv in Marbach z. B. sind 15 Briefe meines Urgroßvaters Karl v. Gerstenberg archiviert in vielen hübschen Handschriften...Sie sind nur deshalb aufgehoben worden, weil sie an Cotta gerichtet waren, sprich angeguckt hat sie keiner. Unerfreulich für die Literaturelite. Und daher wird es keine offizielle Publikation geben. Daneben dürften handfeste Finanzsorgen eine Rolle spielen, speziell Autographen Heinrich Heines, bei denen viel für Unechtheit spricht, sind für sehr hohe Summen verkauft worden vor paar Jahren.

Ich bekam dann ein Buchangebot, das gut war. Nur zog der Verlag es zurück, als er von dem Heine-Autographen und den Geldsummen des Verkaufes erfuhr. Dies ist also nun meine Situation. Mich interessieren Verkäufe kein Stück, ich will kein Archiv blamieren. Es ist die Geschichte meiner Familie, die wir erlitten haben über Generationen. Gerade auch ich persönlich. Sie waren heitere Künstler und Genies, und sie trugen die Gegenseite mit sich. Ich bin nicht mehr ganz jung, habe schon harte gesundheitliche Sorgen hinter mir, und ich bin die letzte Nachfahrin der Familie v. Gerstenberg. Ich möchte einfach nur, dass es nicht untergeht. Was kann ich tun? In ein genealogisches Archiv passst es im Grunde nicht. Ein Buch selber schreiben ist mir aus mehreren Gründen nicht möglich, u. a., weil ich schlecht sehe.

Ich komme immer mehr zu der Idee, eine Homepage wäre richtig. Es geht ja in diesem Fall nicht um Besucherzahlen, sondern nur um meinen Namen und den auch heute bekannten Namen der Fälscher. Ich bin aber selber auf keinen Fall in der Lage, sowas einzurichten. Daher wäre ich dankbar für Meinungen dazu und auch für Hinweise, ob man dafür jemand finden kann, der mir das macht. Ist eine Homepage ein guter Ort, eine Familiengeschichte zu präsentieren? Was würde mich das kosten so etwa? Und wenn ich nicht mehr bin, kann sowas dann im Netz stehen bleiben?

Wäre dankbar für Kommentare, und grüße alle! Martha
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  #2  
Alt 02.05.2022, 16:38
sonjavi sonjavi ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 30.08.2016
Ort: Norddeutschland
Beiträge: 123
Standard Schreiben lassen?

Hallo Martha,

ich finde auch, dass all die Erkenntnisse, die du in den ganzen Jahren zusammengetragen hast, veröffentlicht werden sollten. Du hattest ein „Buchangebot“? Wäre da das Buch für dich geschrieben worden? Vielleicht findest du einen anderen Verlag, der dir ein ähnliches Angebot machen kann? Und vielleicht könnte das Buch als eBook ins Netz gestellt werden?

Oder ein (relativ) teurer Versuch mit einem „ghostwriter“ und dann „Book on demand“? Das habe ich zu Ghostwritern gefunden, es gibt aber noch viele weitere Seiten, die Tipps dazu geben:

https://praxistipps.focus.de/buch-sc...twriter_144395

Viel Erfolg,
viele Grüße
Sonja
__________________
Suche FN PELZ, TOLSKI aus Liebemühl/Osterode und Umkreis, VEIT/VEID und MEIRITZ aus Elbing sowie
BAUM aus dem Raum Rieder, (Sachsen-)Anhalt
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  #3  
Alt 02.05.2022, 16:45
Uwe Uwe ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 14.08.2006
Ort: USA
Beiträge: 242
Standard

Hallo Martha,

ich würde Dir ebenfalls empfehlen, Deine Forschungsergebnisse in Buchform zu veröffentlichen. "Print on Demand" wurde schon genannt. Einer der besten und preiswertesten Anbieter in diesem Segment ist Lulu.

https://www.lulu.com

Gruß
Uwe
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  #4  
Alt 02.05.2022, 17:03
Benutzerbild von LutzM
LutzM LutzM ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 22.02.2019
Ort: Greifswald
Beiträge: 2.118
Standard

Hallo Martha,
schwere Frage. Ein ähnliches Thema hatte ich auch schon mal eröffnet, vielleicht bekommst Du da eine Anregung.
__________________
Lieben Gruß

Lutz

--------------
mein Stammbaum
suche Eising * um 1880 aus/bei Creuzburg/Ostpreußen, sowie (August & Hellmut) Wegner und (Friederike) Lampe * um 1840 aus/bei Kleinzerlang/Prignitz
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  #5  
Alt 02.05.2022, 17:09
MarthaLU MarthaLU ist offline
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 13.02.2013
Beiträge: 432
Standard

Ein herzliches Danke schon einmal!

Ich schrecke heute vor Book on Demand zurück, weil ich einem Schriftsteller probeweise einen Aufsatz zum Lesen gegeben habe. Er hat mich auf Klippen hingewiesen, die mir so vorher nicht klar waren. Ich sehe zu schlecht, mache ständig Fehler, weil ich Kommas, Punkte, Abstände nicht erkennen kann. Das wird gnadenlos so gedruckt heute, und er meinte, da nutzt der beste Inhalt nichts, wenn man genervt ist beim Lesen. Ausserdem müsste ich eine andere Schrift verwenden, weil Leser die besser erkennen können. Ich aber nicht. Also das war eine Ernüchterung, seitdem fürchte ich, das ist leider kein Weg für mich. Das Buchangebot, das ich hatte, war gut, mit Lektorat und Kontrolle des Schriftbildes, das wäre wohl gegangen. Diese Hilfen aber alle privat bezahlen, dann kostet mich die Veröffentlichung nahezu fünfstellig, das geht auch nicht.
Der Leiter des Cotta-Archivs schrieb mir süffisant, ich könne den ganz normalen Weg gehen, eine wissenschaftliche Arbeit einreichen und auf Publikation hoffen. Wenn sie publiziert sei, werde sie dann in die Forschung einfließen, dann werde man sich mit meinen Funden befassen. Was er unterschlagen hat, ist, dass der berühmte Elfenbeinturm der Literaturwissenschaft keine Laien publizieren lässt. Scherzkeks, der Herr.

So komme ich heute auf den Gedanken, eine Homepage könnte mir besser helfen. Immerhin kann ich da fortlaufend meine doppelten Punkte und so löschen und Material samt Bildern einstellen. Nur bin ich aus Gründen meiner körperlichen Mehrfachbehinderung da sicherlich auch auf gewisse Hilfe und Erklären angewiesen.

Danke euch... Martha
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  #6  
Alt 02.05.2022, 17:42
Benutzerbild von Gudrid
Gudrid Gudrid ist offline weiblich
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Registriert seit: 22.04.2020
Ort: Südostoberbayerisches Alpenvorland
Beiträge: 922
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Hallo Martha,
im Netz finden sich ganz viele Firmen, die eine Homepage erstellen, aber das ist nicht billig.
Es ist wichtig, dass deine wertvollen Erkenntnisse nicht verloren gehen.

Vielleicht findet sich hier jemand, der dir behilflich sein kann.
Ich würde deine Frage in dieser Rubrik nochmal einstellen:
Internet, Homepage, Datenbanken, DNA

Viel Erfolg!
__________________
Liebe Grüße
Gudrid
Lieber barfuß als ohne Buch
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  #7  
Alt 02.05.2022, 18:46
Benutzerbild von Balle
Balle Balle ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 22.11.2017
Beiträge: 2.164
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Ich kenne mich in der Szene nicht so aus, aber vielleicht gibts ja einen Literaturprofessor oder Studenten der da rangeht. Da könnte man doch seinen Dr. mit machen und gleichzeitig würden Deine Gedankengänge nochmals unabhängig von ihnen überprüft.
__________________
Lieber Gruß
Manfred


Gesucht: Herkunft von Johann Christoph Bresel (Brösel, Prehel, Brahel),
ehem. Dragoner im Churfürstlich Sächsischem ehemaligen Herzog Churländischen Regiment Chevaux Legers in Zittau.
Eheschließung 1781 in Zittau
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  #8  
Alt 02.05.2022, 20:21
sternap sternap ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 25.04.2011
Beiträge: 2.118
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es gibt verlage, die treten an laien heran, loben ganz viel, sodass die schreiber auf ein buchprojekt einsteigen, bei dem sie meist nachher feststellen, dass es sie in jahrelange schulden stürzte.
book on demand ist wiederum für deine voraussetzungen nichts.
so wie du bis jetzt textlich vorgegangen bist, findet man nicht sehr leicht einen erkennbaren wissenschaftlichen ansatz und nutzen.


ich kann mir vorstellen, bei entsprechender aufbereitung könnte das ein thema für eine universitäre einrichtung in grafik oder kunst sein,für eine diplom - oder doktorarbeit, es geht bei deinen vorfahren nämlich sehr um den illen oder die fähigkeit, schriften zu imitieren.


für bilder gibt es in wien mittlerweile ein fälschermuseum, bei handschriften noch nicht. aber manuskripte sind derzeit generell ziemlich out.
__________________
______________________________
freundliche grüße
sternap


weil man sich nicht sieht, mein gesichtsausdruck: my dog stepped on a bee!
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  #9  
Alt 03.05.2022, 01:49
gki gki ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 18.01.2012
Beiträge: 4.416
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Hallo,

ich denke eine Homepage ist zur dauerhaften Archivierung eher ungeeignet. Sobald die Gebühren für den Hoster nicht mehr gezahlt werden, ist die Site weg. Papier ist da beständiger. Und Book on Demand dürfte sogar auf längere Sicht günstiger sein.

Vielleicht kannst Du jemanden finden, der für Dich tippt bzw. Korrektur liest?
__________________
Gruß
gki
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  #10  
Alt 03.05.2022, 08:14
Benutzerbild von Andre_J
Andre_J Andre_J ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 20.06.2019
Beiträge: 1.214
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Zitat von gki Beitrag anzeigen
Hallo,

ich denke eine Homepage ist zur dauerhaften Archivierung eher ungeeignet. Sobald die Gebühren für den Hoster nicht mehr gezahlt werden, ist die Site weg. Papier ist da beständiger. Und Book on Demand dürfte sogar auf längere Sicht günstiger sein.

Vielleicht kannst Du jemanden finden, der für Dich tippt bzw. Korrektur liest?
Im Prinzip hast du recht, aber im Internet werden Suchende eher auf das Angebot aufmerksam als bei einem Buch, das irgendwo verstaubt.

Vielleicht gibt es ja einen Ahnenforscherverein in der Umgebung, der zumindest den Hoster (als letzten Willen) gegen eine Einmalzahlung aus dem Nachlaß weiter bezahlt.

Für den reinen Stammbaum gibt es mit GEDBAS eine kosten- und werbefreie Möglichkeit der Speicherung. Per Notiz kann man auch dort auf das erforschte berufliche Umfeld der Ahnen hinweisen.
__________________
Gruß,
Andre
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