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  #1  
Alt 08.10.2018, 20:55
morpheuscologne morpheuscologne ist offline weiblich
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Registriert seit: 04.05.2014
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Standard Aufbewahrung von Urkundenkopien, Infos, etc

Guten Abend zusammen,

mittlerweile ist mein "Ahnenstammbaum" auf rund 1000 Person "gewachsen". Ich versuche immer Geburts-/Sterbe- und Hochzeitsurkunden, sowie sonstige Informationen (z.B. Meldekarten, Totenzettel, etc.) in Kopie zu bekommen.

Bisher habe ich das ganze sortiert in Hängereiter (je Person ein Reiter) abgelegt. Dies ist soweit ganz übersichtlich, allerdings nicht die platzsparendste Variante, gerade wenn man noch die dritte Ehefrau und die 20 Kinder (Geschwister) irgendwie übersichtlich erfassen möchte.



Wie "archiviert" Ihr Eure Dokumente?

Zwar bin ich schon recht "technikaffin" und mag auch Digitalisierung, die Urkunden aber einzuscannen und in mein Ahnenforschungsprogramm abzulegen halte ich für "falsch" (keine Ahnung wieso, da bin ich oldschool ).....



Freue mich auf kreative (und platzsparende) Ideen


Vielen Dank und Grüße
Melanie
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  #2  
Alt 08.10.2018, 21:09
benangel benangel ist gerade online
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Ich habe mittlerweilen über 8000 Bilder und Dokumente und das geht nur noch digital, sicherheitshalber auf 2 Rechnern und 2 externen Festplatten gesichert.

Gruß
Bernd
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  #3  
Alt 08.10.2018, 22:01
Benutzerbild von Garfield
Garfield Garfield ist offline weiblich
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Hallo

Ich habe inzwischen über 12'000 digitale Dateien (Kopien/Scans oder Fotos aus Kirchenbüchern uä, Fotos von Verwandten, Todesanzeigen uvm). Keine Chance, das irgendwie physisch sinnvoll zu ordnen, zumal ich die alten Originale auch gerne archivtauglich aufbewahren möchte.

Das tolle an der Digitalisierung ist doch, dass du die Dateien direkt in deinem Programm einer oder mehreren Personen zuordnen kannst, und dann von der Person aus auf die entsprechenden Dateien zugreifen kannst (und natürlich auch ohne Programm über die Ordnerstruktur).
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  #4  
Alt 08.10.2018, 22:59
morpheuscologne morpheuscologne ist offline weiblich
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vielen Dank für Eure Antworten :-)......okay, ich merke schon, ich sollte mich mit einer digitalen Lösung anfreunden :-)

wie kommt Ihr eigentlich an soviele Fotos?
Natürlich habe ich Fotos bis zur Ururoma, aber dann hört es auch auf.
Scheinbar waren meine Ahnen alle zu arm, um sich fotoraphieren uu lassen. Oder die Fotos wurden weggeworfen :-(
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  #5  
Alt 08.10.2018, 23:01
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OlliL OlliL ist offline männlich
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Ich habe alles hauptsächlich digital. Sogut wie alle meine 2500 Fotos waren nur Leihgaben von Verwandten. In Gramps habe ich Referenzen auf 7700 Mediendatein (darunter nur 139 Fotos, der Rest alles Urkunden, KB Seiten usw.)


In Gramps ist jedes der 7700 Dokumente einer Fundstelle zugeordnet die eine Quelle zugeordnet hat welche wiederum um Aufbewahrungsorte angereichert sind. Wenn man das alles Offline "abbilden" würde wollen würde man einiges an Platz füllen.


Nur einen Bruchtel dieser 7700 Dokumente besitze ich überhaupt offline - das passt in einen Ablagekorb. Den Rest habe ich so oder so nur digital.


Daher ist mein Offline-Dokumentenfundus auch absolut ungeordnet nur als Ablage zu betrachten. Meine Ordnung ist rein online vorhanden.


Dafür sind alle Daten zentral auf einem Fileserver mit einer RAID-5 ähnlichen Konfiguration abgelegt. Es erfolgen tägliche Sicherungen und ab und an wird ein "Katastrophen-Backup" ausserhalb meiner Wohnstätte abgelegt....
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  #6  
Alt 09.10.2018, 11:13
Benutzerbild von Garfield
Garfield Garfield ist offline weiblich
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Bei mir sind es etwa 7000 Fotos oder Scans von Primärquellen, vor allem Kirchenbuch-Einträge, Familienregister und Todesanzeigen. Dazu noch 6700 Scans von Fotos oder Dokumenten aus der Verwandtschaft, wobei ich da auch nur etwa die Hälfte selbst besitze.
Ich hatte da wohl einfach sehr viel Glück, dass die eine Linie einerseits einen starken Zusammenhalt hatte und sich durch die räumliche Distanz oft Fotos zuschickte. Dann hatte ich weiter Glück, dass erst meine Urgrossmutter und dann meine Grosstante die Sachen alle aufbewahrte und weil ich genug Werbung für meine Forschung machte, kamen dann sehr viele alte Sachen im Original zu mir. Dazu habe ich in der Verwandtschaft rumgefragt und inzwischen die Fotoalben von 9 Verwandten auszugsweise gescannt.
Weiter hatte ich Glück, dass meine wohl etwas verschrobene Urgrossmutter Todesanzeigen sammelte (fein säuberlich in Alben geklebt und kommentiert, ob sie die Leute mochte oder woran sie starben).
Allerdings ist die hohe Anzahl Scans auch mehrseitigen Dokumenten geschuldet. Denn z.B. ein Pass mit 20 Seiten ergibt dann ja schon 22 Scans.
In Italien hatte ich weniger Glück, da war meine Familie wohl wirklich zu arm für Fotos. Da habe ich schon von der einen Urgrossmutter kein einziges Foto und bis in die 1970er-Jahre blieben Fotos eine Ausnahme.

Was auf jeden Fall hilft, ist in der Verwandtschaft rumfragen, auch ganz entfernte Cousins 2. Grades, eingeheiratete Tanten usw. Da habe ich unerwarteterweise sogar Fotos gefunden, die in meiner Familie vernichtet wurden.

Die Offline-Dokumente sind bei mir momentan auch überhaupt nicht sortiert, allerdings ist da auch noch gar nicht alles gescannt. Da will ich dann mal alles nach Herkunft sortieren und pro Mappe beschriften, dann sortieren, was wichtige Originale sind. Die wichtigen Sachen werden weiterhin in meinen feuersicheren Kisten aufbewahrt, Kopien von Originalen (zB aus Archiven) und weniger wichtige Sachen kommen in normale Archivboxen.

Online habe ich etwas mehr Ordnung:
- Digitale Fotos behalten ihren Dateinamen und werden nur in Ordner rein sortiert, die nach Herkunft beschriftet sind (Land/Bundesland/Ort/Kirche/Taufe oder Heirat usw.). Im Programm gebe ich auch immer die Quellen des verknüpften Dokuments an, zB Ort/Kirche/Taufe usw. Bei chronologisch geführten Quellen, zB Kirchenbüchern, gebe ich nicht auch noch die Seitenzahlen an, das ist mir dann zu aufwändig. Bei Familienregister, die manchmal nicht ganz chronologisch geführt wurden, gebe ich aber zusätzlich noch Bandnummer und Seitenzahl an. Für den Fall, dass ich mal Teile von meinem Stammbaum an jemanden weiter gebe, hat der dann vielleicht das verknüpfte Dokument nicht, aber immerhin die Quellenangabe.
- Scans erhalten von mir einen neuen Dateinamen, bestehend aus einem für mich sinnigen Vorspann (Initialen, Land und 2 Buchstaben für die Dokumentart) plus eine 6-stellige Laufnummer. So hat jedes Dokument einen eindeutigen, eigenen Dateinamen. In einer Excel-Tabelle notiere ich dann Dateinamen, Datum, Ort, abgebildete Personen, Anlass, wer die Personen auf einem Foto zugeordnet hat (weil meine Grossmutter da vielleicht zuverlässiger ist als ich) und wem das Original gehört. Diese Dokumente verknüpfe ich üblicherweise nicht mit dem Programm, da es eher "Hintergrundinfos" sind, wie zB Pässe, Mietverträge, Zeugnisse oä. Bei den Fotos habe ich pro Person aus einem Foto eine Kopie in einem separaten Ordner erstellt und zu einem Porträt zugeschnitten, beschriftet mit Name und Geburtsjahr. Die Porträts habe ich dann mit dem Programm verknüpft. In meinem Programm kann ich anwählen, dass Porträts als kleine Vorschau im Programm angezeigt werden und beim Drucken von manchen Stammbaum-Varianten werden die Fotos mitgedruckt.

Natürlich muss man, wie Olli schrieb, so viel öfter eine Sicherung auf einer oder mehreren externen Festplatten machen.
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Geändert von Garfield (09.10.2018 um 11:17 Uhr)
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  #7  
Alt 09.10.2018, 11:22
Benutzerbild von OlliL
OlliL OlliL ist offline männlich
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Beiträge: 2.567
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Bei feuerfesten Aufbewahrungsboxen muss man drauf achten, das sie je nach Lagerstätte oder auch generell wasserdicht sind - sonst kommt das böse Löschwasser und man hat nix gewonnen..... Und meist hilft auch feuerfest nicht, da der Inhalt im Rahmen des Feuers halt schlicht extremer Hitze ausgesetzt ist was ihn auch zerstören kann. Selbst wenn das eigentliche Feuer ihn nicht erreicht.

Geändert von OlliL (09.10.2018 um 11:23 Uhr)
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  #8  
Alt 09.10.2018, 17:54
Pommerellen Pommerellen ist offline
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Beiträge: 45
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Hallo Zusammen,

beides hat so seine Vorteile. Ich versuche die gesammelten Informationen zu kleineren Familiengeschichten zusammen zufassen und dann breiter zu streuen. Dann haben mehr etwas von "meinen" Erkenntnissen. Für die Ewigkeit ist das eh nicht geeignet. Jeder kann nur frühzeitig sehen ob er seine Sammlung an eine nachfolgende Generation übergibt. Da gehört es auch dazu etwas aus zu misten. Ob ja jede Standesamturkunde benötigt wird muss ein jeder entscheiden. Wenn die Quellen in Familiengeschichten gut aus kommentiert sind fehlt ja auch nichts. Ich für meinen Teil habe alles lieber gegenständlich vor mir und benutze die digitale Welt zum arbeiten und kommunizieren.

Viele Grüße
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  #9  
Alt 10.10.2018, 10:04
morpheuscologne morpheuscologne ist offline weiblich
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klasse, vielen lieben Dank für die ausführlichen und interessanten Antworten :-)
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