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  #1  
Alt 03.06.2016, 22:39
Benutzerbild von fps
fps fps ist offline männlich
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Standard VN Gristliebe

Zeit/Jahr der Nennung: 1803
Ort/Region der Nennung: Erzgebirge


Hallo,
ich bin soeben beim Lesen eines Dokuments auf den weiblichen Vornamen "Gristliebe" gestoßen.
Gab es den wirklich oder habe ich da etwas falsch gelesen?
__________________
Gruß, fps
Fahndung nach: Riphan/Rheinland (vor 1700); Scheer/Grevenbroich und Umgebung; Bartolain / Bertulin, Nickoleit (und Schreibvarianten), Kammerowski / Kamerowski, Atrott /Atroth, Kawlitzki, Obrikat - alle Ostpreußen, Region Gumbinnen
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  #2  
Alt 03.06.2016, 22:44
Benutzerbild von Bendis
Bendis Bendis ist offline
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Registriert seit: 28.08.2012
Beiträge: 799
Standard

Hallo,

mir ist der weibliche Vorname Christliebe ein Begriff. Da liegt evtl. tatsächlich ein
Lesefehler vor.
__________________
VG
Bendis
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  #3  
Alt 04.06.2016, 00:53
Benutzerbild von fps
fps fps ist offline männlich
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Hallo Bendis,
ich habe mir das noch einmal angesehen: wenn, dann eher ein Schreibfehler. Das Ch bei Christine im gleichen Dokument sieht wie ein Ch aus, und das G im fraglichen Namen eben wie ein G.
An "Christliebe" dachte ich natürlich auch zunächst, weil das ein sinniger Name ist, aber in dem betreffenden Dokument (ein Ahnenpass) ist es eben ein G am Anfang des Namens.

Vielleicht ist ja aber auch schon jemand anderes über diesen Namen gestolpert?
Tante Gugel findet eine Erwähnung in einem Stammbaum....
__________________
Gruß, fps
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  #4  
Alt 04.06.2016, 15:02
rigrü rigrü ist offline männlich
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Vielleicht hilft ein Scan weiter? Häufig sind die Vornamen, zumal wenn sie pietistischer Prägung sind, in kurrent, die Familiennamen aber in lateinischer Schrift gehalten. Ein Vergleich ist deshalb wenig gewinnbringend. Auch ohne Vergleich: Eine "Gristliebe" ist mir bei meinen (sehr umfangreichen) Forschungen im Erzgebirge noch nicht begegnet.
__________________
rigrü
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  #5  
Alt 04.06.2016, 15:22
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Hallo rigrü,
normalerweise würde ich bei einer solchen Anfrage einen Scan mitliefern, keine Frage. Da ich hier aber selber nur "Lesehelfer" bin, habe ich davon abgesehen.
Ich nehme an, dass hier jemand nach Gehör geschrieben hat - auch weil sich niemand im Forum eingefunden hat, der schon einmal auf diesen Namen gestoßen wäre.
Die Unterschiede in der Namensschreibweise kurrent/lateinisch kann ich bestätigen, sie sind auch mir schon oft begegnet. Im vorliegenden Fall gibt es allerdings keine Anzeichen für eine variierende Schreibweise.

Nachtrag: Nachdem ich nun an einer Stelle des Dokuments eine Charoline fand, ahne ich, dass die Person, die die Eintragungen vorgenommen hat, orthographisch recht kreativ war.
__________________
Gruß, fps
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Geändert von fps (04.06.2016 um 15:59 Uhr) Grund: Nachtrag
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  #6  
Alt 07.06.2016, 12:17
Benutzerbild von Malgorzata Krolak
Malgorzata Krolak Malgorzata Krolak ist offline weiblich
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Hallo,
es handelt sich vielleicht um Kristliebe.
Gruesse,
Małgorzata
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  #7  
Alt 08.06.2016, 23:00
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Laurin Laurin ist offline männlich
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Hallo,

meiner persönlichen Erfahrung nach scheint es sich hier um eine tatsächliche Verschleifung durch Verhören zu handeln.
Die Aussprache von Ch = K in einer Mundart des Sächs. Erzgebirges ist nun mal "weich" -> G
__________________
Freundliche Grüße
Laurin

Geändert von Laurin (10.06.2016 um 18:57 Uhr)
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  #8  
Alt 08.06.2016, 23:10
rigrü rigrü ist offline männlich
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Beiträge: 2.423
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Ich glaube nicht, dass sich bei "Christ" jemand verhört hat. Namen mit diesem Wortbestandteil waren so verbreitet, dass sie selbst im verschneitesten erzgebirgischen Bergdorf richtig verstanden werden konnten. Vielleicht gibt's ja doch nen kleinen Scan?
__________________
rigrü
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  #9  
Alt 09.06.2016, 17:25
Benutzerbild von Laurin
Laurin Laurin ist offline männlich
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Registriert seit: 30.07.2007
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Beiträge: 5.214
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@rigrü:
Da mir das "Erzgebirgische" doch recht vertraut ist - Christ wird dort nun mal nicht hochdeutsch wie krist ausgesprochen, sondern grist.
Und das könnte ein "zugereister" Pfarrer nun vorerst auch so verstanden und niedergeschrieben haben.
__________________
Freundliche Grüße
Laurin
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  #10  
Alt 09.06.2016, 18:15
rigrü rigrü ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Laurin Beitrag anzeigen
@rigrü:
Da mir das "Erzgebirgische" doch recht vertraut ist - Christ wird dort nun mal nicht hochdeutsch wie krist ausgesprochen, sondern grist.
Und das könnte ein "zugereister" Pfarrer nun vorerst auch so verstanden und niedergeschrieben haben.
Auch einem zugereisten Pfarrer ist doch aber zu unterstellen, dass er das verstandene "Grist" als "Christ" aufgeschrieben haben würde. Außerdem wird im Erzgebirgischen (sofern es "das" Erzgebirgisch überhaupt gibt) auch nicht jeder im hochdeutschen als "k" gesprochener Anlaut als "g" interpretiert. Ich fahr zum Beispiel nach Chams und nicht nach Gams, gehe eher in die Kirch als in die Girch und bin eher krank als grank. Vielleicht ist das aber nur in meinem Erzgebirgsdorf so ...
__________________
rigrü
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