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  #11  
Alt 09.09.2020, 21:41
MMR MMR ist offline
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Ich notiere mir die Konfession immer dazu, wobei ich etwas schlampig werde, wenn es zB. Gegenreformationen gab. Wenn ich also beispielsweise Vorfahren aus einem Ort habe, der seither ev.-luth. war und ist, aber in den Jahren von 1680-1700 reformiert, dann notiere ich mir das nicht zusätzlich, sondern führe sie auch als luth.

LG
MMR
__________________
Experte für die Region um Nidda in Oberhessen, speziell für einigen Ortsteilen.

Meine Vorfahren kommen überwiegend aus Oberhessen und dem Sudetenland

Dauersuche: Alle Reiber/Räuber/Rajbr oder ähnliches in Böhmen und Umgebung, speziell aber Widim, Albertsthal, Raj, Wemschen.
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  #12  
Alt 09.09.2020, 21:47
moehre23 moehre23 ist offline weiblich
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Ich habe es nicht extra eingetragen, da es bisher! einfach ist:


Meine Mutter - katholisch, alle ihre bis jetzt bekannten Vorfahren auch,


mein Vater - evangelisch, fast alle seine bis jetzt bekannten Vorfahren, und ein paar reformierte Hugenotten.
__________________
Liebe Grüße
Christine
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  #13  
Alt 09.09.2020, 22:11
Benutzerbild von benangel
benangel benangel ist offline männlich
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Falls ich die Konfession nicht unter Notizen vermerke, schreibe ich bei den Quellen immer dabei, ob ev. oder kath. KB. Da weiß man dann immer wo man suchen muss.
__________________
Gruß
Bernd
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  #14  
Alt 09.09.2020, 22:13
Benutzerbild von Gudrid
Gudrid Gudrid ist gerade online weiblich
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Die Konfession habe ich auch noch nie eingetragen, weil nicht notwendig. Hier im südöstlichsten Zipfel ist alles katholisch. Ich habe keine Ahnung, ob es auch evangelische Kirchenbücher hier gibt. Sogar meine aus Sachsen stammende Mutter war katholisch.
__________________
Liebe Grüße
Gudrid

Lieber barfuß als ohne Buch (Isländisches Sprichwort)
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  #15  
Alt 09.09.2020, 22:46
Benutzerbild von GiselaR
GiselaR GiselaR ist offline weiblich
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Ich habe die Konfession (Singular!!) von Anfang an nicht systematisch mit erfasst, einfach deshalb weil ich bisher nur "evangelische" Vorfahren gefunden habe, egal ob ich bei einer Linie um 1800 festhänge oder ob ich bei anderen bis in die 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts vorgedrungen bin. Mütterliche oder väterliche Vorfahren: alles dasselbe. Leider hat sich über die Jahrhunderte bisher kein Katholik getraut, bei uns einzuheiraten. Einzig eine Familie mit abweichenden Glaubensvorstellungen habe ich gefunden, aber diese waren vor evangelischem Hintergrund entstanden und das ganze ist schon ca. 450 Jahre her.

Später stellte ich fest, wie interessant die Konfessionsfrage sein kann, besonders wenn man sich die riesigen Differenzen zwischen Reformierten und Lutheranern vergegenwärtigt.
- Einer meiner gefühlt 1000en von evangelischen Pfarrer-Vorfahren war als strammer Lutheraner auf dem Friedhof bei einer Beerdigung, die er in einem reformiert dominierten Dorf durchführen wollte, an einer Prügelei mit reformierten Einwohnern beteiligt. (ca. Mitte des 18. Jhdts.)
- Ein anderer, Pfarrer im Bergischen Land, wurde nach 1800 plötzlich "erwecklich"
- 2 seit Jahrhunderten lutherische Familien emigrierten in die Schweiz, als deren Kinder heirateten und nach Sachsen zurückkehrten, ließen sie ihr erstes Kind in den 1860er Jahren in einer reformierten Kirche taufen.

Inzwischen trage ich die konfession ein, und hole es bei Gelegenheit nach

Und falls ich michtn icht für die Geschichte interssieren würde, würde ich auf jeden Fall mit Sonkis Argumentation konform gehen:

Zitat:
Zitat von sonki Beitrag anzeigen
...
1. damit man weiß in welchen KBs man suchen muss
2. geschichtlich interessant, Stichwort Gegenreformation (Schlesien)
3. damit ich nachschauen kann in welche Kirchen (also die Gebäude) die Ahnen gingen
....

LG
Gisela
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Ruths, Gillmann, Lincke,Trommershausen, Gruner, Flinspach, Lagemann, Zölcke, Hartz, Bever, Weth, Lichtenberger, von der Heyden, Wernborner, Machwirth, von Campen/Poggenhagen, Prüschenk von Lindenhofen, Reiß von Eisenberg, Möser, Hiltebrandt, Richshoffer, Unger, Tenner, von Watzdorf, von Sternenfels
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  #16  
Alt 10.09.2020, 08:01
Alter Mansfelder Alter Mansfelder ist offline
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Guten Morgen zusammen,

ich habe nur in der Einleitung zu meiner AL ausgeführt, dass alle Vorfahren seit der Reformation evangelisch waren (lutherisch oder reformiert), (nur) vier nachweisbare Katholiken ausgenommen. Welche Kirchenbücher benutzt wurden, ist zu jedem Ahnenstamm gesondert ausgeführt. So kann man alle Einträge leicht wiederfinden.

Für die eigentliche Reformationszeit habe ich hinsichtlich des Konfessionswechsels nicht differenziert. Denn zum einen wurde die Reformation in verschiedenen Territorien zu verschiedenen Zeiten eingeführt; zum anderen kann man gerade vor dem Augsburger Religionsfrieden (cuius regio, eius religio) nur in seltenen Fällen sagen, dass bestimmte Vorfahren trotz Reformation altgläubig geblieben sind.

Es grüßt der Alte Mansfelder
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  #17  
Alt 10.09.2020, 10:52
Benutzerbild von Xtine
Xtine Xtine ist offline weiblich
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Hallo consanguineus,


mir geht es wie sonki



Zitat:
Zitat von sonki Beitrag anzeigen
P.S. Noch ein praktisches Beispiel - unter meinen Ahnen gab es auch Mischehen, also evg. mit kath. - und je nach Zeit und Gegend wurden die Kinder je nach Geschlecht in der evg. oder in der kath. getauft. Würde man sich z.B. nur die Konfession vom Vater notieren, würde man u.U. ein Teil der Kinder nicht finden, weil man nicht auch in der anderen Kirche schaut.

In der Pfalz war es so üblich, daß bei Mischehen die Jungen nach dem Vater und die Mädels nach der Mutter getauft wurden.
Es gibt dort außerdem katholische, ev. lutherische und ev. reformierte KB. Um das richtige KB zu finden ist hier der Vermerk der Konfession von großem Vorteil.


Allerdings vergesse ich meist schon beim Erfassen der Person die Konfession einzutragen, da ich aber bei der Quelle natürlich die Konfession des KB vermerke, kann ich es immer nachvollziehen und nachtragen.
Meist mache ich das, wenn ich mir zur Kontrolle eine Tafel mit Konfession anzeigen lasse und wieder mal feststelle, daß ich es vergessen habe.
Gerade bei meinen Ahnen aus Ober- und Niederbayern ist es eigentlich nicht so wichtig, denn hier waren alle katholisch.
__________________
Viele Grüße .................................. .
Christine
.. .............
Wer sich das Alte noch einmal vor Augen führt, um das Neue zu erkennen, der kann anderen ein Lehrer sein.
(Konfuzius)

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  #18  
Alt 10.09.2020, 12:01
tvogel17 tvogel17 ist offline männlich
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Hallo zusammen,

also ich halte es eher für nachlässig, so ein wichtiges Merkmal bei der Vorfahrensuche NICHT festzuhalten.
Gerade bei wandernden Vorfahren ist das essentiell, um den Suchradius einzugrenzen. Oder um mögliche Anknüpfung an bereits erforschte Linien zu finden. Da kann man sich evtl. die Mühe sparen, einen katholischen mit einem evangelischen Müller/Meyer/Schmidt zusammenzubringen.
Gerade hier im konfessionell zerstückelten Franken werden die Papisten oder Acatholici schon unterschieden. Außerdem haben wir ja einen großen Teil lutherischer Österreicher und Oberpfälzer, die der Konfession halber exuliert sind.
Kitzinger Protestanten heiraten auch in der Regel eher ins evangelische Bad Windsheim als ins katholische Würzburg.
Oder in polnischen Gebieten vorpreußischer Zeit, wo es keine oder nur weit entfernte evangelischen Kirchen gab. Da wurde oft in der nahen katholischen Kirche getauft, aber unter Umständen in der entfernteren evangelischen geheiratet.
Außerdem ist für die Zugehörigkeit zu "den Polen" oder "den Deutschen" die Konfession schon ein wichtiges Merkmal.

Nur ein einziges Mal bin ich im 17. Jh. auch auf einen evangelisch konvertierten Juden gestoßen. Das war damals schon auch etwas besonderes und wurde im Kirchenbuch ausgiebig dokumentiert.

Soviel nur zu meinen Erfahrungen.

Viele Grüße
Thomas
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  #19  
Alt 10.09.2020, 13:41
Benutzerbild von Posamentierer
Posamentierer Posamentierer ist offline männlich
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Hallo,

in aller Regel halte ich die Konfession, sofern bekannt, fest.
Ich stamme aus einer Familie von Lutheranern, allerdings gelegentlich mit Reformierten verheiratet, oder als Dissidenten aus der Kirche ausgetreten, als dies nicht üblich war, ein anderer verteidigte nach der Reformation seinen katholischen Glauben sehr standhaft. Später heirateten Katholiken ein...

Meine Frau meinte aus einer katholischen Familie zu stammen, bis ich ihre Mennoniten und Lutheraner fand, von denen ein Teil nach Herrschaftswechsel konvertieren musste. Inzwischen gibt es dort auch Mormonen.

Bei mir scheint also mehr Bewegung in den Daten zu sein, als bei anderen.

Außerdem gibt es bei vielen Vorfahren nicht allzu viele Daten, die man festhalten kann. Und für jemanden, der sich nicht so in die Vorfahren vertieft, ist vielleicht nicht augenscheinlich, welchem Glauben jemand anhing - daher finde ich den Aufwand vertretbar und oftmals nicht uninteressant.
__________________
Lieben Gruß
Posamentierer
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  #20  
Alt 10.09.2020, 13:51
Benutzerbild von Scherfer
Scherfer Scherfer ist offline
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Hallo,

auch meine Vorfahren waren zu schätzungsweise über 95% Protestanten und auch ich muss gestehen, dass ich die Konfession eben deshalb nur selten notiere. Aber bei den Quellen ist es dann aufgrund der Kirchenbücher etc. zumindest nachvollziehbar. Weiß ich nicht, nach welchem Ritus eine Person getauft oder begraben wurde, dann trage ich lieber gar nichts ein als etwas Falsches.

Gleichzeitig ist es auch in meinen Augen definitiv eine wichtige Information! Denn gerade im Detail wird es dann ja interessant. Unter den verbleibenden ca. 5% meiner Vorfahrenlinien finden sich nämlich:
- katholische Vorfahren
- zum Christentum konvertierte Juden
- Anhänger christlicher Sekten (Schwenkfelder, hallo Gisela... )
- zwischenzeitlich auch Anhänger der Münsteraner Wiedertäufer
- innerhalb der Protestanten Lutheraner, Reformierte (Calvinisten) und ein Baptist
- Mitglieder der Herrnhuter Brüdergemeine (überkonfessionell christlich)

Bei all diesen habe ich die Religion selbstverständlich notiert und diese Information ist für die jeweilige Familiengeschichte auch eine unverzichtbare zusätzliche Information.

An einigen Stellen gehe ich sogar noch etwas weiter, denn unter meinen Vorfahren gab es einige durch die pietistischen Strömungen beeinflusste Pfarrer. Die könnte man zwar nominell als Protestanten eingruppieren, aber in der Praxis war zu dieser Zeit die gedankliche Fremdheit von anderen Protestanten doch enorm. Würde ich das nun ignorieren und sie als "normale" Protestanten verstehen, verlöre ich einen großen Teil des Verständnisses für die Lebensumstände und Geisteshaltungen dieser Familien. Und das ist es doch, was die Familienforschung ausmacht!

Geändert von Scherfer (10.09.2020 um 13:56 Uhr)
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