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  #11  
Alt 26.08.2020, 10:01
Benutzerbild von Tabatabei
Tabatabei Tabatabei ist offline weiblich
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Guten Morgen,

ich knappere auch gerade an einem solchen "unsicheren" Fall.

Die Urgroßmutter meiner Kinder (väterlicherseits) ist ein uneheliches Kind. Der Vater bekennt sich zu diesem Kind. Ich hab also seinen Namen, seinen Geburtsort, seinen Beruf, aber mir fehlt als letztes kleines Stück sein Geburtsdatum. Auch in der Vormundschaftsakte steht nichts weiter, als das was auf der Geburtsurkunde des Kindes steht.

Eigentlich kommt aus der entsprechenden Pfarrei nur einer in Frage, aber, ist er das wirklich ? Morgen schmeiß ich noch einen Blick auf den Meldebogen, in der Hoffnung das dort das unehelich Kind vermerkt ist.

Tja, was dann ? Mein Bauchgefühl sagt ja, aber ein gewisses Restrisiko, dass er es nicht ist, bleibt allemal.

Grüße
Taba
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  #12  
Alt 26.08.2020, 11:05
Amanita Amanita ist offline
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Zitat:
Zitat von Balle Beitrag anzeigen
Sicher kann man sich nie sein ob der Vater wirklich der Vater ist, nur weil der Pastor da einen Namen ins Buch geschrieben hat.
Nicht einmal das muß richtig sein.
Deswegen erlaube ich mir manchmal auch eine Entscheidung.....aber ich mache es mir nicht zu leicht.
Das ist natürlich dann der nächste Punkt!
Nicht alle der als Vater eingetragenen Männer werden tatsächlich auch Vater des entsprechenden Kindes sein, "Kuckuckskinder" gab und gibt es immer wieder - nur ist das für uns im Nachhinein, Jahrhunderte später, halt überhaupt nicht nachvollziehbar.

Da muss man dann ohnehin schon mal Abstriche an den Anspruch auf "absolute Gewissheit" machen.

Ich habe da auch einen ziemlich kuriosen Fall bei einem meiner Vorfahren, der 1830 als uneheliches Kind eingetragen wurde obwohl die Mutter verheiratet war. In einer Anmerkung schreibt der Pfarrer sinngemäß, dass es sich wohl um ein uneheliches Kind handeln müsse, da der Ehemann der Mutter seit einem Schiffsunglück auf der Donau vor drei Jahren als vermisst gelte. Und dann kommt das Kuriose: Fast hundert Jahre später, 1929, wird gemäß Verfügung der niederösterreichischen Landesregierung der Taufeintrag geändert - als Vater wird nun der (seit drei Jahren tote?) Ehemann eingefügt, dazu noch die entschiedene Anmerkung: "Das hier verzeichnete Kind ist ehelicher Geburt!"

Was es mit dieser Geschichte auf sich hat, beschäftigt mich sehr. Da bin ich noch am Weiterforschen.

Und ich denke halt auch, dass wir uns gewisse Entscheidungen in puncto Gewissheit erlauben dürfen, denn wenn wir auf hundertprozentige Sicherheit pochen, müssten wir die männlichen Linien ohnehin alle weglassen.
__________________
Liebe Grüße,
Karin
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  #13  
Alt 26.08.2020, 11:54
Benutzerbild von OlliL
OlliL OlliL ist offline männlich
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Moin,

ich habe auch so einen Fall, wo bei einer unehelichen Geburt von der Mutter der Vater angegeben wurde - später aber vermerkt ist, das lt. Königlichem Gerichtsurteil die Vaterschaft bei dem angegebenem Mann nicht vorliegt.
20 Jahre später tritt das Kind mit dem Familiennamen des angegebenen - aber gerichtlich "nicht richtigen" Vaters auf..... schwer für mich - aber - ich habe mich entschieden, keinen Vater einzutragen und das tote Ende zu akzeptieren

Viele Grüße,
OlliL
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  #14  
Alt 26.08.2020, 12:53
Lock Lock ist offline
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Hallo Zusammen

Eine gewisse Unsicherheit besteht ja immer, biologische und rechtliche Eltern müssen nicht immer übereinstimmen. Unabhängig ob das dokumentiert ist oder nicht.

Mein Fall sieht so aus.
Heiratseintrag im KB 1873, Angaben über Braut, Bräutigam und beide Elternpaare mit Stand/Beruf und Wohnort inclusive Adresse.
Und beinahe hätte ich es überlesen unter Bemerkungen steht ganz klein Pflegetochter.
Im selben KB finde ich aber auch den Geburtseintrag der Braut, Geburtsdatum und Eltern die gleichen, mit dem Zusatz 1.Kind 1.Ehe.
Das passt nun aber mit der Pflegetochter nicht zusammen. Ob ich den Wiederspruch auflösen kann im schlimmsten Fall bin ich bei einem toten Punkt den ich so hinnehmen muss.

Zur Thematik Namen hab ich auch noch etwas. Namen sind Schall und Rauch.
Die Frau getauft Henriette Wilhelmine später in diversen Dokumenten nur Minna genannt.
Und das geht noch besser
Getauft auf Johann Ernst Michael, zwischendurch Leopold Ernst genannt, verstorben als Rudolf. (der Tod wurde von der Schwiegertochter angezeigt, die wusste den richtigen Namen vielleicht nicht)
Es handelt sich zu 100+% um die selbe Person, Verwechslungen ausgeschlossen, da ich den kompletten Lebenslauf rekonstruiert habe. Von Geburt über Militärdienst und Abschied, Heirat und Bestallung als königl. Oberförster, Geburten und Ehen seiner Kinder bis zum Tod.

v.G Gerhardt
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  #15  
Alt 26.08.2020, 15:33
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Posamentierer Posamentierer ist offline männlich
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Guten Tag,

erst gestern bin ich wieder auf solch ein Problem gestoßen: In den Personenstandsregistern einer Ziviltrauung werden die Eltern des Bräutigams beide als verstorben angegeben. Der Bräutigam brauchte die Genehmigung der Familie, um heiraten zu dürfen. Allerdings sollte seine Mutter erste zwei Monate nach der Heirat sterben. Alle Angaben sind eindeutig und die Beteiligten klar.
Hier vermute ich, dass die Mutter krankheitsbedingt nicht mehr in der Lage war, der Hochzeit zuzustimmen und der Standesbeamte oder der Bräutigam dann die einfachste Lösung wählte, seine Mutter vorzeitig für verstorben zu erklären.
Unser Hobby bietet viele solcher Rätsel...
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Lieben Gruß
Posamentierer
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  #16  
Alt 05.09.2020, 01:00
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Araminta Araminta ist offline
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Ich habe aus einem Familienzweig ein Buch (zur Kopie) bekommen, das gilt als Allerheilgstes und wird nicht aus der Hand gegeben. Wie gesagt, ich konnte über 5 Ecken rankommen.
Seit Bistum Augsburg seine Matrikeln online gestellt hat, hatte mal Zeit diese zu überprüfen und leider stimmt da eher wenig.
Ich habe dadurch gute Anhaltspunkte aber entweder ist der Ort falsch oder das Datum stimmt nicht. Mittlerweile bin ich bei den Geburtsjahren - da passt fast gar nichts.
Daher kann ich nur jedem raten, so wie ich es hier auch gelernt habe, ALLE Daten zu überprüfen! und nichts einfach so zu übernehmen!

Ja und leider stimmen manchmal nicht mal die Kirchenbucheinträge. Aber auf irgendwas muss man sich doch verlassen können.
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  #17  
Alt 05.09.2020, 01:34
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Svenja Svenja ist offline weiblich
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Hallo Arminta

Ich bin auch immer noch mit dem Bistum Augsburg beschäftigt. Meine Vorfahren sind in jeder Generation wieder in einen anderen Ort gezogen. Bis jetzt hatte ich Glück und dank den Heiratseinträgen immer wieder den Anschluss gefunden. Aber ärgerlich ist, dass bei Ortsangaben nie die genaue Bezeichnung dabei steht. Zum Beispiel steht da nur Rettenbach, aber es gibt drei Rettenbach im Bistum Augsburg. Und ausgerechnet in Rettenbach am Auerberg gibts in der fraglichen Zeitspanne keine Original-KB und in den Abschriften scheint der fragliche Zeitraum auch zu fehlen.

Gruss
Svenja
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  #18  
Alt 05.09.2020, 01:45
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Araminta Araminta ist offline
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@Svenja genau das Thema habe ich auch. Meine Vorfahren kommen aus Markt Rettenbach aber alle anderen haben Rettenbach am Auerberg stehen weil irgendein Mensch das damals so festgelegt hat.
Jetzt kann ich "mein" Rettenbach nachweisen aber es scheint noch keinen zu interessieren.
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  #19  
Alt 06.09.2020, 14:18
guss guss ist offline weiblich
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@Svenja, du schreibst, dass du alle Daten in Word-Dokumente schreibst. Mich würde interessieren, wie du diese abspeicherst? Gibt es dazu eine Ordnerstruktur?

LG guss
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  #20  
Alt 06.09.2020, 17:09
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Svenja Svenja ist offline weiblich
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Hallo Guss

Das ist eine gute Frage. Ehrlich gesagt habe ich noch keine einheitliche Ordnerstruktur, nicht mal innerhalb meiner bayerischen Vorfahren.

Wenn man z. B. in einem Word-Dokument nur Kirchenbucheinträge von einem bestimmten Ort (aber über mehrere Generationen hinweg) gesammelt hat, könnte man es als "Kirchenbucheinträge Peiting Vorfahren Weber" abspeichern. Aber meistens habe ich da auch die Familienbücher mit drin und teilweise auch noch andere Quellen. Also würde besser passen "Kirchenbücher Familienbücher Peiting Vorfahren Weber".

Bei der aktuellen Suche im Ostallgäu kommmt noch dazu, dass jede Generation wieder in einen anderen Ort gezogen ist, und eine Familie hat nach der Heirat sogar in vier Orten gelebt. Ich möchte aber nicht für jede Generation und jeden Ort ein separates Word Dokument erstellen. Das macht meines Erachtens keinen Sinn wenn die Eltern in den Orten A und B geboren wurden, deren Heirat im Ort C stattfand und die Kinder in den Orten C und D geboren wurden.

Momentan habe ich alle vier Hauptlinien im Ostallgäu noch in einem Dokument, werde es aber wohl in vier Teile aufteilen, nämlich in die Linien Boeck, Rauch, Pracht und Sporer. Daneben wird es noch ein 5. Dokument geben mit den Nebenlinien Beinberger-Schorer und Mahler-Beinberger.

Hier die Kurz-Zusammenfassung auf meiner Website (1. Ort = Geburtsort, 2. Ort = Heiratsort und/oder späterer Wohnort
Vorfahren Andreas Boeck und Theresia Rauch
https://iten-genealogie.jimdofree.co...6ck-und-rauch/
Vorfahren Engelbert Pracht und Viktoria Sporer
https://iten-genealogie.jimdofree.co...ht-und-sporer/

Gruss
Svenja
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Geändert von Svenja (06.09.2020 um 17:41 Uhr)
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