#51  
Alt 14.09.2020, 17:04
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Gudrid Gudrid ist offline weiblich
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Genau vor 100 Jahren wurde das Bild links oben aufgenommen, meine Großeltern, er 27 Jahre alt, sie 22 Jahre alt. Ein Jahr später kam mein Vater zur Welt.

Ich habe zwar Kinder und Enkelkinder, aber was später mit meinen erforschten Erkenntnissen passiert, ist mir wurscht. Ich forsche ja für mich, mich interessiert, wo ich herkomme.
Und im Hinterkopf habe ich immer, meinen Vater hätte es sehr gefreut, etwas über seine Abstammung zu erfahren.
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Liebe Grüße
Gudrid

Lieber barfuß als ohne Buch (Isländisches Sprichwort)
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  #52  
Alt 14.09.2020, 19:41
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Sehr interesante Familiengeschichten !!
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wenn man den Nachbarshund zum angeln mitnimmt, ist wenigstens die Köterfrage geklärt
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  #53  
Alt 14.09.2020, 20:27
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September 1920:

Alle acht Urgroßeltern sind am Leben. Als einziger Kriegsverlust ist der älteste Bruder meines väterlichen Großvaters zu betrauern (1916, Frankreich, Hawthorn Ridge).

8+9: Urgroßvater Otto Gottfried Brucklacher versieht seinen Lehrerdienst als Oberreallehrer in Heilbronn, seine Frau Katharina geb. Binder leidet sehr unter dem Tod des ältesten Sohnes, und einiger jüngerer Geschwister, die entweder früh starben oder Todgeburten waren. Zudem ist der Gatte recht tyrannisch (was zu dieser Zeit ja oft vorkam), allerdings schafft sie es sich trotzdem Freiräume zu schaffen, wen sie wegen ihrer Depressionen nicht in der Lage war zu Kochen, und dann merkte "gleich kommt der Otto heim" geing sie rasch "ins Gärtle zum häckla", wenn dann Uropa erschien und bemängelte das kein Essen auf dem Tisch stand, war er durch die Aussage " oh ich musste sooo viekl Unkraut jäten" sofort beruhigt, als Landwirtssohn und Nachbar einer Gärtnerei,forderte er akkurat gepflegte Beete im Hausgarten.
Der zweitjüngste Sohn Alfred (mein Großvater 5) war 1920 siebzehn Jahre alt. Ob er schon damals ans "poussieren" (heutzutage würde man "mit jemandem gehen" sagen) mit der ein Jahr älteren Nachbarstochter Eugenie Berta Wieland aus der Gärtnerei dachte ? Oder war die schulische Vorbereitung auf die Reifeprüfung (Abitur) da eher im Zentrum seines Denkens ?

10+11: Die Nachbarn, die Gärtnerseheleute Wieland , lebten mit ihren drei Töchtern auf eigener Scholle, und produzierten Gemüse und Blumen, die als Gestecke und Kränze auf dem Wochenmarkt von den Töcjtern, später auch im eigenen Lädle verkauft wurden. Urgroßvater Herrman Georg Wieland, Gärtnermeister, hatte die Gärtnerei selbst aufgebaut, er stammte aus einer Wengerterfamilie, sein Vater starb 1917, aber nicht durch Kriegseinwirkung, 72igjährig. Hermanns Mutter stammte ebenfalls aus einer Wengerterfamilie. Seine Gattin, Urgroßmutter Marie Wilhelmine geb. Hammer stammte aus einer nahegelegenen Gärtnerei, die Ihr Vater aus Beutelsbach stammender Vater zusammen mit seiner Frau Wilhelmine Friederike geb. Kaiser (aus Kirchheim/Teck) aufgebaut hatte. Dies Gärtnerei führte dann ein Bruder Maries und dessen Nachkommen, bis fast in die Gegenwart. Die Wielandsche Gärtnerei wurde von einer Schwetser meiner Oma mit ihrem Mann übernommen und auch bis fast in die Gegenwart geführt.

12+13 Urgroßvater Johann Georg Röck betreibt in Stuttgart-Gablenberg eine Schreinerei. Seine Frau Mathilde geb. Falk wird in vier Jahren sterben. Dann steht er alleine mit einem angenommenen Sohn (uneheliches Kind von Mathilde), drei Mädchen (davon einmal Zwillinge) und einem eigenen Sohn (mein Großvater mütterlicherseits) ersteinmal alleine da. Aber das ist momentan (1920) ja noch Zukunftsmusik. Mein Großvater ist elf Jahre alt, nach dem Tod seiner Mutter wird er eine Handelslehre anfangen, und noch auf eine Handelschuile gehen, sprich er verläßt das Elternhaus mit 15. Später hat er es zum Fillialleiter der Dresdner Bank in Bad Cannstadt gebracht. Seine Frau Mathilde geb. Herr lernt er erst sehr viel später kennen, da diese an der württembergischen Landesgrenze in Enzberg aufwächst.

Johann Georgs Mutter Rosine Röck ist bereits 1917 gestorben, sein unehelicher Vater Konrad Böhm stirbt 1929. Die Eltern von Johann Georgs Frau Mathilde, Andreas Falk und Katharina Barbara Utz sind schon 1891 und 1914 gestorben.

14+15 Urgroßvater Johann Georg Herr versieht seinen Dienst als Eisenbahner an seinem Wohnort Enzberg. Er beginnt ein eigenes Haus zu bauen, allerdinsg stirbt er 1927, was die Familie in finanzielle Nöte stürzt, die Bankwill das Haus pfänden., weil die Raten nicht bezahlt werden können, als dann die Tochter des Urgroßvaters aus erster Ehe mit einspringt, lenkt die Bank ein, das Haus belibt in der Familie, Urgroßmutter Caroline Friederike geb. Rempp muß aber weiter sehr sparsam wirtschaften. Ihre überlebenden Kinder sind zwei Töchter und ein Sohn. Dieser ist der älteste und 1920 bereits 22 Jahre alt. Er wird später Missionsarzt bei der Basler Mission in China. Die ältere der beiden Schwestern ist meine Großmutter, sie ist 1920 18 Jahre alt (also deutlich älter als ihr späterer Ehemann Helmut Röck)
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  #54  
Alt 14.09.2020, 20:31
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consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Zitat von Matthias Möser Beitrag anzeigen
Gute Frage oben, wenn die Spezie Mensch in dem Tempo der Umweltzerstörung und Maßlosigkeit ( z.B Fleischwirtschaft mit Massenproduktion auf Ramschlevel) etc. etc. so weitermacht, bestimmt nicht mehr lange.
You always get what you pay for. Der Verbraucher will nichts ausgeben für Lebensmittel, also bekommt er Ramsch. Ich kann für den Preis eines Dacia auch keinen Rolls Royce erwarten. Alleine der Verbraucher als wesentlicher Teil des Systems hat es in der Hand, was wo auf welche Weise erzeugt wird. Gilt übrigens nicht nur für die Landwirtschaft. Nur mal zum Nachdenken...
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Suche:

Johann Christian KROHNFUSS, Jäger, * um 1790
Anton BLANKE, Halbspänner in Klein Rhüden, * um 1750
Johann Andreas MAASBERG, Bürger und Windmüllermeister in Peine, * um 1730
Daniel KRÜGER, Amtmann und Gutspächter in Bredenfelde,* um 1720
Johann Georg KNOPF d. Ä., Arrendator in Schauen, * um 1660
Dorothea v. NETTELHORST a. d. H. Kapsehden, * um 1600
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