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  #11  
Alt 31.05.2018, 00:43
consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Ich denke, ich konnte "Grow" lokalisieren. Allem Anschein nach handelt es sich um Grub, welches südöstlich von Suhl liegt. Ich bin mir noch nicht hundertprozentig sicher, aber es deutet erdrückend viel darauf hin. Somit hat der dort ansässige Friedrich vom Rode nichts mit den von dem Rode zu tun, denen ich auf der Spur bin.

Vielen Dank an alle Helfer!
__________________
Gruß

Geändert von consanguineus (31.05.2018 um 23:02 Uhr)
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  #12  
Alt 25.08.2018, 10:52
consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Guten Morgen!

Es hat sich herausgestellt, daß meine Frage nach dem Ort "Grow" noch keineswegs gelöst ist. Da habe ich wohl zu schnell Hurra geschrieen. Nachdem die Administration freundlicherweise auf meine Bitte hin den Status auf "ungelöst" zurückgesetzt hat, lege ich noch einmal nach.

Siebmacher beschreibt das Wappen einer ausgestorbenen Familie v. Rode II, welches ein Stiergehörn zeigt. Diese Familie v. Rode soll der Ritterschaft des Stifts Naumburg angehört haben, was natürlich insofern interessant ist, als die Urkunde, in der Friedrich vom Rode "zu Grow" als Bürge auftritt, im Jahre 1388 in Naumburg ausgestellt wurde. "Im 15. Jahrhundert zeigt sich unter der Ritterschaft des Stifts Naumburg ein Geschlecht v. Rode, von dem ein Mitglied 1419 das Gut "Krolph" besaß." Ich habe das Gefühl, hier auf der heißen Spur zu sein!

Leider gibt es für Sachsen-Anhalt, anders als für Sachsen, keine Datenbank historischer Ortsnamen. Ich habe also bei Google "Naumburg" eingegeben um dort vielleicht einen Hinweis zu bekommen. Tatsächlich gibt es einen Statdtteil "Crölpa-Löbschütz", ein Doppeldorf, welches 2010 zu Naumburg eingemeindet wurde. Wikipedia weiß: "Die Ortsteile befinden sich im Saale-Unstrut-Triasland, auf einer Hochfläche östlich der Saale. Sie liegt etwa 8 km südwestlich von Naumburg bzw. 3 km südlich von Bad Kösen am Beginn des überlössten Hügellandes um Zeitz" und "Die Dörfer befinden sich in Sichtweite der Rudelsburg und gehörten über die Jahrhunderte zu diesem Besitz."

Siebmacher kennt noch eine weitere Familie v. Rode I, ebenfalls Naumburgisch, welche jedoch ein anderes Wappen führte (quergeteilt, unten 5 Kugeln, 3. 2.). Wir lesen: "Dietrich v. Rode (Anmerkung von mir: nicht zu den Naumburgischen Rodes gehörend!), in Thüringen seßhaft, bedient sich 1381 eines Helmsiegels. Ob zu seinem Stamme die Gebrüder Albrecht und Heinrich v. R., Burgmannen zu Rudelsburg 1293 gehören (Anmerkung von mir: nicht zu den v. Rode I gehörend, also der Familie mit den 5 Kugeln im Wappen), ist zu untersuchen."

Meine Idee ist nun: wenn dieser Ort Crölpa bei Naumburg zum Besitz der Rudelsburg gehörte, wäre es ziemlich wahrscheinlich, daß Güter in diesem Ort als Burglehen an die dortige Burgmannschaft ausgetan wurden. Vielleicht auch an die Rudelsburger Burgmannen Albrecht und Heinrich v. Rode. Somit könnte jener Friedrich vom Rode zu Grow ein Nachkomme der Rudelsburger Burgmannen v. Rode sein, vermutlich war er selbst ein solcher. Meine Theorie: frühere Schreibweisen von Crölpa könnten Grow (1388) oder Krolph (1419) und noch um 1900 Grölpa gewesen sein.

Frage an Euch: ist meine Vermutung einigermaßen realistisch, oder bin ich wieder auf der falschen Spur?

Interessanterweise führten sämtliche Rodes aus dem Raum Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt (mit Ausnahme der Familie mit den 5 Kugeln im Wappen, welche in Holleben, Schkopau und Klein Lauchstädt saß und der Familie mit dem Mühleisen im Wappen, welches sie erstens zur Reichsstadt Mühlhausen gehörend kennzeichnet, welches zweitens von verschiedenen Mühlhäuser Ministerialenfamilien geführt wurde und welches daher drittens kaum Bestandteil des Stammwappens einer bestimmten Familie sein kann) das gleiche oder ein ähnliches Siegel/Wappen: zwei Büffelhörner, entweder mit Grind oder auf einem Helm, manchmal mit Federn oder Fähnlein besteckt. Helmzier sind immer Büffelhörner. Ich gehe davon aus, daß das kein Zufall ist, und daß die (laut Siebmacher) voneinander verschiedenen Familien v. Rode aus dem Raum Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, zumindest einige von ihnen, trotz ihres Allerweltsnamens verwandtschaftlich doch mehr miteinander zu tun haben als bisher bekannt ist. Aber das nur nebenbei.

Ein schönes Wochenende wünscht consanguineus
__________________
Gruß

Geändert von consanguineus (25.08.2018 um 15:37 Uhr)
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