#1  
Alt 12.09.2017, 20:06
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Wildgrubin Wildgrubin ist offline weiblich
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Hallo,
ich suche alle Informationen zur Familie Tschirschke aus Zölling (auch Zöllnig genannt) Kreis Freystadt in Niederschlesien. Anne Elisabeth Tschirschke (im Taufeintrag der Tochter steht "Tschirschkin") lebte dort im Jahre 1798 und war mit Gottfried Härtel verheiratet.
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  #2  
Alt 18.09.2017, 12:11
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Hallo Wildgrubin

Ich habe selber Vorfahren in dieser Gegend und schaue mir darum von Zeit zu Zeit in einer "Forschungsstelle" Kirchenbücher von den Dörfern rund um Neustädtel an. So vor ein paar Wochen das kath. KB von Grossenborau, und auf dem Film (Nr. 1538927) war auch Zölling dabei. Nach dem Namen Tschirschke hatte ich natürlich nicht Ausschau gehalten, aber ich kann das in Zukunft gerne tun.

Im Taufbuch von Poppschütz kommt der Name ziemlich sicher nicht vor (bloss Tschirschnitz), und in Lindau (glaube ich) auch nicht.

Die einzigen Tschi(e)rschke die ich im Moment beitragen kann, sind aus dem Kreis Grünberg:

- Den 1.9.1814 getauft in Drentkau: Johanna Maria, Vater Franz Fränzel, Häusler, Mutter Anna M. geb. Tschirschkin.
- Den 31.1.1844 geheiratet in Grünberg: Huf- und Waffenschmidtmeister Joh. Christian Tschierschke und Jgfr. Henriette Caroline Schmidt. (Sowie 5 Kinder aus dieser Ehe).

Gruss, Ronny
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  #3  
Alt 18.09.2017, 23:48
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Hallo Ronny,

vielen Dank für Deine Antwort! Ich hatte meine Tschirschke aus Zölling im evangelischen Kirchenbuch von Freystadt gefunden. Die Dame aus dem Grünberger Archiv hatte für mich den Taufeintrag der Tochter (geboren 1798) herausgesucht, und so habe ich vom Namen Tschirschke erfahren. Es kann sein, daß im Kirchenbuch von Grossenborau nur die katholischen Einträge zu finden sind. Leider fängt das Freystädter Kirchenbuch erst 1794 an, so daß ich den Geburtseintrag von Anne Elisabeth Tschirschke dort nicht finden werde - es sei denn, sie wäre gar nicht in Zölling geboren, sondern in einem anderen Dorf, welches zu einem anderen Kirchspiel gehört. Sie lebte zwar in Zölling und gebar dort ihre Tochter, aber das heißt ja nicht, daß sie dort auch geboren sein muß.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ach, da Du Tschirschnitz erwähnst: Im Taufeintrag heißt einer der Paten des Kindes tatsächlich auch Tschirschnitz!

Vielen Dank für die Infos zu den anderen Tschirschkes, vielleicht gibt es da ja eine Verbindung.

Viele Grüße

Geändert von Wildgrubin (18.09.2017 um 23:54 Uhr)
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  #4  
Alt 24.09.2017, 12:03
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Zitat:
Zitat von Wildgrubin Beitrag anzeigen
Es kann sein, daß im Kirchenbuch von Grossenborau nur die katholischen Einträge zu finden sind.
Hallo Wildgrubin

Nein, es sind mehrheitlich (evtl. sogar ausschliesslich) evangelische Einträge. Der Film enthält noch andere Sachen als der Titel vermuten lässt.

Wenn Du auf https://www.familysearch.org/search/...Open=403597-50
gehst, siehst Du drei Links
"Kirchenbuch, 1700-1757"
"Kirchenbuch, 1700-1757"
"Kirchenbuch, 1794-1870"

Der erste Link ist das, wovon ich im ersten Post gesprochen hatte. Der zweite Link führt auf eine ältere Verfilmung des gleichen Inhalts. Dieser ist online einsehbar. Den dritten Link habe ich nicht angeschaut, weil für mich der Zeitraum weniger relevant ist.

Wenn Du jetzt den mittleren Link öffnest, siehst Du nach den zwei Filmen (mit Kamerasymbol) die Liste der Microfiches. Die Fiches haben den gleichen Inhalt wie die Filme, aber die Angaben sind hier detaillierter. Die ersten 4 Fiches sind mit "Freystadt & Zölling" bezeichnet. Das stimmt nicht ganz, denn es geht nicht um Freystadt, sondern um einige Dörfer ausserhalb von Freystadt (wovon Zölling das Grösste zu sein scheint). Erst die folgenden Fiches gehören dann tatsächlich zu Grossenborau, und die letzten dann zu Hartau.

Auf die Filme übertragen heisst das: Der Anfang des Films 1203015 ist ein Taufbuch von Zölling (und Umgebung), dann Heiraten, etc.

Bei Bild 117 https://www.familysearch.org/ark:/61...116&cat=356824 beginnt z.B. das Trauungsbuch und da steht "lutherisch" auf dem Titelblatt. Auf der folgenden Seite dann die ersten 6 Heiratseinträge, 5 davon mit Braut oder Bräutigam aus Zölling.

Beim Taufbuch fehlt leider das Titelblatt und auf Bild 4 etc. finde ich keinen Hinweis auf die Konfession. Aber für katholische Taufen wären es viel zu viele. Weiter hinten, auf Bild 116 steht bei allen Taufen: "ward vor Freystadt von einem lutherischen Prädicanten getaufft".

Wenn es nicht ein halbes Jahrhundert zu früh wäre, wäre es eigentlich genau was Du suchst

Gruss, Ronny
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  #5  
Alt 25.09.2017, 12:35
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Hallo Ronny,

mensch, das ist ja fantastisch; da werde ich gleich mal nachschauen. Ich danke Dir recht herzlich!

Viele Grüße
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  #6  
Alt 25.09.2017, 13:32
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Schade, daß der zeitliche Zwischenraum fehlt. Anne Elisabeth Tschirschke müßte etwa zwischen 1775 und 1798 geheiratet haben und zwischen 1755 und 1778 geboren worden sein, wenn man die Geburt ihrer Tochter im Jahre 1798 betrachtet.
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  #7  
Alt 26.09.2017, 11:25
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
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Zitat:
Zitat von rpeikert Beitrag anzeigen
Nein, es sind mehrheitlich (evtl. sogar ausschliesslich) evangelische Einträge.
Gratuliere zu diesem Fund - das ist in den letzten 100 Jahren schlesischer Familienforschung noch keinem aufgefallen. Sehr schön!

Zur Erklärung: In Schlesien waren einst (fast) alle Kirchen evangelisch. So auch die alte (vor 1233!) in Zölling. Erst der 30jährige Krieg und der anschl. Friedensvertrag ermöglichte es dem kath. Kaiser, den Schlesiern ihre Kirchen mit Gewalt wegzunehmen. In Zölling passierte dies am 21.2.1654, als der ev. Pf. Joachim Rothe aus seiner Kirche verjagt wurde. Normalerweise blieben die Kirchen anschl. ungenutzt, weil die kath. Kirche kein Personal für über 1000 neue Kirchen hatte. Da die Kirche aber dem Kollegialstift in Glogau unterstand, kam ein kath. Pater nach Zölling - der aber prakt. arbeitslos blieb, weil die Ev. sich entweder zur Friedenskirche in Glogau oder zur Grenzkirche in Jeschkendorf hielten. So zählte man noch 1724 in Zölling gerade mal 16 Katholiken bei über 500 Evangelischen. Nach dem 7jährigen Krieg, Schlesien war mittlerweile preußisch und damit auch mehr oder weniger von der kath. Kirche befreit, war eine eigene Pfarrei in Zölling nicht mehr länger für die paar Katholiken zu betreiben und die Kirche wurde 1767 zur Filiale von Großenborau. Das blieb so bis zum Ende, und die Polen machten Zölling auch nur zur Filiale von zuletzt Freystadt.

Jetzt zu den KB: Schlesien hat mit dem Randt ein sehr gutes Verzeichnis des KB-Bestandes aus den 1930er Jahren. Danach führten die kath. Pf für Zölling: Tf 1733-1764, 1777-1900, Tr 1733-1762, 1795-1898, Bg 1733-1759, 1766-1900.
Der erste Bd. beginnt demnach 1733 (warum auch immer) und wurde bis in den 7jährigen Krieg genutzt. Im Erzbistumsarchiv Breslau - und damit von den Mormonen verfilmt -, befindet sich aber ein Bd. Tf 1711-1731, Tr 1709-1721, Bg 1712-1715. Also viel früher als 1733. Aber wo kommt der jetzt her? Zölling wurde ja Filiale von Großenborau. Dort listet Randt aber auf: Tf 1711-1731, 1802-1937, Tr 1700-1743, 1752-1793, 1802-1937, Bg 1700-1743, 1802-1937. Demach wurde der Bd. aus Zölling mit dem Bestand aus Großenborau vertauscht. Als man die Pfarrarchive ordnete, gab man den Bd. aus Zölling zur Mutterkirche nach Großenborau u. behielt nur die KB ab 1733 in Zölling. Warum tat man dies?

Der Kaiser mußte aus außenpolitschen Gründen und vor allem aufgrund schwedischer Intervention seine schändliche Religionspolitik in Schlesien aufgeben und so erhielten die Schlesier Anfang des 18. Jhd. u.a. 6 Gnadenkirchen, darunter auch 1709 die Kirche Zum Weinberge Jesu in Freystadt. Die ev. Gemeinde aus Zölling mußte nun nicht mehr ins 30 km entfernte Glogau oder Jeschkendorf zur Tf oder Tr gehen, sondern ins 3-4 km entfernte Freystadt. Genau 1709 beginnt aber das Tr-Register aus Zölling. Es kann sich m. E. nur um ein eigentlich ev. KB handeln, das der 'arbeitslose' Pater von Zölling wegen der neuen Freystadter Kirche anlegte. Weil es eben kein kath. KB war, gab man es später ins Pfarrarchiv nach Großenborau ab. Was aber bisher anscheinend noch niemand aufgefallen ist ...

Bleibt die Frage nach dem Verbleib der eigentlichen KB von Zölling - also 1733 ff. Die Mormonen haben sie nicht, in den Erzbistumsarchiven Grünberg und Breslau sind sie auch nicht und die übrigen poln. Quellen schweigen ebenso darüber - sie wurden also vem. vernichtet oder liegen auf irgendeinem poln.-kath. Pfarrhausspeicher und verderben vor sich hin ...
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  #8  
Alt 26.09.2017, 15:48
rpeikert rpeikert ist offline
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Hallo Kleinschmid

Vielen Dank für die interessanten Informationen. Deine Vermutung klingt für mich plausibel, ich bin da aber ein absoluter Laie. Vielleicht darf ich Dein Geschichtswissen noch in einer verwandten Frage anzapfen (und Wildgrubin's Thread missbrauchen, sorry). Mir ist nicht wirklich klar wie die Kirchenbücher in dieser Region organisiert waren. Es scheint mir dass nicht wie andernorts ein Buch pro Kirche geführt wurde, sondern eher ein Buch pro Dorf (d.h. dessen Einwohner, unabhängig davon wo sie ihre Kinder taufen liessen). Als Beispiel das Taufbuch von Poppschütz https://www.familysearch.org/ark:/61...-CS64-F7KL?i=3 wo zwar immer die Eltern in Poppschütz (resp. dessen Kirchspiel) gewohnt hatten, aber höchstens 10% der Taufen in Poppschütz selber stattfanden, die meisten dagegen an z.T. weit entfernten Orten wie Glogau, Freystadt, Milkau oder Neustädtel. Ich gehe davon aus, dass in den KB dieser Orte die Taufen dann nicht eingetragen wurden(?). Zumindest im Fall von Neustädtel scheint das so zu sein.

Im Taufbuch 1719-1763 von Neustädtel (Film 1539027 Item 1) ist es ähnlich: es gibt darin sowohl katholische Taufen in Neustädtel wie auch evangelische Taufen in Freystadt. Die Eltern waren immer aus Neustädtel (und eben nicht z.B. aus Poppschütz).

Der Hintergrund meiner Frage ist: Ich suche meinen 4xUropa in väterlicher Linie, Johann Balthasar Peucker(t), Dreschgärtner in Ober-Lindau (das kirchlich leider nicht zu Lindau sondern zu Poppschütz gehörte), und seine Frau Anna Hedwig Marquart. Fünf Kinder wurden zwischen 1784 und 1798 in Milkau resp. Neustädtel getauft, und die Taufen alle im Taufbuch von Milkau eingetragen. Ein Trauungsbuch ab 1774 existiert leider offenbar nicht mehr. Und meine "uninformierte Suche" in KB umliegender Orte war bisher erfolglos, sowohl in Bezug auf die Heirat (um 1780) als auch die Taufe von Johann Balthasar (um 1750?). Aber Du bist bestimmt über die damaligen Geschehnisse auch an diesen Orten gut informiert, und kannst mir vielleicht einen Tipp geben, wie ich weiter vorgehen könnte. Wäre super und ich wäre Dir natürlich sehr dankbar.

Ronny
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  #9  
Alt 26.09.2017, 19:52
Horst von Linie 1 Horst von Linie 1 ist offline
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Zitat:
Zitat von rpeikert Beitrag anzeigen
Glogau, Freystadt, Milkau oder Neustädtel. Ich gehe davon aus, dass in den KB dieser Orte die Taufen dann nicht eingetragen wurden(?).
Guten Abend,
vor Glogau lag seit ca. 1648 die evangelische Friedenskirche. Ich denke, dass mit "zu Glogau" dieselbe Kirche gemeint war.
Milkau hatte eine katholische Kirche. Warum die Katholiken aus Poppschütz dorthin gingen? St. Michael in Poppschütz war Filialkirche von Milkau. Die Entfernung kann demnach so groß gar nicht gewesen sein
Im besten Fall waren in diesen Dörfern nur die Familien von Wiedemuthspächter, Bräuer und Küster katholisch.
Freystadt bekam 1709 eine Gnadenkirche, demnach sollten nach 1709 auch keine Taufen in Glogau mehr verzeichnet sein.
Und Neustädtel erhielt 1741 eine evangelische Gemeinde. Fortan gingen die Poppschützer dorthin in die Kirche. Im katholischen Kirchenbuch von Neustädtel sind sie folgerichtig nicht zu finden.

Die evangelischen Taufen wurden grundsätzlich auch in den Kirchenbüchern der Friedens- und Gnadenkirchen eingetragen. Aufgrund der Menge an Täuflingen mag da schon einmal etwas vergessen gegangen sein.

Bis 1756 bestand auch im preußisch gewordenen Schlesien der Pfarrzwang, das heißt, die Evangelischen mussten beim katholischen Pfarrer Taufen und Heiraten eintragen lassen. Er bekam hierfür die Stolgebühren. Sehr lukrativ angesichts der wenigen Schäflein in der Poppschützer Filiale.

Aber waren Deine Vorfahren nicht katholisch?
__________________
Freundliche Grüße.
Fahr mal wieder U-Bahn. Linie 1.

Geändert von Horst von Linie 1 (26.09.2017 um 20:06 Uhr)
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  #10  
Alt 26.09.2017, 23:01
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
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Poppschütz, Krs. Freystadt, war ebenfalls bis 1654 evangelisch, aber mit weltlichem Patronat u. wurde Filiale von Milkau. KB war vorhanden: Tf,Tr,Bg 1670-1763. Wenn als Tauforte angegeben wurde, bedeutet dies:
Milkau - war eben der eigentliche Pfarrsitz, wenn der kath. Pfarrer also nicht nach Poppschütz kommen wollte/konnte.
Glogau - war die ev. Fluchtkirche der Poppschützer ev. Gm seit 25.12.1652.
Freystadt - war die ev. Fluchtkirche der Poppschützer ev. Gm. seit 1709.
Neustädtel - war die ev. Fluchtkirche der Poppschützer ev. Gm. seit 1741 und blieb später auch die zust. Pfarrei nach der pr. Befreiung bzw. nach dem 7jährigen Krieg.

Nein, die Eintragungen fanden sich zweimal: 1x im kath. KB vor Ort und 1x im ev. KB der jeweiligen Fluchtkirche. Doch, die war auch in Neustädtel, allerdings im ev. KB, was ja heute nicht mehr vorhanden ist. Jedoch gibt es Berichte über die wirklich 'großen' Fluchtkirchen (mit 1-2000 Tf /Jahr), wo man mitunter gar nicht hinterherkam mit der KB-Führung. Da wurde mitunter sicher mal eine Tf übersehen.

Neustädtel ist dann analog zu Poppschütz. Also seit 1652 nach Glogau und später nach Freystadt, bis man 1741 wieder einen ev. Pfarrer vor Ort hatte. Eintragungen der Ev. finden sich aber bis in die 1760er Jahre in den kath. KB, weil Friedrich nicht sofort den Pfarrzwang aufhob. Erst als sich die kath. Kirche in Schlesien offen gegen ihn stellte, machte er ein Ende damit.

Da hier aber die Vorfahren "... zwischen 1784 und 1798 in Milkau resp. Neustädtel getauft" wurden, waren sie offensichtlich katholisch, und haben mit den oben beschriebenen Gegebenheiten nichts zu tun.

Lindau hatte 2 Anteile: a gehörte dem Glogauer Domkapitel, b hatten einen adligen Eigentümer. Tatsächlich gehörte Lindau a zu Poppschütz. Im Pfarrbezirk der Mutterkirche Milkau waren 1720 etwa die Hälfte katholisch - was durchaus bemerkenswert für die Gegend war. Das müßte man noch näher untersuchen. Es dreht sich hier also nur um die KB Poppschütz, die gab es bis 1763 und wurden dann in Milkau fortgeschrieben. Die dortigen KB waren vorhanden von: Tf, Tr 1670 u. Bg 1767. Wo ist aber jetzt das Problem?

Tf Poppschütz ist vorhanden: 1670-1768. Wenn der Johann * ~1750, dann stammt er also nicht aus Lindau a. Tr Poppschütz ist bis 1766 vorhanden. Leider enden die vorhanden KB Milkau auch bei 1766. Kaps schreibt, daß die Milkauer KB zuletzt im Pfarramt Neustädtel waren. Es handelte sich um 2 Bde.: Tf 1873-1939, Tr 1863-1946. Sie kamen ins Bistumsarchiv Grünberg. Demnach fehlt Tr 1767-1863.

Kommt den der Mädchenname der Ehefrau im KB Poppschütz/Milkau vor - also hat Johann ein Mädchen aus Lindau geheiratet? Wenn die Familie Gärtner stellte, was sagt denn der Karolinische Kataster aus den 1720er Jahren zu Peucker(t)?
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