#1  
Alt 29.05.2021, 18:06
hionoxy hionoxy ist offline
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Standard Uropa in der Totenkopf-SS

Guten Tag,

mein Uropa Josef Bayrle, geboren am 13.9.1926 in Augsburg, war laut mütterlicher Familie bei der Totenkopf-SS und wohl auch in Afrika mit dabei, wo er sich »Malaria« eingefangen habe – laut Oma. Da ich meiner Familie bei der Korrektheit der Informationen nicht traue, habe ich vor zwei Jahren oder so beim Bundesarchiv angefragt. Die konnten leider nichts finden.

Das aber an der Geschichte etwas dran ist, wage ich gar nicht zu bezweifeln, weil mein Uropa auf der Flucht in den Elsass meine Uroma aus Stuttgart kennengelernt hat. Er soll ein Tattoo gehabt haben weswegen er Angst vor einer Verurteilung durch die Alliierten hatte.

Um die Frage verkürzt zu stellen: wenn das Bundesarchiv nichts weiß – und zugegeben, er war sehr jung – besteht dann eine Chance überhaupt eine konkrete Quelle zu finden? Er war ja vermutlich eher bei den letzten Mobilisierungen dabei.

Besten Dank
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Geändert von hionoxy (29.05.2021 um 18:13 Uhr)
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  #2  
Alt 29.05.2021, 18:15
Kasstor Kasstor ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von hionoxy Beitrag anzeigen
Guten Tag,

mein Uropa Josef Bayrle, geboren am 13.9.1926 in Augsburg, war laut mütterlicher Familie bei der Totenkopf-SS und wohl auch in Afrika mit dabei, wo er sich »Malaria« eingefangen habe – laut Oma. Da ich meiner Familie bei der Korrektheit der Informationen nicht traue, habe ich vor zwei Jahren oder so beim Bundesarchiv angefragt. Die konnten leider nichts finden.

Das aber an der Geschichte etwas dran ist, wage ich gar nicht zu bezweifeln, weil mein Uropa auf der Flucht in den Elsass meine Uroma aus Stuttgart kennengelernt hat. Er soll ein Tattoo gehabt haben.

Um die Frage verkürzt zu stellen: wenn das Bundesarchiv nichts weiß – und zugegeben, er war sehr jung – besteht dann eine Chance überhaupt eine konkrete Quelle zu finden? Er war ja vermutlich eher bei den letzten Mobilisierungen dabei.

Besten Dank
Nur zu einem Punkt: - mit in Afrika dabei - wo denn da bitte? Als der Afrikafeldzug vorbei war, war dein Vorfahre noch nicht mal 17.

Grüße

Thomas
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FN Pein (Quickborn vor 1830), FN Hinsch (Poppenbüttel, Schenefeld), FN Holle (Hamburg, Lüchow?), FN Ludwig/Niesel (Frankenstein/Habelschwerdt) FN Tönnies (Meelva bei Karuse-Estland, später Hamburg), FN Lindloff (Altona, Lüneburg, Suderburg)
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  #3  
Alt 29.05.2021, 18:23
hionoxy hionoxy ist offline
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Zitat:
Zitat von Kasstor Beitrag anzeigen
Nur zu einem Punkt: - mit in Afrika dabei - wo denn da bitte? Als der Afrikafeldzug vorbei war, war dein Vorfahre noch nicht mal 17.

Grüße

Thomas
Ja, das konnte sie nicht konkretisieren. Deshalb wollte ich auch konkrete Quellen auffinden. Ich zweifle auch an fast jedem Wort das meinte Oma jemals sagt, weil sie doch einen recht erfinderischen Geist hat. Generell find ich, dass er ziemlich jung gewesen sein müsste für alles. Dass das zeitlich eigentlich schlecht aufgeht ist mir auch bewusst. Meine Uroma wollte vor ihrem Tod vor zwei Jahren nicht mehr darüber reden.

Deshalb denke ich auch, ist der Totenkopf-SS Punkt eher relevant. Ich denke als kleines Mädchen hat das meine Oma eher als markanten Punkt in Erinnerung behalten. Ihr Vater ist gestorben, als sie gerade mal 9 war.
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  #4  
Alt 29.05.2021, 19:31
gki gki ist offline
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Viele Leute, die angeblich in der "Totenkopf-SS" waren, waren in Wirklichkeit bei der Panzertruppe...

Wonach hast Du denn beim "Bundesarchiv" nachgefragt?
__________________
Gruß
gki
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  #5  
Alt 30.05.2021, 11:39
Ultima Ultima ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von hionoxy Beitrag anzeigen
Um die Frage verkürzt zu stellen: wenn das Bundesarchiv nichts weiß – und zugegeben, er war sehr jung – besteht dann eine Chance überhaupt eine konkrete Quelle zu finden? Er war ja vermutlich eher bei den letzten Mobilisierungen dabei.
Besten Dank
Moin,

generell sollte das Bundesarchiv immer die erste Adresse sein. Hier bekommt man gesicherte Informationen. Sollte dort tatsächlich nichts zu holen sein und auch familiär keine weiteren Informationen vorhanden, dann wird es natürlich schwer.

Grundsätzlich wurde der Jahrgang 1926 nicht zuletzt , sondern im Jahr 1943 mobilisiert, da sollte also schon eine Chance vorhanden sein, das im Bundesarchiv Unterlagen zu finden sind.

Gruß
Christian
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  #6  
Alt 30.05.2021, 13:52
Carolien Grahf Carolien Grahf ist offline weiblich
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Mir ist nicht klar was du eigentlich wissen möchtest.

Ob der Ur-Großvater überhaupt bei der SS war?
Ob er tatsächlich in Afrika war?
Ob er eine Tattoo trug?
Wieso er in den Elsass geflohen ist?

Auf der Vermisstenliste gibt es mit diesem FN nur eine Person. Nämlich BAYRLE Jakob, Uffz., *11.12.1910 Neumarkt/Oberpfalz, verm. 12/41 Slawjansk (2./Bew.Btl. 500). Selbstverständlich erhebt die Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
https://www.wehrmacht-forum.de/index...m-2-weltkrieg/

Vielleicht hast du diesen Namen in deiner Ahnengalerie und Großmutter verwechselt da was?
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  #7  
Alt 30.05.2021, 15:38
hionoxy hionoxy ist offline
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Zitat:
Zitat von Carolien Grahf Beitrag anzeigen
Mir ist nicht klar was du eigentlich wissen möchtest.

Ob der Ur-Großvater überhaupt bei der SS war?
Ob er tatsächlich in Afrika war?
Ob er eine Tattoo trug?
Wieso er in den Elsass geflohen ist?

Auf der Vermisstenliste gibt es mit diesem FN nur eine Person. Nämlich BAYRLE Jakob, Uffz., *11.12.1910 Neumarkt/Oberpfalz, verm. 12/41 Slawjansk (2./Bew.Btl. 500). Selbstverständlich erhebt die Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
https://www.wehrmacht-forum.de/index...m-2-weltkrieg/

Vielleicht hast du diesen Namen in deiner Ahnengalerie und Großmutter verwechselt da was?
Ne ne, meinen Ahnenbaum hab ich wenigstens in den ersten vier-fünf Generationen komplett vollständig wo's ging (ein Zweig geht leider nicht). Der Name stimmt schon und es würde ja auch dazu passen, wie sich dieser Uropa aus Augsburg und die Uroma aus Stuttgart kennengelernt haben.

Aber die Frage lautet eigentlich generell: »Stimmt die Aussage, dass er überhaupt bei der SS war. Wenn ja, dann ab wann? Und war er tatsächlich auch in Afrika?«.

Ich erhebe echt absolut keinen Anspruch auf die Wahrhaftigkeit der Aussage meiner Oma, aber ich denke irgendwas wird schon dran sein. Das mit Afrika bezweifle ich aber selber.
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  #8  
Alt 30.05.2021, 15:43
hionoxy hionoxy ist offline
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Zitat:
Zitat von Ultima Beitrag anzeigen
Moin,

generell sollte das Bundesarchiv immer die erste Adresse sein. Hier bekommt man gesicherte Informationen. Sollte dort tatsächlich nichts zu holen sein und auch familiär keine weiteren Informationen vorhanden, dann wird es natürlich schwer.

Grundsätzlich wurde der Jahrgang 1926 nicht zuletzt , sondern im Jahr 1943 mobilisiert, da sollte also schon eine Chance vorhanden sein, das im Bundesarchiv Unterlagen zu finden sind.

Gruß
Christian
Hi! Dann frag ich mal nochmal an, eventuell mit einer konkreteren Formulierung auf welche Informationen ich hinaus möchte. Ich habe leider die Antwort vom Bundesarchiv nicht mehr und eventuell waren damals auch die Daten in der Anfrage inakkurat
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  #9  
Alt 30.05.2021, 15:44
hionoxy hionoxy ist offline
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Zitat:
Zitat von gki Beitrag anzeigen
Viele Leute, die angeblich in der "Totenkopf-SS" waren, waren in Wirklichkeit bei der Panzertruppe...

Wonach hast Du denn beim "Bundesarchiv" nachgefragt?
Dummerweise ist das eben zwei Jahre her und die Anfrage habe ich nicht mehr in der Mailbox. Aber ich glaube damals war die Frage konkret nach der Totenkopf-SS. Evtl. wäre eine allgemeinere Frage besser gewesen (etwa nach allgemeiner Beteiligung im Zweiten Weltkrieg, etc.)
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  #10  
Alt 30.05.2021, 16:09
Su1963 Su1963 ist gerade online weiblich
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In der Online-Suche des Bundesarchivs (Suche ohne anmeldung - Suche - Namenssuche) gibt es jedenfalls kein Suchergebnis für Josef Bayrle.


Aufgetaucht ist allerdings ein Eintrag zu Josef Bayerle (geb. 20.10.1900) in der Sammlung Berlin Document Center (BDC): Personenbezogene Unterlagen der SS und SA. KAnn das eventuell der Vater des Ur-Großvaters ein?

Geändert von Su1963 (30.05.2021 um 16:11 Uhr)
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augsburg , totenkopf ss , zweiter weltkrieg

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