#11  
Alt 14.10.2020, 11:29
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Friedrich Friedrich ist offline männlich
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Moin zusammen,


ich kenne die Zeiten auf dem Dorf auch noch so, dass die Älteren mit Onkel und Tante angeredet wurden. Heute ist das unüblich; man nimmt generationenübergreifend nur noch den Vornamen. Ähnlich ist das bei Verwandten, wobei mir das persönlich bei meinen Neffen und Nichten egal ist. Umsomehr freut man sich, wenn es welche gibt, die es trotzdem tun. Für die ist das ein Zeichen des besonderen Respekts.


Ganz befremdlich empfinde ich heute (gab's in meiner Verwandtschaft), dass Kinder zu bestimmten Verwandten der gleichen Generation Onkel und Tante sagen mussten (z.B. Cousins 2. Grades), nur weil die gut 20 Jahre älter waren.


Friedrich


PS: Ich finde, diese Thematik mit der Anrede sollte in ein eigenes Thema. Ich veranlasse das mal.
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"Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."

(Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)
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  #12  
Alt 14.10.2020, 17:07
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Bienenkönigin Bienenkönigin ist offline weiblich
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Also bei mir in der Verwandtschaft wurde das so gehandhabt:

Alle Großtanten (und Großonkel entsprechend) waren Tante + Name.

Meine Lieblingsgroßtante wurde von allen - also ihren Nichten, Neffen, Großnichten, Großneffen und Urgroß... mit "Tante" angeredet, ohne Name.
Bei anderen in der Verwandtschaft war sie auch als "Täntele" bekannt ;-)

Meine (einzige) echte Tante und ihren Mann spreche ich mit dem Vornamen an.

Das war es auch schon. Ich kenne auch Leute, die ihre Eltern mit Vornamen ansprechen, aber bei uns gab es Mami und Papi - wobei meine Mutter und meine Oma den Vater bzw. Ehemann als "Vaddi" ansprachen.
Finde ich auch komisch, den eigenen Mann als Papa o.ä. und die Frau als "Mutti" zu bezeichnen, aber das gibt es anscheinend.

So, das war jetzt gar nicht gefragt, aber jetzt wär das auch geklärt!
Viele Grüße
Bienenkönigin
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  #13  
Alt 14.10.2020, 17:13
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scheuck scheuck ist offline weiblich
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Hallo, zusammen!

In der Tat ein interessantes Thema ...............

Irgendwie scheint man aber damals "merkwürdige" Unterschiede gemacht zu haben:

Wir wohnten zu meinen Kinder-Zeiten im Haus des Ehepaares x, zusammen mit Familie y, die zwei Kinder ungefähr in meinem Alter hatten (deren Eltern waren ungefähr gleich alt wie meine).

Frau x mag damals so um die 60 gewesen sein und wurde von uns Kindern mit "Tante x" angesprochen, während der Gatte immer "Herr x" war und blieb.
Genau so war es für mich mit "Tante y" und "Herrn y". - Für die y-Kinder war es im Umgang mit meinen Eltern ebenso, meine Mutter war "Tante A", mein Vater allerdings "Herr A".

Als "Tante y" starb, war ich fast 30; wir wohnten zwar nicht mehr im selben Haus, waren aber immer noch in Kontakt, und die Dame blieb für mich "Tante y". - Wenn ich das heute bedenke, finde ich das irgendwie unmöglich .

Meine "richtigen" Tanten und Onkel wurden zeitlebens so angesprochen; einzig die Cousine meines Vaters hat irgendwann mal befunden, dass dieses "Tante Ilse" unsinnig sei, da war ich vielleicht 16 oder 17.

In meinem Dunstkreis ist dieses "Tanten- und Onkel-Gemache" schon lange vorbei, da erwartet niemand mehr, dass Kinder der "Tante Meyer" guten Tag sagen, und das empfinde ich als absolut wohltuend. Das ist die Frau Meyer, und gut is .
Ebenso wohltuend ist für mich, dass für kleine Kinder heute ein Hund (den man beim Spazierengehen sieht) ein Hund ist und kein "Wau-Wau".
__________________
Herzliche Grüße und bleibt gesund!!!!!
Scheuck
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  #14  
Alt 14.10.2020, 18:30
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Tunnelratte Tunnelratte ist offline männlich
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interessant !

Wie war/ist das bei mir gehandhabt worden als ich ein Büble war:
Ich habe familiär bedingt nur wenige Onkel/Tanten, der Grund ist, der Bruder meines Vaters ist der Gatte der Schwester meiner Mutter so "fehlen" schonmal ein Onkel und eine Tante. Dann ist der dritte Bruder als sechsjähriger Ertrunken, so blieb für die dritte Schwetser kein Mann. Sie blieb zeotlebens ledig. Also ein "richtiger" Onkel und zwei Tanten kann ich vorweisen (alle drei leben noch). Allerdings war es bei uns unüblich Onkel und die Tanten mit "Onkel Hans" und "Tante Rosemarie" anzureden, wobei meine zwei Cousins und meine Cousine meine Eltern IMMER mit dem Zusatz Onkel und Tante angeredet haben. Dabei legten meine Eltern darauf keinen Wert, Ihnen wären Klaus und Mechthild lieber gewesen AUch meine Tanten und mein Onkel empfanden die Anrede nur mit ihren Namen als "normal". Meine Schwester und ich haben unsere Tanten und Eltern mal darauf angesprochen, nur zur Info. Das wir mit Onkel und den Tanten so "lax" umgehen konnten, lag /liegt am engen Verhältnis der Familien, so steht mein ELternhaus direkt als Nachbar neben dem Haus meines Onkels, einfach durch den Garten gehen, schon ist man dort. Und da "unser" Haus bereits bewohnt war, als mein Onkel baute (besser gesagt mein Vater baute meinem Onkel das Haus ) besuchte man immer nicht den Onkel und die Tante, Nein man gieng "auf den Bau", was ein Synonym für Onkel/Tante/Cousins/Cousine war, und immer noch ist. "Wir" wurden/werden dagegen immer als "Untere" bezeichnet, da unsere beiden Häuser am Hang stehen, und wir eben in der Unteren Strasse, und Onkels in der oberen STraß0e wohnen

Entferntere Verwandte, wurden auch nicht mit Onkel und Tante angeredet,. sondern auch einfach mit dem Vornamen, so auch mein Patenonkel der ein Cousin meines Vaters, und demzufolge mein Onkel zweiten Grades ist. Einzige Ausnahme: dessen Vater, DER wurde von Allen als "Onkel Fritz" angepsorchen, sogar von meiner Oma, die seine Schwägerin war

Zu der Geschichte "Onkelanrede" bei älteren Verwanten die aber dieselbe Generation sind: Ein solcher Verwantder wurde auch immer mit seinem Namen Dieter angesprochen. erst vor wenigen Jahren, haben wir mal gemeinsam unseren Verwandschaftsgrad erruiert, der Anlass war die Eiserne Hochzeit seiner Tante (Schwester seiner Mutter) , bei der er mich seiner Enkelin als den Onkel Andreas vorstellte. Darauf meinte ich Hmm Onkel ???? NUnja, wie solen wir das sonst nennen ? meinte er. Dann haben wir mal durchgerechnet, er ist der Sohn einer Cousine meines Vaters, Hoppala, selbe Generation wie ich, nur eben dreißig Jahre älter Wir waren erstaunt,. das wir Cousins zweiten Grades sind, so hatten wir uns noch nie "gesehen"

Anderes Beispiel: Die Frau eines Schulfreundes, nennt mich seit der Geburt ihres ersten Kindes "Onkel Brucki" Und genau DAS sagen auch die Kinder einer Cousine meiner Frau
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  #15  
Alt 14.10.2020, 18:34
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Tunnelratte Tunnelratte ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Bienenkönigin Beitrag anzeigen
Ich kenne auch Leute, die ihre Eltern mit Vornamen ansprechen, aber bei uns gab es Mami und Papi - wobei meine Mutter und meine Oma den Vater bzw. Ehemann als "Vaddi" ansprachen.
Finde ich auch komisch, den eigenen Mann als Papa o.ä. und die Frau als "Mutti" zu bezeichnen, aber das gibt es anscheinend.
Ja die gibt es, die Ehefrauenmuttinenenr
Da fällt mir ein, meine Mutter und ihre Schestern nannten meine Großmutter immer Muddi, den Opa Vadder. Wir Kinder nanten den Opa einfach Opa (wir kannten nur den einen, der zweite war schon zu früh gestorben) und interessanterweise nannten wir auch die Mutter unserer Mütter "Muddi" die Mutter der Väter war dagegen die Oma.


Da fällt mir noch ein: die Erzieherinnen im Kindergarten (heute hört man ja nur noch "Kindiii") waren Tante Erika (aus Amerika ! was liebten wir diesen Reim, auch wenn er nicht stimmte) und Tante Lotte, Tante war daher der gefühlt richtige Begriff für die Erzieherin, und eben NICHT für die richtige Tante

Mein vater wuchs im Hohenlohischen in Forchtenberg auf, zumindest die Kriegszeit, da gieng er wenn er Kummer oder Bauchweh hatte zur "Schorrenbas" oder zum Schorrenvetter, also zur Cousine und zum Vetter Schorr. Dort bekam er dann Kamillentee und eine Bretzel. Das waren aber keine Verwandten, sondern einfach befreundete Nachbarn, und ich vermute die "Anrede" Base und Vetter wird dort Lokal so verwendet wie anderswo das Onkel und Tante für "nichtverwandte" Leute; denn es gab noch weitere "Basen und Vettern", die mir aber nicht mehr einfallen. Die Kindergärtnerin wurde von meine Vater "Zwetschga Rosa" genannt, er mocht eden Kindergarten nicht und "flüchtete" immer durchs Klofenster, obwohl die Kinderschwester Rosa eigentlich nett war, er wollte hat einfach sein eigenes DFing machen oder mit den Brüdern was anfangen. Zwetscga kommt nicht von der pflaumenähnlichen Frucht, sondern entsprang Vaters noch kindlichen Gedanken, da er mit "Schwester" nicht viel anfangen konnte als Knirps, und man sich ja auch gerne mal verhören kann, so blieb die Großheppacher Kinderschwester immer die Zwetschgarosa
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Geändert von Tunnelratte (14.10.2020 um 18:46 Uhr) Grund: noch ein nachträglicher EInfall ;)
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  #16  
Alt 14.10.2020, 20:03
Andrea1984 Andrea1984 ist offline weiblich
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Hallo.

Ich nenne die Geschwister meiner Mutter Onkel + Vorname (drei) und Tante + Vorname (eine), ebenso auch die Schwägerinnen meiner Mutter (drei) und die Cousine meiner Mutter bzw. den Mann der Cousine meiner Mutter Onkel + Vorname.
Zu dem Cousin meiner Mutter, über die andere Linie verwandt, ist der Kontakt nicht so eng.

Die Schwägerin meiner Oma - beide inzwischen selig - war auch eine Tante + Vorname, wobei es eine Tante meiner Mutter war.

Mein Vater hat nie Geschwister gehabt, über beide Linien jeweils einen Cousin und eine Cousine. Zu einer Linie besteht kein Kontakt, zu der anderen nur ein loser.
Da rede ich schon mit den Verwandten, vermeide jedoch den Titel von Onkel und Tante, weil eben der Kontakt sehr lose ist und der Respekt groß.

Ich bin auch eine Tante 2. und 3. Grades , wie folgt:

Tante 2. Grades zu den Kindern meines Cousins (= Sohn eines der Brüder meiner Mutter) und Tante 3. Grades zu den Kinder meines Cousins 2. Grades (= Sohn der Cousine meiner Mutter) und des Kindes meiner Cousine 2. Grades (= Tochter der Cousine meiner Mutter), sowie auch zu den Kinder meiner Cousine 2. Grades (= älter Tochter des Cousins meiner Mutter). Die nächste Cousine 2. Grades (= jüngere Tochter des Cousins meiner Mutter) hat keine Kinder bzw. nicht, dass ich wüsste.

Auch die Cousine 2. Grades (= Tochter der Cousine meines Vaters) hat Kinder, jedoch ist der Kontakt wenig bis gar nicht vorhanden.
Der Cousin 2. Grades (= Sohn der Cousine meines Vater) hat, soweit ich weiß, keine Kinder, ebenso der Cousin 2. Grades (= Sohn des Cousins meines Vaters).

Bei der anderen Linie, wo kein Kontakt besteht, weiß ich das nicht, ob es dort Nachkommen der nächsten Generation gibt. Es ist wie es ist.

Tante 1. Grades wäre ich dann, wenn meine Schwester ein Kind hätte.

Zu meiner Zeit - Ende der 1980er Jahre in Österreich - hat man auch die Kindergartenpädagoginnen (oder wie immer das korrekt heißt) als Tante + Vorname angesprochen. Das war damals so üblich.

Wie es heute gehandhabt wird, weiß ich nicht.

Herzliche Grüße

Andrea
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Geändert von Andrea1984 (14.10.2020 um 20:10 Uhr)
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  #17  
Alt 14.10.2020, 20:18
Andrea1984 Andrea1984 ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von hessischesteirerin Beitrag anzeigen
passt so
Wobei es für Großcousin viele Definitionen gibt: Ich verwende nur diese hier: Sohn des Cousins/der Cousine meiner Eltern.

Nach dieser Definition habe ich drei Großcousins: 1x Sohn der Cousine meiner Mutter, 1x Sohn der Cousine meines Vater und 1x Sohn des Cousins meines Vaters. Der Cousin meiner Mutter hat nur zwei Töchter.

Zu einem weiteren Cousin und einer Cousine meines Vaters besteht kein Kontakt. Möglicherweise gibt es auch über diese Linie Verwandte.

Herzliche Grüße

Andrea
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  #18  
Alt 14.10.2020, 20:43
mabelle mabelle ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von Ursula Beitrag anzeigen
Ich glaube "Tante" wurde sehr locker benutzt. "Onkel" ebenso.

Für mich war die Nachbarin, die mich ab und zu gehütet hat Tante, die Kindergärtnerin war Tante und überhaupt weibliche Personen, mit denen man öfters zusammenkam, das waren alles Tanten. Unsere Untermieter waren oftmals Onkel.
Das hatte mit Verwandtschaft überhaupt nichts zu tun.

Meine richtigen Tanten waren natürlich auch Tante, wie auch die richtigen Onkels Onkel waren.

LG
Uschi
Hallo,

in meiner Kinderzeit war ich zwar auch von vielen Onkels und Tanten umgeben, aber dabei war ganz klar, dass das keine Verwandten waren. Für mich war das kein Problem.

Ganz anders verhielt es sich mit der Tante meiner Stiefmutter. Sie war ganz selbstverständlich Teil der Familie und wurde Tante genannt. Sie kam regelmäßig zu Besuch, verbrachte mehrere Wochen mit der Familie (ich teilte dann mein Kinderzimmer mit ihr), sie half, wo immer sie helfen konnte und sie nahm an allen Familienfeiern teil. Dass da keine Blutsverwandtschaft vorlag, war völlig irrelevant. Wie hätte ich sie denn sonst anreden sollen? Mit ihrem Vornamen? Nein, das wäre unbotmäßig gewesen. Ich hatte übrigens auch einen Nenn-Opa. Dass er der angeheiratete Großvater war, hat meiner Zuneigung selbstverständlich keinen Abbruch getan.

Viele Grüße
mabelle

Geändert von mabelle (14.10.2020 um 20:44 Uhr) Grund: Formatierung
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  #19  
Alt 14.10.2020, 21:01
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fps fps ist offline männlich
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Dann gebe ich auch noch mal ein wenig Senf dazu:

Für mich gab es Tanten und Onkel nur in der Familie, dort aber unabhängig vom Grad der Verwandtschaft. Ob Schwester/Bruder oder Cousine der Eltern, ebenso Großtanten, das war dabei gleich.
Zwei Ausnahmen gab es: Der Bruder meiner Oma väterlicherseits und ein Bruder meiner Urgroßmutter waren Ühm Ludwig und Ühm Niklas, wobei der rheinische "Ühm" dem hochdeutschen "Ohm" entspricht. Diese Unterscheidung ist mittlerweile ja vollkommen in der versunkenen Vergangenheit verschwunden. (Man beachte den Stabreim! )

Nicht der Familie zugehörige Personen waren keine Onkel und Tanten, Punkt. Darauf bestand unsere Mutter, und es wäre mir im Traum nicht eingefallen, fremde Personen mit "Onkel" bzw. "Tante" zu titulieren!

A propos Titel: Damit haben wir es in unserer Familie sowieso nicht. In der Folgegeneration sind nun "Tante" und "Onkel" als Titel ausgestorben. Ebenso wenig wie ich "Nichte Hanni" oder "Neffe Tom" sagen würde, werde ich als "Onkel" angeredet. Vorname reicht, alles andere ist überflüssig. Wie die verwandtschaftlichen Verhältnisse sind, wissen wir ohnehin, ohne dass wir das bei jeder Anrede mitschleppen müssten.
__________________
Gruß, fps
Fahndung nach: Riphan, Rheinland (vor 1700); Scheer / Schier, Rheinland (vor 1750); Bartolain / Bertulin, Nickoleit (und Schreibvarianten), Kammerowski / Kamerowski, Atrott /Atroth, Kawlitzki, Obrikat - alle Ostpreußen, Region Gumbinnen
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  #20  
Alt 14.10.2020, 21:18
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anika anika ist offline
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Standard Anrede Onkel Tante

Hallo

Meine Kinder sind erwachsen und sagen zu meinem Bruder Onkel und zur Schwägerin Tante, umgekehrt bin ich bei ihren Kindern ebenfalls Tante....

Von meinen Enkelkindern werde ich ebenfalls Oma gerufen, da sie aber auch noch 3 Urgroßmütter haben kommt hinter dem Oma der jeweilige Vorname.

Außer bei meiner Mutter das ist die Oma (hier kommt der Wohnort).

Meine Schwiegertöchter sprechen eine Mutter auch so an.

Als Kind kannte ich es auch so das alle Frauen der Nachbarschaft Tanten waren.

Bei uns auf dem Land war man mit einigen Familien verwandt und das waren dann Tanten die man mit Tante und dem Vornamen ansprach. Die Frauen die nicht zur Familie zählten wurden mit Tante und dem Hausnamen angeredet.

Heute ist aber vieles anders, die Kinder aus der Nachbarschaft sagen nicht mehr Tante zu mir sondern sprechen mich nur noch meinen Vornamen an.

Einzig die Tochter von Nebenan, sie sagt Oma zu mir.
Wobei ich dazusagen muss das wir zu ihren Eltern ein sehr herzliches Verhältnis haben und sie für uns fast wie die eigenen Kinder sind.

Die Kleine hat bei uns im Wohnzimmer eine Spielecke und sie ist wie ein weiters Enkelkind für uns.

Was ich aber besonders schrecklich finde wenn Kinder ihre eigenen Eltern mit dem Vornamen ansprechen.

anika










































































































































Familie zählten mit Tante und den Nachnamen.
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