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  #1  
Alt 06.10.2020, 20:46
Benutzerbild von consanguineus
consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Standard Bin ich Johann LANGNER auf der richtigen Spur?

Hallo zusammen!

Ich suche meinen 6xUrgroßvater, den Schuhmachergesellen Johann Langner, der 1729 in Stettin heiratete. Anläßlich seiner Trauung wird gesagt, er komme aus "Braußnitz, in der Schlesie", was hier im Forum als Prausnitz, heute Prusice identifiziert wurde. (An dieser Stelle noch einmal danke an Euch für meinen ersten Vorfahren aus Schlesien!)

Nun habe ich die Kirchenbücher von Prausnitz im Zeitraum von 1687 bis 1711 vor und zurück gelesen. Ich denke, Johann wird als Schuhmachergeselle vielleicht Mitte/Ende 20 gewesen sein als er heiratete. In Prausnitz selbst fand ich aber überhaupt nur eine Taufe in einer Familie Langner, nämlich 1698 den Gottfriedt, Sohn des Hanß Langner und der Catharina. Immerhin scheint es den Namen Langner zu der Zeit dort gegeben zu haben. Ansonsten schien Gottfried keinen Bruder namens Johann gehabt zu haben. Zumindest wurde von 1687 bis 1702 in Prausnitz (in diesem Zeitraum wird Prausnitz einzeln aufgeführt) und von 1702 bis 1711 darüberhinaus auch in den (offenbar zum Kirchspiel gehörenden) umliegenden Orten keine Taufe eines Langner eingetragen. Hanß Langner wird nicht als Bürger von Prausnitz bezeichnet, was unüblich ist. Ansonsten schienen die meisten Männer, die ihre Kinder in Prausnitz taufen ließen, auch Bürger von Prausnitz gewesen zu sein. Ein Beruf wird bei Langner ebenfalls nicht genannt, was ansonsten getan wird. Ich habe ja insgeheim gehofft, die Taufe eines Johann Langner zu finden, dessen Vater Schuhmacher war...

In einem der Orte ringsum, dessen Namen ich nicht lesen kann, fand ich 1707 die Taufe eines Johannes Langer, also ohne Binnen-N, dessen Vater Johannes Langer Tagelöhner war. Ich weiß nicht, wie ich das auf der Skala von 1 bis 10 für die Wahrscheinlichkeit, daß es sich um meinen Johann Langner handelt, einordnen soll. Zunächst ist die Schreibweise des Familiennamens etwas anders. Mir sind die Namen Langer und Langner nicht geläufig. Ich kann daher nicht einschätzen, ob es zwei Varianten desselben Namens sind. Zudem findet die Taufe nicht in Prausnitz statt. Hier weiß ich nicht, ob man die Angabe im Traueintrag wörtlich nehmen muß, oder ob "Braußnitz" synonym für das gesamte Kirchspiel steht. Und zuletzt weiß ich auch nicht, ob es möglich war, daß der Sohn eines schlesischen Tagelöhners überhaupt Bürger einer Stadt wie Stettin werden konnte.

Es ist übrigens das katholische Kirchenbuch. "Mein" Johann Langner ist vermutlich evangelisch. Zumindest ist es seine Frau. Und die Trauung findet in St. Jakobi statt. Aber derjenige hilfsbereite Mensch, der es mir ermöglicht hat, die Prausnitzer Kirchenbücher einzusehen, meinte, auch die Protestanten seien in Prausnitz in die katholischen Bücher eingetragen worden. Das wird dann schon seine Richtigkeit haben. Allerdings finde ich dort nie einen Vermerk, ob ein Täufling katholisch oder evangelisch ist. Ich kenne die Bräuche in gemischtkonfessionelen Gebieten nicht. Meine Vorfahren stammen sonst aus rein protestantischen Gegenden.

Was meint Ihr: Besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, daß Johannes Langer der Vater des Johann Langner ist, der in Stettin heiratet? Oder soll ich diese Idee ad acta legen und stattdessen den Suchzeitraum ausdehnen, bzw. die Suche für 1687 bis 1702 auch auf die umliegenden Orte erweitern, in der Hoffnung, dort die Taufe eine Johann Langner (mit Binnen-N) zu finden. Oder ist das alles ein vollkommen hoffnungsloser Fall? Denn selbst wenn ich irgendwo um Prausnitz im passenden Zeitraum die Taufe eines Johann Langner finde, so weiß ich ja immer noch nicht, ob es sich überhaupt um meinen Vorfahren handelt.

Vielen Dank und viele Grüße
consanguineus

P.S. Wenn die Moderatoren es für richtig befinden, mögen sie das Thema in das Schlesien-Forum verschieben. Ich war mir nicht sicher, wohin es gehört.
Angehängte Grafiken
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  #2  
Alt 10.10.2020, 17:03
Raschdorf Raschdorf ist offline
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Hallo,

eine Frage: zu welchem Kirchspiel gehört denn der Ort, dessen Namen du nicht lesen kannst, und wo fand 1707 die Taufe statt?

Der Ort (Bild 3) fängt ziemlich sicher mit Kasch... an.

Gruß
Jo

Geändert von Raschdorf (10.10.2020 um 17:07 Uhr)
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  #3  
Alt 10.10.2020, 18:03
Benutzerbild von consanguineus
consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Hallo Jo,

die Taufe habe ich im Kirchenbuch Prausnitz gefunden. Ab einem gewissen Zeitpunkt sind dort auch die Orte aufgeführt, die offenbar zum Kirchspiel gehören.

Viele Grüße
consanguineus
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  #4  
Alt 10.10.2020, 18:39
Benutzerbild von Balle
Balle Balle ist offline männlich
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Vielleicht war es eine zweite Ehe, dann könnte er auch älter gewesen sein...schau doch mal die Copulationen durch...
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Lieber Gruß
Manfred


Gesucht: Herkunft von Johann Christoph Bresel (Brösel, Prehel, Brahel),
ehem. Dragoner im Churfürstlich Sächsischem ehemaligen Herzog Churländischen Regiment Chevaux Legers in Zittau.
Eheschließung 1781 in Zittau
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  #5  
Alt 10.10.2020, 20:13
Raschdorf Raschdorf ist offline
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Hallo,

der Ort, dessen Namen du nicht lesen konntest (Bild 3), kann Koschnöwe geheißen haben, im Dokument eher Koschnewe geschrieben, 1936 - 1945 Ziegenfeld genannt, heute Kosinowo.

Übrigens gab es in Schlesien zweimal Prausnitz. Einmal im Kreis Militsch, wo du suchst, und einmal im Kreis Goldberg. Beide heißen heute Prusice.

Gruß
Jo
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  #6  
Alt 10.10.2020, 20:14
Benutzerbild von benangel
benangel benangel ist gerade online männlich
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Ich denke der Ort heißt Kaschnewe. Dazu findet man "Herrnhof zu Kaschneve [Herrnhofen] (Herrnhofen / Kaszyce Milickie)" und das liegt ca. 5 km NNO von Prusice.
https://www.google.com/maps/place/Ka...2!4d17.0015544
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Gruß
Bernd
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  #7  
Alt 10.10.2020, 23:09
Benutzerbild von consanguineus
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Zitat:
Zitat von Balle Beitrag anzeigen
Vielleicht war es eine zweite Ehe, dann könnte er auch älter gewesen sein...schau doch mal die Copulationen durch...
Hallo Manfred,

das glaube ich nicht, denn wenn er vor 1687 geboren wäre, wäre er bei seiner Hochzeit in Stettin 42 Jahre alt. Mit 42 noch Schustergeselle? 1741 kam sein Sohn zu Welt. Da war Johann dann auch Meister.

Viele Grüße
consanguineus
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  #8  
Alt 11.10.2020, 11:45
Andrea1984 Andrea1984 ist offline weiblich
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Hallo.

Gibt es Namenskollegen/Berufskollegen ? Ich würde diese nicht ausschließen.

Herzliche Grüße

Andrea
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Mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Aufgeben tut man einen Brief.
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  #9  
Alt 11.10.2020, 11:51
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consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Hallo Andrea,

wie meinst Du das? Berufskollegen gleichen Namens in Stettin? Das kann ich mir kaum vorstellen. Eine Schuhmacher namens Johann Langner wird es selbst in einer Stadt vom Kaliber Stettins nur einmal gegeben haben.

Vielen Grüße
consaguineus
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  #10  
Alt 11.10.2020, 11:55
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consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Raschdorf Beitrag anzeigen
der Ort, dessen Namen du nicht lesen konntest (Bild 3), kann Koschnöwe geheißen haben, im Dokument eher Koschnewe geschrieben, 1936 - 1945 Ziegenfeld genannt, heute Kosinowo.

Übrigens gab es in Schlesien zweimal Prausnitz. Einmal im Kreis Militsch, wo du suchst, und einmal im Kreis Goldberg. Beide heißen heute Prusice.
Hallo Jo,

ich kenne mich in Schlesien leider nicht aus und kann nicht einschätzen, welches Prausnitz gemeint ist. Mir wurden die Bücher des Prausnitz im Kreis Militsch zugespielt. Ich ging davon aus, es gäbe nur dieses.

Viele
consanguineus
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