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  #211  
Alt 10.08.2020, 11:53
TAGinLA TAGinLA ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von Rainer Zufall Beitrag anzeigen
Hallo,
das Speichern von Bildern bzw. Dokumenten auf DVD kannst Du Dir sparen. Nach wenigen Jahren sind die oft nur noch eingeschränkt lesbar. Hatte selber mehrfach das Problem, und das waren keine No-Name-Produkte. Wichtige Daten auf mehreren Rechnern und/oder mehreren Sticks unterbringen bringt meines Erachtens mehr Sicherheit.
Wenn's ganz wichtige Dokumente sind evtl. auf NAS mit gespiegelten Festplatten und automatischer Fehlerüberwachung wegen Bit-Fäule etc.

Das hast du recht, allerdings wäre die digitale Ablage nur temporär und eine Momentaufnahme.
Ich habe verschiedene Spiegel meiner Daten auf USB, int. und ext. Festplatten.
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  #212  
Alt 10.08.2020, 14:07
Benutzerbild von Garfield
Garfield Garfield ist offline weiblich
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Hallo TAGinLA

Zitat:
Zitat von TAGinLA Beitrag anzeigen
Menge meiner Urkunden zusammen ca. 20-30 cm, Alter max. 170 Jahre. Diese haben keinen historischen aber einen persönlichen Wert.
  • Einscannen aller Dokumente
  • Einhüllen der Orginale in Pergamin -taschen-/hüllen.
  • Ablegen in Archiv Kartons max 5 cm eventuell. nach Themen (ca. 5)
  • Aufbewahren in (eingeschränkt) feuer-/wasserfestem Dokumentenkoffer.
- Einscannen: unbedingt, idealerweise mit 600 dpi oder sogar 1200 dpi. Siehe andere Themen für Details und das Sortieren von digitalen Dokumenten.
- Pergamin-Taschen oder -Hüllen halte ich für total überflüssig, das macht höchstens Sinn für extrem wertvolle Dokumente, die in einem Archiv dauernd angefasst werden. In der Praxis würdest du aber dann primär mit den Scans arbeiten und die Originale nicht mehr dauernd anfassen. Pergaminhüllen sind schädlich für alte Fotos. Falls es dir darum geht, mehrere Dokumente zusammen zu halten, kannst du als kostengünstige und funktionierende Variante einfach säurefreie A4-Blätter nehmen und mittig falten. Diese kannst du auch gut mit einem weichen Bleistift beschriften.
- Ablegen in säurefreie Archivkartons ist super, die Breite der Schachtel ist relativ egal, da du sie am besten sowieso liegend lagerst, falls sie nicht komplett gefüllt sind. Ich nehme lieber 10 cm Breite, da passt mehr rein und ich brauche eine Schachtel weniger, was schlussendlich etwas Platz und viel Geld spart.
- Feuersichere Kiste: wäre natürlich super für die wirklich wertvollen Sachen, aber auch nicht ganz günstig. Ich verwende solche für die mir wichtigen alten Sachen. Meine Kisten sind innen aus Plastik, ich habe einfach auf allen Seiten säurefreies Papier eingelegt, damit die alten Dokumente nicht direkten Kontakt mit dem Plastik haben. Ob das hilft, kann ich bisher nicht sagen, hoffe es aber natürlich.

Zitat:
Zitat von TAGinLA Beitrag anzeigen
Die digitalen Daten kann man als Stick dazu legen.
Über das Datenformat mache ich mir bei pdf, jpg und gedcom erstmal keine Gedanken, da ich auch über 30 Jahre alte Daten immer noch lesen kann.
Mache ich auch so.

Zitat:
Zitat von TAGinLA Beitrag anzeigen
Eventuell noch als DVDs.
CDs und DVDs sind inzwischen wirklich "out", dass diese nicht archivtauglich sind, wusste man schon vor 15 Jahren. Heute kosten Dinge wie USB-Sticks, externe Festplatten oder sogar NAS nicht mehr so viel wie früher, ich würde also unbedingt so eine Variante wählen. Inzwischen gibt es bezahlbare USB-Sticks mit 64GB für ca. 20 CHF und sogar mit noch viel mehr Speicherplatz, während meine erste externe Festplatte mit 200MB noch um die 250 CHF kostete. Wer will da noch mühselig DVDs brennen?

Ich nutze auch ein NAS. Vorteil: ich muss nicht aufstehen im Gegensatz zur Festplatte in der feuersicheren Kiste, man kann auch einstellen, dass z.B. täglich automatisch die Festplatte vom PC auf das NAS gespielt wird, das NAS spiegelt alles selbst nochmal, ich kann auch aus dem Urlaub oder von der Arbeit aus darauf zugreifen, ich habe auch andere Daten dort gespeichert, ziemlich hoher Datenschutz im Vergleich zu Cloud-Anbietern.
Nachteil: Preis, Handling mit der Software nicht ganz simpel, kein Schutz vor Feuer, Diebstahl usw.

Cloud-Anbieter wären allenfalls eine Alternative, da sollte man sich aber gut informieren wie es um den Datenschutz steht (ich persönlich würde niemals Amazon Cloud oder Google Drive wählen als Sicherung von meiner Ahnenforschung).
__________________
Viele Grüsse von Garfield

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Geändert von Garfield (10.08.2020 um 14:08 Uhr) Grund: Formatierung
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  #213  
Alt 12.08.2020, 09:22
Mysterysolver Mysterysolver ist offline
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Beiträge: 339
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Hallo Garfield,

Zitat:
Zitat von Garfield Beitrag anzeigen
Pergaminhüllen sind schädlich für alte Fotos.
Nicht immer. Es gibt mittlerweile ungepufferte PAT-zertifizierte Tüten ohne enthaltene schädliche Zusatzstoffe. Man muss halt beim Kauf nach den entsprechenden Eigenschaften Ausschau halten.
__________________
Lg,
Susanne

PS: Suche jegliche "Verflechtungen" zwischen FN Wichert & Zielke (Pommern, evtl. auch andere Gebiete). Außerdem: Nachfahren der Gertrud CYGANEK, geb. KILIAN (aus Leobschütz, Schlesien)
--
FN-Liste: Hamersky, Quitoschinger (Böhmen und Sachsen) / Kilian (Schlesien) / Kloss (Masuren) / Wichert, Zielke (Pommern) / Huismann, Memering (Emsland und Landkreis Leer)
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  #214  
Alt 14.08.2020, 22:14
Benutzerbild von Garfield
Garfield Garfield ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 18.12.2006
Ort: Bern, Schweiz
Beiträge: 1.722
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Zitat:
Zitat von Mysterysolver Beitrag anzeigen
Hallo Garfield,

Nicht immer. Es gibt mittlerweile ungepufferte PAT-zertifizierte Tüten ohne enthaltene schädliche Zusatzstoffe. Man muss halt beim Kauf nach den entsprechenden Eigenschaften Ausschau halten.
Oh, das ist gut zu wissen, danke!
Für Fotos sollten idealerweise _ungepufferte_ säurefreie Materialien enthalten. Wenn nur "archivtauglich" steht, heisst das eben leider noch gar nichts, wie du schon geschrieben hast.
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  #215  
Alt 11.10.2020, 09:21
Benjamin16 Benjamin16 ist offline
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Registriert seit: 26.08.2018
Beiträge: 577
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Hallo zusammen,

ich schiebe das Thema Konservierung/Aufbewahrung schon ein bisschen vor mir her und jetzt habe ich es mir endlich mal vorgenommen, insbesondere auch aus dem Grund um ein bisschen Ordnung in die Unterlagen und Fotos zu bringen.

Das Thema hier habe ich durchgelesen und es enthält eine Fülle an Informationen und wenn ich mich bei Anbietern von Archivierungsmaterial umschaue werden die Informationen immer mehr so das ich am Ende immer unschlüssiger werde ob meine angedachte Variante(n) die richtigen sind.

Von daher würde ich mich freuen, wenn ihr mit wachsamen Augen über meine Ansätze schauen könnte und ggf. kommentiert.

Ansätze für Konservierung/Aufbewahrung von Fotos

Es handelt sich hauptsächlich um Schwarz-Weiß Foto ca. 1890 bis 1960, ein paar Farbfotos aus den späteren Jahren sind auch noch dabei.

Ich würde gerne zwischen zwei Aufbewahrungsarten unterscheiden, einmal meine "Lieblingsbilder" und dann den (nicht abzuwerten wollenden) "Rest".

Bei den Lieblingsbilder hätte ich an folgende zwei Ansätze gedacht, zwischen denen ich mich entscheiden muss:

Ansatz 1:
  • Fotos in satinierte, semitransparente Fenster- und Photopergamintaschen, hergestellt aus 100% reinem, ungepuffertem Zellstoff (pH-Wert ca. 6,5), frei von Chlor, Säuren, Lignin (Kappa-Zahl < 2), Metallen und Weichmachern.
  • Diese eingelegt in eine Klappschachtel, gefertigt aus Archivpappe in Premium-Qualität, säurefrei, basisch gepuffert und alterungsbeständig, Photo Activity Test (PAT) erfolgreich bestanden.
Ansatz 2 (eventuell riskanter, aber besser auch mal zum herzeigen):
  • Fotos in transparente Hüllen aus Polypropylen, welche weichmacher- und säurefrei, physiologisch unbedenklich, PAT-getestet und dokumentenecht sind
  • Diese eingeheftet (Standard-Ringmechanik) in Archivkassette, entspricht den Normen DIN ISO 9706 und DIN ISO 16245-A, ist unter anderem säurefrei, basisch gepuffert und alterungsbeständig.
Die "restlichen" Fotos mit Fotoarchivpapier (neutral geleimt, säurefrei, pH-neutral, ungepuffert und enthält keine optischen Aufheller) als Zwischenpapier in die Klappschachteln von Ansatz 1.


Ansatz für Konservierung/Aufbewahrung von Dokumenten

Hier habe ich eigentlich nur ein paar (ca. 20-30 Stück) von Tauf-, Heirats-, Sterbeurkunden, nicht immer Originale sondern meistens Abschriften im Rahmen des Ariernachweises, sprich Datierung ca. 1935-1945. Und das sind keine Dokumente, welche ich jetzt regelmäßig raushole und herzeige oder so.

Der Ansatz hier wäre:
  • Die Dokumente in genicktes A3 Juwelierseidenpapier (besteht aus 100% reinem Zellstoff, hat eine Materialstärke von 18 g/qm, ist holzfrei, säurefrei und ungepuffert) reinlegen
  • Diese in eine Archivschachtel gelegt, welche säurefrei, basisch gepuffert und alterungsbeständig ist und den PAT bestanden hat
Was ist eure Meinung dazu? Ist diese Art von Konservierung/Archivierung ok? Welche der zwei Ansätze bei den "Lieblingsfotos" ist empfehlenswert?

Vielen Dank im Voraus für eure Gedanken!

LG Benjamin
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