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  #11  
Alt 01.10.2020, 00:37
Basil Basil ist offline männlich
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Mehr als Reiter in einem Nachrichtenzug geben die Karten leider nicht her. Der Nachrichtenzug unterstand direkt dem Abteilungsstab und stellte die Funk-/Fernsprechverbindungen zwischen dem Stab und den unterstellten Schwadronen her. Angenommen, er konnte nicht reiten, war er vielleicht Funker, Fernsprecher oder Fahrer in einem Funk- oder Fernsprechkraftwagen.

Hier mal die Kriegsstärkenachweisung eines Nachr.-Zuges einer Aufkl.-Abtl. einer Gebirgsdivision 1937. Ist nicht die gleiche Zusammensetzung wie bei einer Infanteriedivision, aber ähnlich. https://www.wwiidaybyday.com/kstn/kstn366a1okt37.htm

Ich hab mich ja korrigiert, es gab bereits Panzerspähtrupps. Ist eben alles eine Entwicklung. In anderen Armeen haben die Panzeraufklärungsverbände heute noch die Namen und Uniformen der Kavallerieregimenter. Da gibt es noch Dragoner und Husaren. Ich war übrigens auch bei der Artillerie, Panzerhaubitze M109.

Viele Grüße
Basil
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  #12  
Alt 02.10.2020, 00:48
muno11 muno11 ist offline
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Vielleicht hängt sich consanguineus zu sehr an der (vermuteten) Wortbedeutung "Reiter" im Hinblick auf eine etwaige Tätigkeit auf. "Reiter" war hingegen in der Kavallerie/Aufklärungsgruppe zu dieser Zeit schlicht die Bezeichnung für den untersten Dienstgrad (= "Soldat"/"Schütze"/"Pionier"). Mit diesem Dienstgrad kann er zu allen erdenklichen Tätigkeiten verwendet worden sein.

Und natürlich gar es innerhalb der Wehrmacht einer Panzeraufklärungstruppe.

Die hier besprochenen Ereignisse im Jahr 1939 sind sehr interessant und waren mir auch noch nicht bekannt.

Viele Grüße
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  #13  
Alt 02.10.2020, 01:26
Benutzerbild von consanguineus
consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Hallo muno,

mir ist schon bewußt, daß Reiter nichts weiter war als der unterste Dienstgrad. Aber eben bei der Kavallerie, oder was in deren Tradition stand. Dennoch hätte mich schon interessiert, ob mein Großonkel tatsächlich auch beritten war, oder nur mit dem Radel fahren durfte.

Und, wie weiter oben bereits erwähnt, warum hat man ihn nicht schnell noch sein Medizistudium beenden lassen? Ärzte gab es doch sicherlich nie genug, gerade in Kriegszeiten. War das üblich, jemanden kurz vor dem Examen aus dem Studium eines einigermaßen (kriegs-)wichtigen Berufes zu ziehen? Rechnete man damit, daß der Krieg schnell vorbei sein würde? Oder wollte man ihm ganz bewußt eins reinwürgen?

Viele Grüße
consanguineus
(BeobBtl13)
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  #14  
Alt 05.10.2020, 14:55
Gerrit Gerrit ist offline männlich
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Registriert seit: 11.11.2016
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Beiträge: 538
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Hallo,


Du fragst Dinge, die die fleißigen Helferlein partout nicht wissen können.



Die Aufklärungsabteilungen waren sowohl beritten als auch mit dem Fahrrad und dem Motorrad unterwegs. Die schwere Schwadron verfügte auch über Panzerspähwagen.



Zum Abteilungsstab gehörte aber auch Sanitätspersonal - da Soldaten ja gerne berufsnah eingesetzt wurden, ist es ja auch denkbar, dass er dazu gehörte.



Was sagt denn das Bundesarchiv?
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