Einzelnen Beitrag anzeigen
  #3  
Alt 03.03.2021, 21:31
Philipp Philipp ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 19.07.2008
Beiträge: 786
Standard

Hallo!

Ganz allgemein:

Die Verschollenheit wird aktuell im Verschollenheitsgesetz geregelt, zuvor (ab 1900) im BGB. Die Regelungen zur Verschollenheit sollen seit dem 16. Jhdt. aus dem Gewohnheitsrecht ausgebildet und Einzug in die jeweiligen Landrechte gehalten haben.

Die frühesten Aufgebote und Todeserklärungen kenne ich aus amtlichen Blättern für Teilnehmer der napoleonischen Krieger und im Rahmen der Auswanderungen im 19. Jhdt.

vgl.

https://books.google.de/books?id=Fv5...201812&f=false


Ob und inwieweit die Verfahren selbst in Archiven erhalten sind, weiß ich leider nicht.

Aktuell haben wir aufgrund Nachfrage nach Kopien des Akteninhaltes von zwei Weltkriegsvermissten lediglich zwei Abschriften von Erbscheinen erhalten.

Auch von anderer Seite hatte ich mal vernommen, dass bei Vermisstenfällen jüngeren Datums, aber nach Ablauf von dreißig Jahren lediglich die Beschlüsse erhalten geblieben sind.

Verschollenheit und Todeserklärung sind nicht gleichbedeutend mit dem Ableben der vermissten Person.
Diese kann bereits vorher verstorben sein, das "offizielle Todesdatum" anderenorts aber auch um Jahre überlebt haben, ohne dass davon Kenntnis genommen wurde.

VG
Philipp
Mit Zitat antworten