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Alt 09.04.2018, 13:23
Artsch Artsch ist offline
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Hallo,

über das manchmal hohe Alter der Geistlichkeit, habe ich mir schon oft Gedanken gemacht. Da schreibt ein alter Pfarrer, aus gesundheitlichen Gründen, er benötige Unterstützung. Über ein Jahr später wird ihm der Sohn beigeordnet. Ja, wie kam er in der Zwischenzeit zurecht? Nach nur 4 Jahren verstirbt ihm der Sohn. Wieder schreibt er um Hilfe. Die bekommt er nach einem dreiviertel Jahr in Form eines ganz jungen Geistlichen. Auch dieser stirbt recht schnell. Weitere 2 folgen bis der alte Pfarrer mit über 80 Jahren aus dem Amt heraus stirbt.
Früher kam eben nicht mal schnell eine Krankenvertretung. Wenn der Pfarrer gar nicht in der Lage war, wurde ein anderer Pfarrer aus der Umgebung beauftragt. Auch war das Pfarramt, bei den Dorfpfarrern zumindest, nicht der einzige Nahrungszweig. In Rente gehen war auch nicht vorgesehen.

Vor über 10 Jahren war ich bei einem katholischen Gottesdienst in der Oberpfalz, da schlief der Pfarrer nach anderthalben Satz immer wieder ein. Dies waren die Kirchgänger schon gewohnt, sie hatten nur ihren Trasch und pöbelten, er solle zum Ende kommen, weil sie ja noch zum Frühschoppen wollten. Der Kirchgang dauerte etwa 45 Minuten, in denen er kaum 50 Wörter gesprochen hat. Das Kirchenbuch hätte ich auch gern gesehen! Gesund war dieser Pfarrer gewiß nicht.

Beste Grüße
Artsch
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