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Alt 20.09.2018, 11:09
sonki sonki ist offline
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Hallo Kleinschmid,

vielen Dank für die ganzen Erläuterungen, das ist doch schon einmal interessant und hilfreich.

Die bekannten Daten stellen sich wie folgt dar - laut Familienbuch (vieles ist dort aber mit Fragezeichen versehen):

Karl Friedrich August Götze/Goetze
* 29.12.1819 Jakobskirch (evg)
Eltern: Karl Friedrich Wilhelm Götze und Johanna Jacobine Sabbath

Wie gesagt, obige Angaben sind selbst im Familienbuch mit "?" versehen.
Nachgewiesen ist aber folgendes:

Karl Friedrich August Götze heiratet am 02.06.1846 in Löwenberg die Johanne Dorothea Bieselt (aus Thomaswaldau stammend).
Der Eintrag findet sich, wie schon richtig vermutet im zivilen evg. Kirchenbuch von Löwenberg (dieses Buch). Eine Kopie des Eintrages hatte ich nach Anfrage beim zuständigen Archiv bekommen. Er wird dort als Schneider bezeichnet - ohne Hinweise auf eine militär. Position, es ist also gut möglich das er zu dieser Zeit also noch Zivilist war.

Außer den beiden Kindern (geb. 1847 & 1851) ist bisher nichts bekannt. Vom 1. Kind, Ida Henriette Auguste Götze (*11.07.1847 Glogau), ist nichts weiter bekannt - nur der Taufeintrag. Vom 2. Kind, dem Sohn Karl, ist der weitere Lebenslauf komplett nachgewiesen - er ging nach Breslau, von dort nach Oppeln und verstarb am Ende aber wohl 1932 in Löwenberg.

Zurück zum 1819 geborenen August Götze. Wie gesagt, er heiratete 1846 in Löwenberg, war dann scheinbar zwischen 1847 und 1851 zum Teil in Glogau und 1848/49 laut deinen Angaben im Posener Gebiet, im April '48 dann das Gefecht bei Miloslaw.

Laut dem Familienbuch hatte er nach Schneider noch den Beruf "Gerichtsbotenmeister". Im Amts-Blatt der Preußischen Regierung zu Liegnitz 1876 findet man einen Eintrag, das der Gerichtsdiener August Götze zum Botenmeister am Gericht Löwenberg ernannt wurde. Dabei könnte es sich vielleicht um die gesuchte Person handeln. Aber das bleibt auch nur Spekulation. So bleibt vorerst die Zeit nach 1851 bis zu seinem Tod ein schwarzes Loch.

Wahrscheinlich müsste man die Löwenberger Unterlagen (auch die erhaltenen Sekundärquellen) durchwühlen - aber diese liegen wohl nur im Archiv Hirschberg (Jelenia Góra) vor Ort. Bei szukajwarchiwach ist zwar vieles gelistet, aber noch nichts digitalisiert bzw. online.
Auch scheinen doch mehr Zivilstandregister vorhanden zu sein, als z.b. christoph-www listet, wenn ich das richtig deute.
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