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Alt 07.02.2017, 12:31
gki gki ist offline
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Hallo Dunkelgraf!

Zitat:
Zitat von Dunkelgraf Beitrag anzeigen
Vor 1848 ist meiner Meinung nach die Überlebenschance eines Kegels sehr gering. Oft wurde das Kind halt mal etwas "zu lange" draußen vergessen, oder das Fenster wurde ein wenig zu lange neben der Wiege offenstehen lassen. Wenn die Kinder krank wurden, pflegte man sie natürlich, aber man gab sich auch nicht besonders viel Mühe bei unehelichen Bälgern. Meist hatte sich das Problem dann bald von selbst erledigt. Man hatte dabei noch nicht einmal ein schlechtes Gewissen, sondern sah das als moralisch gute Tat, da dem Kind ein erbärmliches Leben erspart blieb und außerdem stiegen die Heiratschancen der Mutter wieder. Besonders häufig habe ich bei Beerdigungseinträgen solcher Kegel die Formulierung gelesen: "hat dieses Jammertal schon nach 2 1/2 Monaten verlassen"
Ich finde Deine Aussagen etwas arg mutig, hast Du irgendwelche Belege, zB eine statistische Auswertung von Kleinkind-Todesfällen?

Ich erinner mich düster an eine Dissertation oder sonstige Forschungsarbeit wo jemand die KB einer oberbayrischen Gemeinde daraufhin ausgewertet hat und keinen signifikanten Unterschied bei den Sterblichkeitswahrscheinlichkeiten fand.
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Gruß
gki
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