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Alt 19.10.2019, 08:14
idila idila ist offline
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Standard Eure Erfahrung: Namensgeber zwischen 1650 und 1750

Hallo,
wie sieht es bei euch in den Stammbäumen zwischen 1650 und 1750 aus, wer waren die Namensgeber der Vornamen? Sind es auch bei euch die Taufpaten oder eher die Eltern, insbesondere der Vater?

Ich beobachte bei meinen Vorfahren in Hessen, dass die Kinder alle den exakten Vornamen des Taufpaten bekamen. Da manche Namen damals unheimlich beliebt waren, wie Johannes oder Anna, haben die Taufpaten öfters den selben Vornamen und dadurch heißen auch mehrere Kinder einer Familie gleich. In einer Familie habe ich bei 7 Söhnen 6 x den Namen Johannes.

Ab und zu gibt es ja einen hilfreichen Zweitnamen, wie Johann Adam oder Anna Maria, der hilft, die vielen Gleichnamigen zu unterscheiden. Aber leider nicht immer und nicht immer wird der Zweitname bei späteren Lebensevents im Kirchbuch genannt oder eventuell nur der Zweitname, der Rufname wurde, so dass die Zuordnung von Heirat oder Tod echt schwierig oder sogar unmöglich wird.

Mich interessiert das nun besonders, weil in einer Urkunde mein Urahn erwähnt wird. Wegen meiner Beobachtung des Taufpaten als Namensgeber tendiere ich dazu, die Person mit ihm und nicht mit seinem Vater (dessen Name nicht belegt ist) zu identifizieren, da m.M.n. der Vater als Namensgeber damals noch nicht gebräuchlich war wie es im 19. Jhd. eher der Fall sein wird. Was meint ihr, ist das richtig oder täuscht mich mein Stammbaum?

Was mich ebenfalls interessieren würde ist, ob die Doppelnamen damals auch im Alltag benutzt wurden. Wenn bei 12 Taufen der Vater stets als Johann Caspar auftaucht, frage ich mich schon, ob er auch im Alltag so gerufen wurde oder ob nur der Pfarrer auf diese Angabe bestand, weil er von den gleichen Vornamen wusste?

Danke für eure Antworten, Idila

Geändert von idila (19.10.2019 um 08:35 Uhr)
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