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Alt 13.04.2021, 11:51
Carolien Grahf Carolien Grahf ist offline weiblich
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Sobald ein Kind adoptiert wurde, erloschen und erlischen sämtliche Ansprüche an die leiblichen Eltern. Das beinhaltet ebenso irgendwelche Urkunden oder Auskunftsersuchen.

Mit etwas Glück findet man Hinweise auf die leiblichen Eltern im Kirchenbuch. In einigen Kirchenbüchern werden die Taufen unehelicher Kinder nicht chronologisch unter die der ehelichen Kinder eingereiht, sondern am Ende des Taufbuches in einer gesonderten Liste vermerkt.

Trägt das nichtehelich geborene Kind später den Familiennamen des Vaters, dann muss eine Legitimierung durch eine nachträgliche Heirat der Eltern erfolgt sein, trägt es den Familiennamen der Mutter, so blieb die Mutter unverheiratet.

Viele Familienforscher entscheiden sich den leiblichen Vater zu suchen und vergessen dabei eine der wichtigsten Regeln der Ahnenforschung: „Pater semper incertus“, d.h. die Vaterschaft ist immer ungewiss, und zwar auch bei ehelichen Kindern. Nur die Mutter wusste, wer der leibliche Vater ihres Kindes war.
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