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Alt 23.02.2012, 19:57
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Hallo Bine,

ja, das war nicht unüblich - man muß sich auch überlegen, daß das für die Kinder bestimmt am einfachsten war, wenn z.B. eine Schwester der Mutter in den Haushalt kam als wenn es eine völlig fremde Frau gewesen wäre. Dazu kommt natürlich, daß dann auch nicht groß mit Mitgift und dergleichen rumgetan werden mußte, da ja im wahrsten Sinne des Wortes alles in der Familie blieb.
Naja, Liebesheiraten waren in vergangenen Jahrhunderten eher die Ausnahme - es gibt da mehr als eine Geschichte von Eheleuten, die sich nicht ausstehen konnten. Der Kindersegen war da meist nichts als "Pflichterfüllung".

Die Kinder behielten üblicherweise den Familiennamen. Das änderte sich nur, wenn sie unehelich geboren wurden und der Vater sie im Nachhinein anerkannte - oft genug durch nachträgliche Heirat.
Uneheliche Geburten konnten auch daher rühren, daß die Partner nicht heiraten durften, wofür es früher genügend Gründe gab. So konnte z.B. der Vater gegen die Heirat sein, weil der Auserwählte noch Geselle war. Sobald er dann Meister war, durfte geheiratet werden. Bis dahin waren manchmal aber schon mehrere Kinder da.

LG
Gaby
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