Einzelnen Beitrag anzeigen
  #4  
Alt 30.01.2021, 15:06
Benutzerbild von AKocur
AKocur AKocur ist gerade online weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 28.05.2017
Ort: Aachen
Beiträge: 1.252
Standard

Zitat:
Zitat von wasto Beitrag anzeigen
Bei meine Ahnen findet sich oft der Eintag für Bewilligung zur Heirat wegen Blutsverwandtschaft im 2, 3 und 4. Grad

Warum war das nötig
Weil Blutsverwandtschaft in diesen Graden ein Ehehindernis war. Der Dispens erlaubt die Eheschließung dann trotzdem, womit die Ehe dann gültig war.

Zitat:
Zitat von wasto Beitrag anzeigen
Wann wurde bewilligt
Wenn derjenige, der die Bewilligungserlaubnis hatte, der Meinung war, die Ehe solle trotz dem Hindernis des xten Grades an Blutsverwandtschaft geschlossen werden.

Zitat:
Zitat von wasto Beitrag anzeigen
Wann wurde verweigert.
Wenn der xte Grad an Blutsverwandtschaft als zu nahe gewertet wurde bzw. die Begründung, warum man die Ehe trotzdem eingehen wolle, nicht als ausreichend bewertet wurde.

Ganz grundsätzlich kann man eigentlich nur sagen, dass es natürlich Begründungen gegeben hat, warum ein Paar trotz einem Ehehindernis heiraten wollte. Ob diese dann ausreichten um den Dispens zu bekommen, lag dann größtenteils in der Hand dessen bzw. derer, die den Dispens gewähren konnten.
Dispensakten existieren häufig noch. Besser als mehr oder weniger allgemeingültige Aussagen sind doch die echten Begebenheiten deiner Vorfahren. Wenn du, wie in deinem Beispiel, sogar noch so genaue Daten hast, sollte es relativ einfach sein, bei den zuständigen Archiven danach zu suchen.

Zu Ehedispensen gibt es einiges an wissenschaftlichen Arbeiten. Hier schon mal ein online lesbares bzw. downloadbares Buch zum Thema.


Zitat:
Zitat von Schlumpf Beitrag anzeigen
Die Schwägerschaft in gerader Linie verungültigt die Ehe in allen Graden. Es ist also nicht erlaubt, seine Schwägerin zu heiraten.
Aber auch dieses Ehehindernis lies sich durch Dispens regeln.

LG,
Antje
Mit Zitat antworten