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Alt 02.01.2012, 21:52
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Standard FN Uttenhoff, Jahn, Medler, Metler, Ficker, Hopf, Geigenmüller, Meinel, Jacob, Rudert, Jahnsmüller

Auszug aus Vogtland meine Heimat …
Vogtländischer Anzeiger und Tageblatt
30. April 1937

In einem Artikel von Dipl.-Ing. Ehrhard Günther aus Adorf i. V. über das Kanzleibauerngut in Rebersreuth sind u.a. folgende genealogische Daten enthalten:

Um 1404-44 besitzt das Gut „Raubesreuth“ Claus von Uttenhoff (Wild, Reg. Nr. 57). 1477 wird Hans Jan mit dem Gut Rebersreuth belehnt, welches er Hans Polern, dieser aber Eberhard von Uttenhofen abgekauft hat. Die Zinsen betrugen jährlich 2 Rh. fl. Und 1 Scheffel Hafer auf das Schloß Vogtsberg. 1522 wird Heinrich Jahn mit dem Gut belehnt, wie er und sein verstorbener Bruder es vom Kurfüsten zu Lehen hatten.

1569 wird Nicol Jahn, der Sohn Heinrich Jahns, mit dem Gut belehnt, im Besitze seines Sohnes Fabian (+ 1592) und seiner Enkel Engelhard und Enders, die eine Teilung vornahmen, blieb es bis 1607 bzw. 1611.
1607 verkaufte Engelhard Jahn sein halbes Lehngut Schulden halber an Konrad von Raitenbach auf Freiberg, 1611 verkauft auch Enders Jahn sein 1/2 Lehngut an Philipp Medler zu Rebersreuth, der auch die andere Hälfte 1614 von Conrad von Raitenbach erhält. In den folgenden Jahrzehnten hatte Rebersreuth durch seine exponierte Lage an der Heerstraße viel durchzumachen, viele Güter wurden verwüstet, die Einwohner starben an der Pest, so Philipp Medler 1632, sein Sohn Nicol 1628 und Hans 1642. 1649 suchten die Medlerschen Erben um Erteilung der Lehen.

Bis 1658 wird das Gut von den Medlerschen Erben gemeinsam bewirtschaftet, seitdem ist es endgültig geteilt in den Fickerschen (noch heute im Besitz) und den Medlerschen Anteil (heute durch Einheirat Rudert).
„Am 16. Nov. 1646 wurde in Adorf copuliert Christoph Ficker von Würschnitz, und nunmehr angehender Bürger und Schmied allhier zu Adorf, mit Jgfr. Catharina, Nickel Metlers zu Rebersreuth hinterl. Tochter.“
Christoph Ficker stammte aus der Würschnitzer Haasenmühle, die 1628 ein Christoph Ficker, wohl sein Vater, besaß. Der älteste Sohn des Schmiedes, Wolf Christoph Ficker erwarb 1669 die alte Mühle in Rebersreuth, die bis dahin im Besitze der Müllerfamilie Hopf gewesen war, bis sie 1785 Gottfried Geigenmüller von seinem Schwiegervater Joh. Wolf Ficker kaufte.
Der zweite Sohn Adam Ficker (1660 bis 1742), Einwohner und Hufschmiedemeister in Rebersreuth, erbte das väterliche Gut, in dem sich seit dieser Zeit auch die Rebesreuther Dorfschmiede befand, die zu Zeiten, als man noch mit Pferd und Wagen fuhr, ein recht einträgliches Geschäft gewesen sein mag.
Ihm folgt Georg Wolf Ficker (*1701, +1781), Johann Heinrich F. (1734 – 1812), nach dem die Familie noch heute den Spitznamen Heinrich führt, Johann Gottfried F. (1760 – 1828), Joh. Heinr. F. (1793 – 1878). Dieser Johann Heinrich F. war der letzte, der zur Erbhuldigung nach Dresden gereist ist. … Ihm folgte Carl Gottlieb Ficker (+1907), Gustav Albin Ficker (+1911) und der jetzige Besitzer Erich Ficker.
Das andere halbe Kanzleigut blieb durch Einheirat seit 1611 auch im Besitz derselben Sippe! Bis 1632 Philipp Medler, bis 1642 Hans Medler, bis 1696 Adam Medler, bis 1731 Adam Medler, bis 1779 Johann Georg Meinel, getraut mit Anna Magdalena Medler, bis 1814 Johann Georg Meinel, bis 1827 dessen Witwe wieder verheiratete Jahnsmüller, bis 1873 Christiane Friederike Jacob geb. Jahnsmüller, bis 1884 Christian Ferdinand Jacob, bis 1912 Friedrich Eduard Rudert, getraut mit Caroline Ernestine verw. Jacob, seitdem der jetzige Besitzer Albin Edwin Rudert.
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