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Alt 05.08.2020, 22:30
Melanie_Berlin Melanie_Berlin ist offline
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Zitat von PetraNeu Beitrag anzeigen
Andere wie z.B. meine Großeltern kamen gut in der neuen Situation in O/S zurecht. Sie konnten polnisch, mein Großvater hat sofort die poln. Staatsbürgerschaft beantragt (obywatelstwo) und wieder den alten slawischen Familiennamen angenommen. Das bedeutete, dass sie Anrecht auf Lebensmittelkarten hatten, und er bekam ziemlich schnell Arbeit. Auf den Dominien arbeiteten die Frauen saisonweise und kamen so zusätzlich an Lebensmittel. In der vertrauten Umgebung kannte man Jeden und man half sich gegenseitig. Das war der unschlagbare Vorteil gegenüber dem drohenden Lagerleben in Westdeutschland, darüber war man gut informiert. Meine Familie war in jedem Fall deutlich besser versorgt als die Verwandten, die z.B. bei der Ausweisung in der SBZ hängen blieben.
Hallo Petra,

also waren das ganz pragmatische Gründe bei deiner Familie. Woher weißt du von der Staatsbürgerschaft? Kann man das irgendwo einsehen/herausfinden, wie z.B. bei den Einbürgerungsakten der USA, die es bei ancestry gibt?

In meinem Fall war mindestens die älteste Tochter, meine Uroma, bereits Jahre vor Kriegsbeginn im heutigen Brandenburg gelandet und hatte zu Kriegsende Familie und Wohnung in Berlin.

Ich vermute, dass der Hauptgrund das Alter war. Meine Ururgroßeltern feierten 1950 Goldene Hochzeit. Ich werde aber alle Kinder weiter verfolgen, vielleicht blieb ja jemand bei ihnen.

Ich danke euch!
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Viele Grüße,
Melanie
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