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Alt 05.06.2011, 10:34
roi roi ist offline
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Ich arbeite nicht direkt an einem Ortsfamilienbuch, erfasse aber Quellen, die anderen nicht zugänglich sind und die ich damit nutzbar machen will. Mein Großonkel war während der NS-Zeit "Sippenforscher" und ich habe vom genealogischen Verein (WGGF) gut 30 fertige Ahnentafeln nebst beglaubigten Kirchenbucheinträgen, Notizen usw. übernommen. Seit etwa zwei Jahren arbeite ich an diesen Unterlagen und habe sie in einer einzigen großen Datei (z.Z. 18000 Personen) zusammengefasst, da es sich fast auschließlich um Leute rund um Münster, Schwerpunkt Baumberge, handelt und ein entsprechendes Geflecht der Familien untereinander besteht. Die Daten meines Onkels ergänze ich durch die Veröffentlichungen der Mormonen und mit Hilfe des Archivs der Heimatzeitung, dass mir ab 1874 zur Verfügung steht. Eine weitere Quelle ist dann ein Buch über die hiesigen Bauernhöfe, dass 1880 veröffentlicht wurde. Einige andere Genealogen übermitteln mir immer wieder zusätzliche Daten. So entsteht zwar kein komplettes Ortsfamilienbuch von Billerbeck, aber doch eine sehr umfangreiche Datei, die ich immer wieder bei Gedbas update.
Warum macht man sowas? Ja, natürlich sind das Jahre meines Lebens - aber in erster Linie habe ich selbst Spaß an der Sache. Sich mit der Entwicklung der Bevölkerung eines Ortes zu beschäftigen ist im Grunde noch spannender als die eigene Verwandschaft zu suchen. Dass nebenbei eine ganze Reihe netter Kontakte dadurch entstanden sind, ist ein angenehmer Zusatzeffekt.
Ich arbeite zwar überwiegend allein, aber doch in ständigem Austausch. Ich denke auch, dass es besser ist, sich ein OFB nicht komplett allein vorzunehmen, sondern mit andern zusammen zu arbeiten. Man kommt ja auch immer wieder an Stellen, wo man zwar was vermutet, aber nicht weiß - da kann es helfen, mit anderen zusammen noch weitere Quellen zu suchen, die vielleicht Klarheit bringen.
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