Einzelnen Beitrag anzeigen
  #10  
Alt 14.05.2022, 01:50
Ulpius Ulpius ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 03.04.2019
Beiträge: 942
Standard

Nein, der Zustand des Steines ist nicht so, dass der Text rettungslos verloren ist. Es sind zwei Dinge, die es schwer machen. Einmal, dass die Buchstaben nicht sehr tief eingemeißelt worden sind, sodann, dass Moose und Flechten mit dem grauen Muschelkalk ein derart heftiges Wechselspiel veranstalten, dass man vor lauter Farbspielerei immer wieder die Linie verliert - das wird auch nicht besser, wenn man auf schwarz-weiß umschaltet. Ich nehme an, dass es sich um lokalen Muschelkalk handelt, der ist recht hart, aber auch von einer Konsistenz, die es sehr erschwert, glatte Oberflächen herzustellen. Ist also rauh und das verstärkt die Probleme noch.
Wie steht der Stein denn zur Sonne? Nur wenn er genau nach Norden zeigen würde wäre es tatsächlich sehr schwer, alle anderen Richtungen sollten Schlagschatten erlauben. Eine Möglichkeit ist auch, Wasser auf die Fläche zu geben und dann zuzuschauen, wie das verdunstet. Das geschieht nicht auf einen Schlag, sondern in den Vertiefungen bleibt das Wasser länger und man kann so vorankommen.

Ich habe nun ein bisschen versucht, es ist hoch spekulativ, vielleicht mehr ein Anstoß, um vor Ort zu schauen, ob das sein kann oder nicht.

Im Jahre 1877
hat
G. ??? … bitten
Georg Bauer
Oekumeni ???
Geb zu ??? den 12. Januar 1811
??? 14. Februar 1876



Struktur scheint also zu sein: Termin, zu dem etwas bestimmtes passiert ist (Zeile 1-3)
Name und Beruf von Georg Bauer (Zeile 4-5)
Geburtsort und -datum (Zeile 6)
vermutlich Sterbeort und -datum (Zeile 7)


Kann das sein?
Mit Zitat antworten