Einzelnen Beitrag anzeigen
  #23  
Alt 14.05.2022, 13:05
Xylander Xylander ist gerade online männlich
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 30.10.2009
Beiträge: 5.670
Standard

Hallo sternap, hallo zusammen,
ja, aber im Winter blieben von den Besatzungen sicherlich nicht viele dort. Hochbetrieb herrschte in der Saison, wenn die Güter von den Seeschiffen auf die Kähne mit geringerem Tiefgang umgeladen wurden. Und da wurde dann auch von der Heuer einiges "umgeladen".

Es bleibt also bei der Herleitung des Ortsnamens Vegesack vom Gasthausnamen tho de/thom Veg(h)esacke/Fegesacke. Die Form im Femininum erscheint nur anfangs, danach verfestigt sich das Maskulinum. Jedenfalls handelt es sich um einen Satznamen mit der "Bedeutung Kehr den Geldbeutel/den Hosensack aus".

Auf einer auf 1557 datierten Karte, siehe Anhang, finden sich in der Ecke oben links drei Häuser mit der Bezeichnung Die Fegesack. Das mit dem Schornstein ganz links könnte das Gasthaus sein. Interessant die rechts anschließende Bezeichnung Der Schönebecker Meier. Einer von damals dreien war Rembert thom Vegesack.
https://die-maus-bremen.info/index.php?id=92 (siehe unter V)
https://www.google.de/books/edition/...sec=frontcover

Der Krug gab also nicht nur dem Ort, sondern auch dem Wirt den Namen.

Heute und morgen feiern sie übrigens in Vegesack das 400er Jubiläum, bezogen auf die Anlage des künstlichen Hafens. Da können sie dem Namen Vegesack die Ehre erweisen.

Viele Grüße
Peter
Nachtrag: Text zur unteren Karte: Der Bremer Geograph Dilich zeichnete um 1600 eine Karte
aus der man erkennen kann, dass schon vor dem Hafenbau
(1619 – 1623) Schiffe in der Aue/Lesummündung ankerten.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg 1557 Vegesack.jpg (161,6 KB, 8x aufgerufen)

Geändert von Xylander (14.05.2022 um 22:36 Uhr) Grund: Nachtrag
Mit Zitat antworten