Einzelnen Beitrag anzeigen
  #3  
Alt 14.06.2021, 15:59
Sbriglione Sbriglione ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 16.10.2004
Beiträge: 127
Standard

Hallo Alter Mansfelder,

der Text zur Frage des wirtschaftlichen Niederganges scheint teilweise auch für meine Ruppiner Adelslinie Entwicklungen wiederzuspiegeln, die es da offensichtlich gab:

richtig schlimm (von einem schon sehr armseligen Ausgangspunkt her) scheint es bei mir eigentlich nur die v. SANDOW getroffen zu haben, was sicherlich nicht ausschließlich an den Plünderungen des 30jährigen Krieges lag, sondern durchaus auch daran, dass offenbar schon der Vater meines Deutschordensritters den eigentlich als Fortsetzer der Linie vorgesehenen jüngeren Sohn als verantwortungslosen "Hallodri" angesehen hat. Leider fehlen mir zu diesem Sohn weitere unmittelbare Quellen nach dessen Heirat, aber aus dem Vertrag der Eltern mit ihm und meinem Vorfahren bezüglich der Übertragung der beiden Rittergüter ist schon massives Misstrauen herauszulesen. Alles was sonst noch sicher zu sein scheint ist, dass dieser Sohn noch vor meinem Vorfahren kinderlos verstorben ist und die Rittergüter massiv verschuldet waren.

Bei der Linie der Mutter dieser Generation (eine v. FRATZ) weiß ich sicher, dass sich diese Familie tatsächlich durch die Übernahme von Offiziersstellen und gutes Wirtschaften konsolidieren konnte; von einer dritten Vorfahrenlinie aus der Region, bei der ich leider nie die konkrete Stammfolge ermitteln konnte (v. SCHÖNERMARCK), weiß ich, dass ein Zweig dieser Sippe nach Goslar gezogen, dort in den Großhandel eingestiegen und zunehmend "verbürgerlicht" ist.

Was übrigens Deine Niederadelsfamilien betrifft: an die v. WATZDORF habe ich ebenfalls eine Anbindung über eine sehr unsichere Sekundärquelle (König's "Genealogische Adels-Historie": danach soll eine v. WATZDORF angeblich die Mutter von einer v. OBERNITZ gewesen sein, die dann wiederum angeblich die Ehefrau meines immerhin gesicherten Vorfahren Adolar VITZTUM v. ECKSTEDT gewesen sein soll - leider alles nicht über seriösere Quellen zu bestätigen)...

Grüße!
Giacomo


P.S.: bei meinen thüringischen Niederadels-Vorfahren und deren weiteren Vorgängern habe ich eine ziemlich breite Streuung und zahlreiche Familien dabei, bei denen sich Phasen des Widerstandes gegen die Fürsten (bei den meisten der Familien im 14. - 15. Jh.) mit solchen Phasen abgewechselt haben bzw. durch sie vertauscht wurden, in denen Geld und Macht im Fürstendienst erworben wurde (ich habe u.a. die VITZTUM v. APOLDA, v. BERLEPSCH, v. TETTENBORN, v. MÜNCHHAUSEN, KLENCKE, v. BODENHAUSEN und v. der HUDE, um nur einige der Familien aus Thüringen, Hessen, Niedersachsen und Hamburg-Bremen zu nennen).
Mit Zitat antworten