Einzelnen Beitrag anzeigen
  #3  
Alt 09.10.2011, 15:26
Benutzerbild von Jörg 56
Jörg 56 Jörg 56 ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 30.10.2008
Ort: NRW Essen
Beiträge: 1.772
Standard

Hier sind aus der Zeitschrift Unser Danzig 1958, Nr. 3,
Suchanzeigen (Gesucht werden) aus Danzig.

Vielleicht kann es ja jemand gebrauchen.

Danziger Kinder werden gesucht

Aus der Stadt Danzig bzw. aus dem Gebiet der Freien Stadt Danzig
werden folgende Kinder oder Angehörige von elternlosen Kindern gesucht:

Renate Hohmann aus Danzig-Neufahrwasser, Albrechtstr. 17,
*15.10.1944, gesucht von ihrem Großvater Gustav Profe, *8.9.1898.
Das Kind wird seit dem Untergang der Wilhelm Gustloff vermißt.
Angeblich soll es von einem Matrosen gerettet worden sein,
es trug ein weißes Wolljäckchen.


Walter Korn aus Danzig-Schidlitz, Obertr. 97, *5.10.1940, gesucht von
Seiner Mutter Hedwig Korn. Im September 1945 oder 1946 wurde Walter,
zu Hause, Bengelchen genannt, mit einem Krankenwagen abgeholt, weil er
Typhus hatte, er soll nach Danzig- Neufahrwasser gekommen sein.
Walter Korn hat blaue Augen, mittelblondes Haar und war bekleidet
Mit einem braunen Krimmermantel, blauer Wollmütze, dunkler Trägerhose,
dunklem Pullover, langer Hose und Halbschuhen.


Dieter-Heinz Kurowski aus Danzig-Langfuhr, *6.7.1941, wird gesucht.
Der Junge lebte bis 1946 noch mit seiner Mutter in Danzig-Langfuhr zusammen.
Als die Mutter zum Arbeitseinsatz nach Hohensalza kam, hat eine Frau
Ottilie Wandtke das Kind vorübergehend betreut. Ein Eisenbahner, der
vielleicht jetzt noch im polnisch besetzten Gebiet lebt, übernahm von Frau
Wandtke das Kind. Es ist möglich, daß dieser Eisenbahner, dessen Name
Unbekannt ist, in Danzig-Ohra oder Langfuhr gewohnt hat.


Dagmar-Donita Lukowski aus Danzig-Gr. Walddorf, Hummelweg 6,
bei Frieda Matusch, *8.10.1941 in Danzig-Langfuhr, gesucht von ihrer
Mutter Wilhelmine Staebn, geb. Lukowski, *23.12.1918. im August 1946
wurde die Pflegemutter des Kindes aus Danzig-Gr. Walddorf ausgewiesen
und mußte das Kind da es krank war, zurücklassen. Als besonderes
Merkmal hat Dagmar-Donita einen kleinen Leberfleck an der linken oder
rechten Schulter.


Waltraut Müller aus Danzig-Schidlitz, Karthäuerstr. 172, *28.6.1943, gesucht
von ihrem Vater Hans Müller, *26.8.1911. Im März 1945 befand sich das Kind
noch bei seiner Mutter Hedwig Müller, geb. Jopp, die ebenfalls vermißt wird.
Angeblich soll sie das Kind einer Frau Hedwig Schmidt übergeben haben,
die es einer unbekannten Frau überließ.


Norbert Petzelt, *9.1.1943, am 10.3.1945 bei Kriegshandlungen von seiner
Mutter getrennt, wird gesucht. Bei Gotenhafen nahm an diesem Tag ein
deutscher Soldat das Kind der Mutter ab, weil er ihr helfen wollte.
Die Mutter selbst kam in russische Gefangenschaft.
Der Junge hatte einen Zettel mit seinem Namen bei sich.
Er selbst nannte sich öfter Hammertein, oder Bullermann.
Der Knabe trug einen weinroten Mantel mit weißem Kragen, eine rote
Teufelsmütze mit Streifen, eine dunkelblauen Wollpullover mit Reißverschluß
und braune Lederschuhe. Welcher Soldat nahm am 10.3.1945 der Mutter
das Kind ab?


Peter Plicht aus Zoppot, Rickertstr. 37, *7.1.1942, gesucht von seinem Vater
Franz Plicht, *4.9.1905 in Danzig, Peter soll Zoppot am 2.3.1945 in Begleitung
Des Fräulein Irene Piotrkowsky mit einem DRK-Zug verlassen haben. Wer kann
über den jetzigen Aufenthalt von Fräulein Irene Piotrkowsky Auskunft geben.


Manfred-Klaus Reuß, *17.11.1943, wird gesucht.
Er befand sich bei einen Fräulein Pioch in Zoppot, Annenstr. 2, in Pflege.
Fräulein Pioch verstarb im Sommer 1945. Es ist möglich, daß andere Einwohner
Zoppots sich des Kindes angenommen haben. Wer kann Auskunft über den
jetzigen Aufenthaltsort des Knaben geben?


Eckard Erich Splitt aus Danzig-Langfuhr, Westerzeile 64, *9.3.1940,
wird gesucht. Er war mit seiner Mutter und seinen Geschwistern auf der Flucht.
Als die Mutter verstarb war er mit seinen Geschwistern auf Hela.
Im März 1945 befand er sich während eines Fliegerangriffs in einer
Baracke und mußte diese, da sie von Bomben getroffen war, mit seinen
Geschwistern verlassen. Hierbei wurde er von seinen Geschwistern getrennt.
Eckhard Erich Splitt schielte auf einem Auge etwas und trug eine Brille.
Er hatte einen hellblauen Bleyle-Anzug an, trug einen grünen Lodenmantel
und mußte ohne Schuhe aus der Baracke laufen.


Die Geschwister Thiel aus Elbing, Bergstr. 5, Regina, *26.7.1943, und
Hubert, *13.9.1944, gesucht von ihren Eltern Helmut und Maria Thiel.
Die Kinder haben Elbing am 25.1.1945 in einem Omnibus verlassen sollen
und bei der NSV in Danzig-Langfuhr abgegeben worden sein.
Hubert Thiel soll von einer Frau aus Danzig-Langfuhr mitgenommen worden sein.
Regina Thiel hat rotblonde Locken und trug ein blau-rot-weiß kariertes
Hängekleid mit einem weißen Kragen, darunter einen blauen Trainingsanzug.


Aus Danzig-Langfuhr wird die Mutter Edith Margarete Zimmermann gesucht
Von ihrer Tochter Helga Zimmermann, *28.2.1943 in Danzig.
Die Mutter war zuletzt in Danzig-Langfuhr als Hausgehilfin tätig.


Aus Danzig-Schidlitz wird eine Frau Domanski gesucht, die die Kinder
Klaus Domanski, *1937, und Rosemarie, *??, im Danziger Waisenhaus
Altschottland untergebracht hatte. Bis 1945 besuchte Frau Domanski

regelmäßig ihre beiden Kinder.


Aus Gotenhafen werden Eltern und Angehörige eines Gerhard Sadrojewski,
*23.8.1940 in Gotenhafen gesucht. Seine Mutter Hedwig Sadrojewski,
soll verstorben sein.


Aus Danzig werden Olga Neumann und Walter Petrinski gesucht von den
Zwillingen Hans-Peter und Irmgard Neumann, *12.4.1937 in
Danzig-Langfuhr, Tobiasgasse 5, wird der Vater Friedrich Lemke, *25.9.1907,
gesucht von seinem Sohn Günter Lemke,*15.10.1938 in Danzig