Ahnenforschung.Net Forum

Ahnenforschung.Net Forum (https://forum.ahnenforschung.net/index.php)
-   Militärbezogene Familiengeschichtsforschung (https://forum.ahnenforschung.net/forumdisplay.php?f=62)
-   -   Post von der WAST bekommen - bitte um Eure Hilfe dazu (https://forum.ahnenforschung.net/showthread.php?t=180372)

Daniel1808 05.10.2019 17:46

Post von der WAST bekommen - bitte um Eure Hilfe dazu
 
Hallo zusammen,

ich habe Post vond er WASt bekommen zu meinem Urgroßvater namens Franz Krieg.

Ich habe leider überhaupt keine Ahnung davon, welchen Weg mein Urgroßvater gegangen ist, bzw. steige ich durch die Mitteilung nicht durch.
Vielleicht könnt ihr mir dazu helfen bzw. habt noch mehr Infos über die Regimente bzw. wo man über ihr vielleicht noch Infos zu den Standorten bekommen kann.

Heimatanschrift: Ernstberg, Kreis Gumbinnen
Einberufungsdatum: nicht verzeichnet
Erkennungsmarke: (NUMMER) - 4. Kompanie Infanterie-Regiment 312

Truppenteile:
ab 19.08.1939 1.Batalion Infanterie-Regiment 312
und am 30.08.1939 Weißerem Goldap

ab 20.09.1939 2.Kompanie Infanterie-Ersatz-Batalion 312
und am 23.09.1939 Standort: Goldap

Lazarettaufenthalt:
30.08.1939 Reservelazarett Insterburg -wegen Erkrankung-
Zugang: vom Feldlazarett 206 ohne Ortsangabe
Abgang: 18.09.1939 zeitlich untauglich

Entlassen: 23.09.1939

Dienstgrad:
am 30.08.1939 Schütze


Das sind die Infos die ich bekommen habe. Kann mir jemand helfen mit den ganzen Truppen und Divisionen etc.?

Vielen Dank vorab und viele Grüße

Daniel

P.S.: lt. damaliger Aussage des Roten Kreuzes, wird er und seine Frau (also meine Urgroßeltern) noch immer als vermisst geführt. Leider habe ich auch keine weiteren Informationen vorliegen. Nur Geburtsdaten und Geburtsorte.

sonki 05.10.2019 17:57

Hallo,

das Regiment 312 unterstand der Infanterie Division 206 - das zugehörige Kriegstagebuch für obigen Zeitraum ist hier einsehbar (30.08.1939-24.09.1939 - die Seiten gehen in der Zeit zurück - also Seite 1 ist das zeitliche Ende): http://wwii.germandocsinrussia.org/d...inspect/zoom/5

P.S. U.u. aber für dich weniger interessant, da er ja wohl im Ersatz-Batallion war, das eventuell nur im Hinterland (Goldap) war.

Basil 05.10.2019 19:01

Hallo Daniel,

das Infanterie-Regiment 312 gehörte zur 206. Division, das Infanterie-Ersatz-Bataillon 312 stellte den Ersatz für die 206. Division. Das Ersatz-Bataillon war für Rekrutierung und Ausbildung zuständig und war, wie sonki schon schrieb, in Gumbinnen bzw. Goldap stationiert und als Ersatz-Einheit nicht an der Front.

Nach dem Aufenthalt im Reservelazarett, ein Militärkrankenhaus im Heimatland, kam dein Urgroßvater zunächst in das Infanterie-Ersatz-Bataillon, um von dort einem Infanterie-Regiment zugeteilt bzw. entlassen zu werden. Da dein Urgroßvater am 23. September entlassen wurde, war er anscheinend nicht im Kriegseinsatz.

Hier noch das Reservelazarett Insterburg. Das Feldlazarett 206 gehörte zu den Divisionseinheiten der 206. Division.

Viele Grüße
Basil

Daniel1808 06.10.2019 16:19

Hallo Sonki,
Hallo Basil,

vielen Dank für die beiden Antworten. Sehr interessant.

Aber wenn mein Urgroßvater am 30.08.1939 den Dienstgrad Schütze hatte, müsste er doch aber "an der Front" gewesen sein. Ich verstehe das so, dass er vor seinem Aufenthalt im Lazarett Schütze war und nach dem Aufenthalt als "untauglich" entlassen wurde. D.h. etwas musste mit ihm ja geschehen sein.

Viele Grüße

Daniel

Henry Jones 06.10.2019 16:37

Hallo Daniel,

dein Urgroßvater war ja bereits vor Beginn des Krieges wegen einer Erkrankung im Lazarett. Danach wurde er über den zuständigen Ersatztruppenteil (I. E. B 312) aus der Wehrmacht entlassen.

An der Front/Polenfeldzug war er m. E. nicht mehr eingesetzt. Schütze war der unterste Mannschaftsdienstgrad. Er sagt nichts darüber aus ob er gekämpft hat oder nicht.

Gruß Alex

Daniel1808 06.10.2019 17:35

Hallo Alex,

ach so, dann verstehe ich das. Das würde ja bedeuten, dass er aus dem Lazarett entlassen wurde und dann kein Kriegsteilnehmer mehr gewesen ist aufgrund seiner Erkrankung?
Schade das man nicht weiß, was das für eine Erkrankung war :-(

Er wird ja noch sowie seine Frau heute als vermisst geführt und niemand weiß näheres :-(
Ich weiß nur, das der letzte Wohnort wohl Alt-Kattenau (Kreis Gumbinnen) gewesen sein soll.

Gruß

Daniel

Acanthurus 08.10.2019 00:23

Hallo,

wenn er diensttauglich war und kurz darauf nach einem Lazarettaufenthalt dienstuntauglich entlassen wurde, so ist etwa eine zugrundeliegende Verletzung möglich. Sowas war auch außerhalb von Kriegshandlungen und in Friedenszeiten beim Militär relativ häufig.

Bei dem Wohnort in Ostpreußen ist es möglich, dass das Paar bei den Kämpfen 1944/45 bzw. auf der Flucht ums Leben kam. Hier könnte man den Suchdienst des Roten Kreuzes bemühen, um etwaigen früheren Schicksalsklärungen auf die Spur zu kommen.

Grüße, A.

Daniel1808 08.10.2019 18:10

Hallo Acanthurus,

vielen Dank für deine Nachricht. Ich werde es auf jeden Fall dort mal versuchen. Vielen Dank für den Hinweis!

Viele Grüße

Daniel

Olivia S. 27.10.2019 22:26

Hallo, Daniel!



Das Bundesarchiv (Ex-WASt) verschickt jetzt oft die Karteikarten als Kopie oder Scan an Angehörige. Frag doch einfach noch einmal nach, ob man Dir die Karteikarte als Scan zuschicken kann. Geht bestimmt auch per Anhang an eine Email. Vielleicht ist ja auf der Karteikarte der Grund des Lazarettaufenthalts und somit vermutlich auch der Grund der Entlassung vermerkt.



Gruß von Olivia


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 10:42 Uhr.

Powered by vBulletin® Version 3.8.8 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2019, vBulletin Solutions, Inc.