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consanguineus 09.12.2020 13:34

Hallo zusammen!

Schon 1701 galt: aufgepaßt im Umgang mit Tieren!

Dom. 25. p. Trinit ist Henni Nevi
dem jüngeren ein Sohn von 8 Jahren
begraben welchen der große Eber im Felde
am Berge zermalmet u. sehr zerrißen
das Er 2. Tage daran qualen mußen
und elendig gestorben. ist ein großes
unglücke gewesen domestica mala majora lacrimis

Viele Grüße
consanguineus

Andrea1984 09.12.2020 15:48

Hallo.

Oha, das arme Kind bzw. die armen Eltern.

Traurige Grüße

Andrea

mogli12345 11.12.2020 11:46

Mein Vorfahr Paulus Horn, Müllermeister, wurde am 24.11.1818 in Neuhaus an der Pegnitz vom Mühlrad zerquetscht. Der mündlichen Überlieferung nach soll sein Schürzenband ins Mühlrad gekommen sein.

Anna89 14.12.2020 13:29

Zitat:

Zitat von Jen89 (Beitrag 1318363)
Ebenfalls in Leitzkau gefunden:
Verstorben im Juli 1681
Die alte Margreta in armen Hause 103 Jahr ihres Alters, so den 10. July 1579 gebohren.

Ich kann mir vorstellen, dass das Alter in diesem Fall sogar stimmen könnte.

Denn warum sollte sich der Pfarrer das Geburtsdatum ausdenken?
Leider ist die Richtigkeit des Alters nicht mehr überprüfbar, denn die KB von Leitzkau beginnen erst 1625.

103 ist ein tolles Alter, und warum sollten Menschen damals nicht so alt geworden sein? Klar, es gab keinen Wohlstand, keine Medizin, aber es gab immer schon ein paar glückliche Menschen, die steinalt wurden. Schade, dass du es nicht mehr überprüfen kannst, das wäre interessant geworden :)

Friedrich 14.12.2020 15:53

Moin Anna,


es geht hier nicht um die Frage, ob Menschen zu dieser Zeit älter als 100 Jahre werden können. Hier liegt kein verifizierter Eintrag über die Geburt vor, was bedeutet, dass das Alter einzig und allein aus den Daten des Sterbeeintrages hervorgeht. Ich verstehe Jen89 so, dass es hier um die mangelnde Überprüfbarkeit geht, der Sterbeeintrag aber hinsichtlich des Alters wegen der genauen Angabe des Geburtsdatums plausibel ist. Das war nicht immer so.


Friedrich

Jen89 15.12.2020 14:38

Ja, genau. Friedrich hat meine Aussage richtig gedeutet.
Oftmals stimmt das Alter bei den Sterbeeinträgen nicht, weil sich der Pfarrer verrechnet hat oder das Alter oft nur geschätzt wurde.
In diesem Fall ist aber ein genaues Geburtsdatum angegeben, was für die Richtigkeit des Alters spricht, auch wenn der eigentliche Geburseintrag nicht mehr vorhanden ist.

TükkersMitÜ 29.12.2020 17:21

Der Soldat Urban Winstorffer ist 1667 in Söllingen im Suff die Treppe hinunter gefallen und "elendiglich" verstorben. Laut Pfarrer war er "homo maxime impius". Der Bibelvers bei der Beerdigung lautete dann "Wo der Baum fällt, so bleibt er liegen." :D Selbst bei der Wiederheirat der Witwe 2 Monate später wies der Pfarrer darauf hin, was Urban für ein schlechter Mensch gewesen ist...

Viele Grüße
Annika

idrzewiecki 02.01.2021 12:32

Einer meiner Vorfahren, der arme Johann Wilhelm Dietrich (aka Diedrichs) erlitt auch ein tragisches Ende. Laut Eintrag im Kirchenbuch wurde er "von einem vollbeladenen Kartoffelwagen überfahren" und verstarb später an den Folgen.

https://data.matricula-online.eu/de/...uz/2333/?pg=62

TükkersMitÜ 06.01.2021 11:15

Aus dem Fränkischen Volksblatt (Würzburg) vom 24.10.1918:

„Todessturz aus dem Fenster. Der im Inneren Graben wohnende, an der Grippe erkrankte Student Johannes Klotz aus Crimmitschau in Sachsen, stürzte in der Nacht von Montag auf Dienstag aus dem Fenster seiner Wohnung, das er anscheinend, um Luft zu bekommen, geöffnet hatte, auf die Straße und war alsbald tot.“

Jen89 10.01.2021 14:29

Todesfälle in Hoym, Sachsen-Anhalt
 
Die Jahre 1602/1603 waren in Sachen Todesfälle doch etwas außergewöhnlich im kleinen Örtchen Hoym.


13.11.1602
Eine Magd von Gernroda [= Gernrode] bürtig, so vor 14 Tagen ohn gefehr von ihrer leiblichen Schwester Dorothea, Caspar Kerns Weib, ermordet, und im Kopf und Gesicht jämmerlich zuhackt unnd zerstümmelt.


Dominica XIII post Trinit. 1603
Caspar Kerns Kind, so den 10 July zu Ballenstedt im Gefengniß geborn, und deßen Mutter hernach den 2 Septembr. darümb da sie ihre Schwester vorig jars zu Tod verbracht, enthauptet.

Mai 1603
Friedrich Bethmanns Kind, so da umb den Bauch mit keiner Haut umbgeben, sondern weil das ____nerliche Beheltniß, von physicus peritonaeum genannt in der geburtsstunde mitten entzwey gesprungen, darüber es einen langen schrey gethan, ist ihm leber, gall, magen, und gederm gantz bloß anzusehen gewesen, hatt hernach keinen laut mehr von sich gegeben und nach dem er 24 Stunden gelebt, verschieden.


Den letzten Fall finde ich persönlich gerade besonders schlimm, da ich im April selbst mein erstes Kind erwarte. Dieser Anblick muss für alle Beteiligten ein echter Schock gewesen sein.


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