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Der Görlitzer 21.11.2023 22:41

KB Kühschmalz 1666 S. 263

"den 22. Juli ist Simon Grumann dem Klinckmüller ein Sohn (welchen daß Wether erschlagen hathe) begrabn wordn."

Sbriglione 27.11.2023 19:00

Aus dem Kirchenbuch von Goldlauter im Thüringer Wald von 1619:

"Mittwochen am Tage Egiddii am 1. 7bris gegen Abend zwischen 7 und 8 Uhr ist Cunigund, Melchior Schollen Weib gestorben und volgend Donnerstag den 2. 7bris begraben worden Ist von 4 Hexen, auß dieser Gemmeindt, die 10 Tage zuvor zu Suhla jusdificiret worden, auch der Heyereyn oder Zauberey berüchtigt zund bezichtiget worden, dessen sie sich angenommen, das sie darüber kranck worden und todes verfahren, Als solches in die Suoerindtendentz Suhla berichten worden, so ist der Bescheid ervolget, weil sie noch uff freyem Fuß ohne gefengliche Verhafftunge von der Obrigkeitt gelaßen, und also todes verfahren, also sie mitt gewönlichen Ceromonien und einer Leichpredigt zur Erden bestattet worden, doch dan zu ende der Leichpredigt der Heyerey bezichtung gedacht worden solcher gestalt, weil nun die bezichtigung Jedermann bewust, das mann es dem gerechten Richter, vor dessen augen alles bloß und Erdenkett, der auch an Ienem Tage für gericht bringen wirdt, das alhier verborgen ist, heimstellen müßen, sie seye nun schüldig oder unschüldig, werde sie es wol finden, mit angehengter ermanung, das mann sich für dem Teuflischen Hexenwerk so wohl als auch für andern groben sünden und Lastern, hütten, auch allen bösen Schein meiden sol, uff das wenn man einer oder andern Snden felschlich bezichtigtt worden, mann sich deß guten geweißen trösten können werde, mann aber mitt warheit bezichtigett, das mann die Sünde erkenne, bereue, und Gott umb Vergebung derselben bitten und sich gewinnen und bekehren laßen, Damitt solche Leute wieder nüchtern werden mögen, auß deß Teufels Strick, von dem sie gefangen sindt".

Vielleicht noch als eine kleine Ergänzung: eine der vier "Hexen", die diese Frau unter Folter mit bezichtigt hatten, war Margarethe, verwitwete Stirner, die wohl hauptsächlich durch die ganz offensichtlich an den Haaren herbeigezogenen Aussagen eines meiner Vorfahren (u.a. sie habe sich in eine Katze verwandelt, als er sie in seiner Scheune erwischt und verprügelt habe) in den Fokus der Richter geraten war. Im Sterberegister zu Suhl wurde die Hexenverbrennung noch nicht einmal erwähnt...

Sbriglione 09.12.2023 17:06

Aus dem Schlanstedter Sterberegister des Jahres 1709:

"Elisabeth Speden aus Kleinen Dedeleben bürtig ist alhier alß eine Bluthschendrische delinquentin eine Zeitlang in arrest gesessen und nachden sie ihr in blutschenderischer Unzucht gezeugtes Kind gebohren bald darauf in eine gefährliche Krankheit gefallen, daran sie auch endtlich in spürlicher Kerkentnis und bußfertiger bereuung ihres sehr schweren Sündtfalls verstorben den 21.Xber".

Scherfer 10.12.2023 16:03

Sondershausen, Dreifaltigkeitsgemeinde, 9. April 1646:

"Johannes Casparus, Georg Pfeiffers von Düringenhausen Söhnlein, welches nachdem die Krieger [...] grosser Anzahl das Kirchnershauß auff [...] den 3. Aprilis gestürmet, Und geplündert, die geschrockene Muttermilch gesogen, daher es folgenden Tages kranck worden, Und hat sich die Schwachheit von Tage zu Tage gemehret, biß es den 9. Aprilis sanfft verschieden, nachdem es in diesem Jammerthal gelebet 22 Wochen."

Wolfg. G. Fischer 10.12.2023 16:51

"Interessante" Sterbefälle
 
1946/47 stirb ein Mann, angeblich an Herzschlag. In Wahrheit hatte er sich erhängt.

Andrea1984 12.12.2023 23:57

Gerade habe ich einen etwas kuriosen Todesfall gefunden, in der Hauschronik Ebensee:

Ein Bub (ein Bruder einer Vorfahrin von mir) ist im Alter von 4 1/2 Jahren im Jahr 1651 beim Schlittenfahren in der Traun ertrunken.

Mehr Informationen gibt der Eintrag nicht her.


Traurige Grüße

Andrea

P.S. 1946 oder 1947?

Sbriglione 19.12.2023 20:22

Aus dem Sterberegister der Peter-und-Pauls-Kirche zu Halberstadt für die Jahre 1696 - 1716 für das Jahr 1706:

"Ernst Heinrich Bätzendorff Schuknecht aus Zelle bürtig, welcher durch einen noch unbekannten Zufall da er des Abendts im finstern von der Herberge nach Hause gehen wollen, in den Brunnen in der oberpaulsstraße gestürzet und darin ersoffen, des Abends in begleitung etl. paar Männer und Schuknechte da Hlr. Past. Altewin die Collecte gesungen, auch vor u. nach unser Hlr. Cant. mit 10 paar Knaben gesungen, auf dem neustädtischen Kirchhof beygesetzet. aetat."

Andrea1984 29.12.2023 22:20

Habe gerade zufällig einen Sterbeeintrag gefunden. Selbstmord durch Erhängen.
Der Pfarrer hat ergänzt: Zustand geistige Verwirrung.

Der Herr hat im frühen 20. Jahrhundert gelebt und dennoch oder geradeshalb ein christliches Begräbnis erhalten.

Wow, damit hätte ich nicht gerechnet.

Traurige Grüße

Andrea

Adrian09 02.01.2024 00:24

Hallo,
Bei meinem 4x Urgroßvater steht, dass dieser in der Nacht vom 15. auf den 16. September 1886 von seinem Schwiegersohn im Jähzorn erschlagen wurde.

Bienenkönigin 04.01.2024 07:57

Guten Morgen,
in der Nähe der Wieskirche (Pfaffenwinkel, Bayern) kam 1847 ein 71jähriger Bauer mit seinem Gefährt vom Wege ab und ertrank im Wasser eines Grabens. Er wurde am nächsten Morgen von der Erntedank-Prozession entdeckt.
Die genaue Geschichte hat der Pfarrer hier festgehalten (vierter Eintag):
https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5B...9cb8a8d50dae03

Viele Grüße
Bienenkönigin


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