Ahnenforschung.Net Forum

Ahnenforschung.Net Forum (https://forum.ahnenforschung.net/index.php)
-   Erfahrungsaustausch - Plauderecke (https://forum.ahnenforschung.net/forumdisplay.php?f=38)
-   -   Seltsame Todesursachen und "interessante" Sterbefälle (https://forum.ahnenforschung.net/showthread.php?t=28720)

Balle 23.09.2019 08:31

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Im Alter von drei Jahren starb Wübke im Gefängnis in Blexen weil ihre Eltern wegen Diebereien dort einsassen.
Eine traurige Geschichte:

Ralf-I-vonderMark 07.10.2019 22:09

Hallo zusammen,

am +13.01.1754 starben auf tragische Weise 3 Kinder des Untersten Müllers zu Goddelsheim Johann Burchhard Bick & Anna Catharina Schäfer.

Denn Anna Catharina (*27.09.1749), Johannes (*15.04.1751) und Clara Elisabeth (*13.07.1753) sind durch „Dampf vom Ofen erstickt“.

Nur das älteste Kind Catharina Margaretha (*23.01.1748) hat den Schicksalsschlag überlebt. Insgesamt sind aus der Ehe 11 Kinder hervorgegangen, von denen immerhin 4 erwachsen wurden.

Ein ähnlicher Fall wurde hier schon einmal vermeldet, nur mehr als 100 Jahre später und nicht in einer Mühle.
vgl. https://forum.ahnenforschung.net/sho...&postcount=222
und https://forum.ahnenforschung.net/sho...&postcount=223

Viele Grüße
Ralf

Posamentierer 26.10.2019 15:34

Guten Tag,

ich bin gestern zufällig über diese grauenhafte Liste von Todesfällen gestolpert, nach der dem Mühlenmeister Wilhelm Lange in Berlin (Sophienkirche) an einem Tage drei Töchter an Scharlach starben, gefolgt zwei Tage später von einem Sohn (Entzündungsfieber) und weiteren drei Tagen später wieder einer Tochter (Bräune, also Diphtherie). Insgesamt verloren so fünf Kinder binnen fünf Tagen ihr Leben.

Wenn man Familienforschung betreibt, kann man wohl nicht zu den Imfskeptikern gehören.


https://www.ancestry.de/interactive/...=0070381-00260


https://www.ancestry.de/interactive/...=0070381-00261

Ursula 26.10.2019 21:40

Hallo,

das ist so grausam:

Der Taufeintrag: "getauft den ausgestreckten Arm, den der Chirurg in den Mutterleib zurückschob, ihn schließlich mit großer Kraft vom Körper abriss, woraufhin die Entbindung des ganzen Körperleins bald folgte."

Der Sterbeeintrag dazu: "ein Kind weibl. Geschlechts des Georg E., von dem Chirurgen … mit höchster Gewalt aus dem Mutterleib herausgezogen, nachdem vorher ein Arm vom Körper losgelöst worden war."

Die Frau hat es überlebt, hat anschließend noch 5 Kinder bekommen und ist mit 66 Jahren gestorben.
Wieviel Angst muss sie bei den folgenden Schwangerschaften gehabt haben, nach diesem schrecklichen Erlebnis.

Welch grauenhafter, unvorstellbarer Schmerz für das Kind und die Mutter. Ich komm da gar nicht drüber hinweg und wenn ich mir das vorstelle, dreht sich mir der Magen um.


Viele Grüße
Uschi

Friedrich 26.10.2019 22:54

Moin zusammen,


unsachgerechte Geburtshilfe kann schlimme Folgen haben, sogar bei der Prominenz. Kaiser Wilhelm II ist ein treffendes Beispiel. Der kam mit einem verkrüppelten Arm zur Welt, weil man die Fehllage nicht beheben konnte.



Friedrich

Anna Sara Weingart 26.10.2019 23:26

Hallo, sein Arm war nicht verkrüppelt, sondern gelähmt.

"Wahrscheinlich haben die Manipulationen unter der Geburt zu einer unwiderruflichen Schädigung des Armnervengeflechts in der Achselhöhle (Plexus brachialis) und damit zu einer so genannten Erb-Duchenne-Lähmung geführt." - https://scilogs.spektrum.de/medicine...-deren-folgen/

Niederrheiner94 27.10.2019 00:40

Guten Abend!


Viel schlimmer für Kaiser Wilhelm II. war sicherlich die nachfolgende "Behandlung" durch die neu aufkommenden Therapiemethoden mithilfe der Elektrizität und die Verachtung durch seine Mutter.


@Ursula: Meine Güte, das liest sich wirklich grausam.



Gruß
Fabian

Asphaltblume 30.10.2019 00:28

Himmel, diese brutale Zerstückelung bei der Geburt ist ja entsetzlich - und wenn man dann noch bedenkt, dass es damals keine Narkose oder wirksame Betäubung gab.

Asphaltblume 30.10.2019 20:50

Nicht direkt seltsame Todesursachen, aber eine gruselige Häufung: Ich schaue gerade ins Namensverzeichnis des Standesamtes I in Berlin von 1874-1875, und unter A häufen sich die "aufgefundenen" namenlosen Leichen, sehr oft Säuglinge oder Kleinkinder, aber auch unbekannte Erwachsene. Die Verstorbenen, deren Name tatsächlich mit A anfängt, muss man fast suchen.

Erny-Schmidt 01.11.2019 21:59

Hallo,
Zitat:

Zitat von Svenja (Beitrag 1196707)
Zwei Einträge aus dem Sterbebuch der Pfarrei St. Michael in Peiting, Oberbayern (1856-1883),

Zitat:
"Nikolaus Bader, Söldnerssohn von Kohlgrub, 20 Jahre alt, ledigen Standes, zuletzt als Knecht beim Wastlbauer in Oberobland, wurde am 17. Sonntage nach Pfingsten, dem 24. September 1871, Morgens 7 Uhr, beim Wildern von einem k. Forstgehilfen aus Schongau geschossen, ..."

Dazu konnte ich trotz intensiven Suchens keine Zeitungsberichte finden.

Ich bin vor Jahren auf einen sehr ähnlichen Kriminalfall aufmerksam gemacht worden: im KB Trotha (heute zu Halle/S.) soll es einen Eintrag geben, betr.
Gottlieb Märcker, erschossen 1834 vom Holzförster beim Wildern. Später stieß ich im Online-Verzeichnis des Landesarchivs Sachsen-Anhalt auf Gerichtsakten, betreffend den Subconductor der Trothaischen Mühlen, Gottlieb Märcker (1727), gefolgt von einigen Beschwerde über den Mühlenmeister Mercker und schließlich 1734 die Übergabe des Amts Petersberg an den Amtmann Gottlieb Märcker. Dass es die gleiche Person sein könnte, darauf deutet eine weitere Akte aus den Jahren 1736/37 beim Landesamt überschrieben mit
Zitat:

Die Verfertigung eines neuen Pachtanschlages vom Königlichen
Amt Petersberg und dessen anderweitige Verpachtung an die Witwe Johanna Sibylle Märcker
Zum Todesfall selbst findet sich seltsamerweise keine Akte, auch keine Personalakte oder so was in der Art, was bei einem Amtmann in preussischen Diensten vielleicht zu erwarten wäre. Hab den dringenden Verdacht, das es ein Racheakt war. <BR><BR>
Gruss E. Schmidt

Dominik 05.11.2019 10:57

ich bin über mort des dents..in etwa tote zähne / tot durch zähne gestolpert....ob das nun eine art blutvergiftung durch schlehcte zähne war oder eine form von nekrose...kann ich leider nicht sagen....

Dominik 05.11.2019 12:10

ich habe etwas gefunden das sich dentitionskrankheit nennt..evt war es das

assi.d 05.11.2019 19:34

Hallo Dominik,

ich kenne das sogar noch aus den 1960ern als "Zahnkrämpfe".

Meine Mutter sagte immer, wenn der Säugling auf einmal alle Zähne gleichzeitig bekam.

Konnte zum Tode führen oder zu geistiger Behinderung.

Gruss
Astrid

Dominik 05.11.2019 21:34

Zitat:

Zitat von assi.d (Beitrag 1220286)
Hallo Dominik,

ich kenne das sogar noch aus den 1960ern als "Zahnkrämpfe".

Meine Mutter sagte immer, wenn der Säugling auf einmal alle Zähne gleichzeitig bekam.

Konnte zum Tode führen oder zu geistiger Behinderung.

Gruss
Astrid

hallo astrid,

wow..davon habe ich noch nie gehört!

was es alles gihbt

liebe grüße

dominik

Nebelmond 07.11.2019 23:46

Am 17. März 1820 wurde Johann Gottfried Götzschel in Paupitzsch geboren (ein wegen Braunkohleabbau devastiertes Dorf bei Delitzsch). In seinem Taufeintrag findet sich eine Bemerkung des 1842 amtierenden Pfarrers :
"diente in Költzen (Kölsa ist gemeint) als Knecht und erhängte sich im Oct. daselbst, weil er im gefährlichen Spiel alles verloren hatte".
Der nächstfolgende Taufeintrag von 1820 enthielt eine gleichartige Bemerkung, "erhängte sich im Jahre 1843".

Balle 08.11.2019 12:33

https://de.wikisource.org/wiki/Das_gefährliche_Zahnen
Zahnkrämpfe, bzw. Tod beim Zahnen.

GiselaR 08.11.2019 16:46

Hallo,
ich habe etwas aus einem KB von Neunkirchen/Saar,

Sterbedatum 3.8.1792
Alter 21 Jahre
Konfession ev.

Was der junge Mann in Besanc,on zu suchen hatte, weiß ich leider nicht, vielleicht hatte es mit den Folgen der frz. Revolution zu tun, vielleicht auch nicht...

Wörtlich:
"Er kam im Juni ds. Js. aus der Stadt Besancon aus Frankreich, wo er 6 Wochen im Spital gelegen, und von den dasigen Nonnen ohne Rücksicht auf seine Religion gut verpflegt worden, mit der Schweindsucht behaftet hier an, nachdem er 5 Wochen unterwegs zugebracht hatte. Er legte sich zu Bette und stund nicht mehr auf."

Grüße
Gisela

Ursula 08.11.2019 20:34

Die Pfarrer waren nicht immer garstig, machten nicht immer schlimme Bemerkungen. Manche waren gnädig und mitfühlend, setzten sich über kirchliche Gebräuche hinweg.

Ein junger Mann von 27 Jahren hat sich selbst getötet. Beim Beerdigungsdatum steht: "wurde kirchlich beerdigt, weil mit Schwermut behaftet."

Liebe Grüße
Uschi

Bergkellner 09.11.2019 20:34

Habe heute bei einem Vorfahren, Jeremias Meyer, den folgenden Eintrag zu seinem Tod gefunden:
"...ist leider, am 15. Junius, nachmittags zwischen 3_4 Uhr, von einem, entstandenem schweren Gewitter, in seiner Scheune,: in welcher er sich, dabey befand, etwas Stroh=bänder zumachen, dort von dem Wetter=strahl elenderweise getötet worden..."

Außerdem vermerkt der Pastor noch verwundert, dass zum Begräbnis des alten Mannes(immerhin 87 Jahre und 6 Monate) eine Menge Königswalder und auch Leute von außerhalb kamen und es eher wie auf einer Hochzeit als auf einer Leichenfeier zugegangen sei.

Lg, Claudia

fajo 09.11.2019 20:44

Zitat:

Zitat von Ursula (Beitrag 1221226)
Die Pfarrer waren nicht immer garstig, machten nicht immer schlimme Bemerkungen.
Uschi

:( oh wie gerne hätte ich auch ein paar Anmerkungen in meinen Büchern... aber ich bin halt im Erzgebirge... da sind sie so verschwiegen :wink: und das nun schon fast 400 Jahre...

Dominik 10.11.2019 01:38

Zitat:

Zitat von Ursula (Beitrag 1221226)
Die Pfarrer waren nicht immer garstig, machten nicht immer schlimme Bemerkungen. Manche waren gnädig und mitfühlend, setzten sich über kirchliche Gebräuche hinweg.

Ein junger Mann von 27 Jahren hat sich selbst getötet. Beim Beerdigungsdatum steht: "wurde kirchlich beerdigt, weil mit Schwermut behaftet."

Liebe Grüße
Uschi

oh der arme das klingt sehr traurig

Asphaltblume 12.11.2019 23:33

In einem Sterberegister von 1947 stand als Todesursache: "Schädeldurchschuß - Schußbruch re. Unterschenkel. Tod durch penetrierende Verlagerung des Großhirns."


"Penetrierende Verlagerung des Großhirns" ist eine bemerkenswerte Formulierung, finde ich.

Nebelmond 15.11.2019 22:15

Grausamer Tod eines Kindes
 
... darüber informierte der amtierende Pfarrer von Pressel/nahe (Bad) Düben im Jahr 1757 recht ausführlich auf einer ganzen Kirchenbuchseite die Nachwelt. - Der kleine, viereinhalb Jahre alte Johann Christoph, das einzige Söhnlein seiner Eltern Elias (Hüfner) und Anna Maria, wurde "von seinem eigenen Vater unglücklicher Weise auf der Stelle todt gefahren".
(etwas Schrift steckt im Falz, aber das Wesentliche kann man erkennen)
"Der Vater fuhr mit Getreyde in die Windmühle und das Kind lies nicht nach, bis er dasselbe mitnahm. Er setzte es also mitten drauf und sich selber auf die Deichsel. Als aber bey der Windmühle die scheuen Pferde beyseit auswichen, sprang der Vater von der Deichsel, um demselben Einhalt zu thun, ehe aber dieses geschehen konte, war das Kind schon herunter gefallen und das Hinterrad über deßen Haupt weggegangen, da es dann von einem scharfen Radkegel gleich gequetschet und auf der Stelle getödtet worden ... noch am Begräbnistage ... gleich am Wagen ... Blut zu sehen war.
Erschreckl. Exempel der Warnung vor alle unvorsichtigen Eltern."

Ursula 15.11.2019 22:50

Ja, das ist sehr grausam.

Z.Zt. scheine ich mich forscherisch in einer gefährlichen Gegend aufzuhalten. Die kleine, gerade mal 1 Jahr alte Magdalena stirbt an einer "Hirnverletzung in Folge eines Falles." Die Familie bekommt noch ein Mädchen, wieder eine Magdalena. Auch diesem kleinen Mädchen ist es nicht beschieden 2 Jahre alt zu werden. Es stirbt an "Wundbrand infolge einer Verbrennung mit siedendem Wasser."

Erst das Kind mit abgerissenem Arm, dann der Suizid und nun diese beiden kleinen Kinder.

Ich möchte weg da!!! (Aber es gibt noch so viel zu forschen da 8o)

LG
Uschi

Nebelmond 02.12.2019 22:41

Kriegs-u. Pestjahr 1637
 
Hallo, habt Ihr so etwas schon mal in den Kirchenbüchern gefunden - es reicht für heute, wenn ich mir das vorstelle, nee ... (Anhang)
Gruß Nebelmond

Anna Sara Weingart 02.12.2019 23:05

Hi. Ich nehme aber stark an, dass sie vorher schon tot waren (Pest)

Ursula 02.12.2019 23:07

Rauhe Sitten, mein lieber Schwan.

LG
Uschi

Bergkellner 03.12.2019 09:29

Da weiß man, woher George R.R. Martin die Ideen für seine Bücher(Das Lied von Feuer und Eis aka Game of Thrones) genommen hat.

assi.d 03.12.2019 09:54

Bäh. Gruselig....

Ich habe letzte Woche einen Sterbeeintrag von etwa 1840 über einen Säugling gelesen, dem "wegen Beckenenge (der Mutter) der Kopf perforiert wurde".

Die arme Frau hat das dann noch zweimal mit sich machen lassen müssen.....bevor ihr Mann gestorben ist!

Gruss Astrid, die froh ist, daß sie heute lebt.

Duppauer 03.12.2019 12:31

Hallo ich habe 2 Fälle aus Böhmen, aber nichts spektakuläres !

Ein Vorfahre von mir ist beim Eisstechen auf der Eger ertrunken.
Damals wurden Eisblöcke auf Flüssen und Seen gestochen und in sogenannten Eiskellern zur Kühlung verwendet.

Bei einem anderen Vorfahren fand ich nie sein Sterbedatum in den Kirchenbüchern, auch in den umliegenden Kirchengemeinden nicht.
Also dachte ich mir der, ist bestimmt an einem unbekannten Ort verstorben.
Aber falsch gedacht!
In einem erst kürzlich aufgetauchtem Stadtbuch fand ich die Lösung bzw. das Sterbedatum.
Hier hatte der Stadtrat 1706 eine Anfrage an den Grafen Lützow, als Grundherren gestellt, wie mit dem Leichnam meines Vorfahren der an Meancholeij, also Melancholie/Depression, verstorben ist umzugehen sei.

Hier hatte der Vorfahre also einen Suizid/Selbsmord begangen.
Der Begriff der in den Stadtbücher stand war "Entleibung".
Als Antwort kam, das der Leichnam ohne Geläut und Gebränge ausserhalb des Kirchhofes vor der Kirchmauer vergraben werden sollte.

Da Selbsmord zu damaligen Zeit in der kath.Kirche eine Todsünde war wurden diese Selbsmörder auch nicht auf dem Kirchhof begraben und wahrscheinlich deshalb auch nicht in die Kirchenbücher eingetragen.
Ergo konnte ich das Sterbedatum in den Kirchenbüchern nicht finden, obwohl mein Vorfahre in seinem Geburtsort verstorben ist!

Also immer auch an o.g. Sachverhalt denken, falls man ein Sterbedatum nicht findet!

Bienenkönigin 03.12.2019 13:36

Zitat:

Zitat von Duppauer (Beitrag 1227542)
Da Selbsmord zu damaligen Zeit in der kath.Kirche eine Todsünde war wurden diese Selbsmörder auch nicht auf dem Kirchhof begraben und wahrscheinlich deshalb auch nicht in die Kirchenbücher eingetragen.
Ergo konnte ich das Sterbedatum in den Kirchenbüchern nicht finden, obwohl mein Vorfahre in seinem Geburtsort verstorben ist!
Also immer auch an o.g. Sachverhalt denken, falls man ein Sterbedatum nicht findet!

Danke für den Hinweis. Leider gab es solche heimtückischen Krankheiten nicht nur in unseren modernen Zeiten, sondern auch schon früher - aber ohne das entsprechende Verständnis oder medizinische Wissen.
Das lief ja auch oft unter "Gemütskrankheiten".

Um hier eine kleine heitere Wendung einzubringen:
"ü" wird ja im Bairischen normalerweise wie "i" gesprochen. Meine Oma erzählte, dass ihre Brüder, wenn ihnen langweilig war, in München den Straßenstrich aufsuchten.
Dort fragten sie dann die Damen, ob sie "Geh-mit-krank" wären. Sie fanden das sehr lustig, die Zuhälter nicht. Sie konnten aber anscheinend schneller rennen.
(das muss so Ende der 1920er gewesen sein)
VG
Bienenkönigin

Ursula 04.12.2019 00:15

Zitat:

Zitat von assi.d (Beitrag 1227510)

dem "wegen Beckenenge (der Mutter) der Kopf perforiert wurde".

Die arme Frau hat das dann noch zweimal mit sich machen lassen müssen.....bevor ihr Mann gestorben ist!

Gruss Astrid, die froh ist, daß sie heute lebt.

-
...... und sie konnte nichts dagegen tun, sie konnte sich (und ihre Kinder) nicht schützen. Ich bin auch froh, diese "gute alte Zeit" nicht mitgemacht haben zu müssen.

LG
Uschi

Zita 08.12.2019 18:23

Hallo,

hier ein ungewöhnlicher Vordruck im Sterbebuch:
http://data.matricula-online.eu/de/o...erg/8195/?pg=3

Gewaltsame Todesarten: Selbstmord - Hund (???) - ermordet - erschlagen

Und was genau ist der Unterschied zwischen ermordet und erschlagen???

Liebe Grüße
Zita

Bienenkönigin 08.12.2019 19:57

Zitat:

Zitat von Zita (Beitrag 1228790)
Und was genau ist der Unterschied zwischen ermordet und erschlagen???

Ich schätze mal ermordet ist unser "heimtückisch ermordet", z.B. erstochen, und erschlagen im Streit.
Raufereien waren früher einfach häufiger.
Gruß,
Bienenkönigin

scheuck 08.12.2019 20:35

gewaltsame Todesarten
 
Zitat:

Zitat von Zita (Beitrag 1228790)
Hallo,

hier ein ungewöhnlicher Vordruck im Sterbebuch:
http://data.matricula-online.eu/de/o...erg/8195/?pg=3

Gewaltsame Todesarten: Selbstmord - Hund (???) - ermordet - erschlagen

Und was genau ist der Unterschied zwischen ermordet und erschlagen???

Liebe Grüße
Zita

Hallo,

erschlagen werden kann man z.B. auch von einem umgestürzten/umstürzenden Baum oder einer umgekippten Kutsche; das ist zwar dann ein Unfall, aber nicht ohne Gewalteinwirkung.

Wer ermordet ist, kann auch erschlagen worden sein, z.B. mit einem Beil oder einem sonstigen Gegenstand; dabei ist dann aber offensichtlich, dass eine menschliche Hand "im Spiel" war.
Insofern sehe ich schon einen Unterschied zwischen erschlagen und ermordet.

Asphaltblume 08.12.2019 21:07

Ich nehme an, "ermordet" und "erschlagen" entspricht dem Unterschied zwischen Mord und Totschlag, den Gerichte ja auch heute noch machen.
Todesursache "Hund" ist aber schon schräg in so einem Vordruck, das hieße ja, dass diese Todesursache entweder besonders häufig oder irgendwie meldepflichtig gewesen sein muss. Okay, tollwütige Hunde waren vielleicht tatsächlich meldepflichtig.

Saraesa 08.12.2019 21:16

Nicht wirklich außergewöhnlich; aber die Todesursache "Kopfschmerzen" hat mich doch stutzen lassen.

Zita 09.12.2019 08:34

Hallo,

vielen Dank für eure Antworten und Ideen. Dass es um den Biss von kranken Hunden ging, könnte natürlich sein.

Liebe Grüße
Zita

Sepp 09.12.2019 18:09

Zitat:

Zitat von Friedrich (Beitrag 245163)
Moin Roswitha,

ernsthaft: War sie vielleicht Nymphomanin? Bei den vielen Gästen, die sich in der Gaststätte ihres Mannes aufhielten, betrieb sie vielleicht sogar ein sehr unauffälliges Freudenhäuschen...

Hatte sie sich vielleicht beim Geschlechtsverkehr mit den oft wechselnden Partnern eine Geschlechtskrankheit zugezogen?

Nur so eine Idee.

Friedrich

Also ich hätte hier eher die Wechseljahre vermutet mit all den aufkommenden Problemchen.

Sepp 09.12.2019 18:19

Zitat:

Zitat von renatehelene (Beitrag 740244)
KB Heegermühle Sterbefall 24.11.1773

Anmerkung des "Pfaffen" zum Sterbefall von dem 21jährigen Georg
Christian Bredow " Er war von jeher eines blöden Verstandes und konnte
zu nichts weiter gebraucht werden, als etwas das Vieh bei dem Theerofen
herum zu hüten"

Ich halt's im Kopf nicht aus, was die Pfaffen so alles"von sich geben":evil:

Aus unserer heutigen Sicht mag das so sein, aber aus der Sicht von 1773 war das eine eher normale und geläufige Beschreibung. Da ist nix :evil:
Unsere Vorfahren waren in der Sprache auch recht deftig !


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 19:33 Uhr.

Powered by vBulletin® Version 3.8.8 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2020, vBulletin Solutions, Inc.