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Friedrich 05.12.2021 00:05

Moin zusammen,


aus dem KB Cappel in Lippe um 1800 habe ich gleich mehrere ungewöhnliche Todesfälle (und da sind noch mehr):


Ein 1 3/4 Jahre alter Junge: Das Kind geht Nachmittags um 2 Uhr, wärend seine Eltern mit Flachsreppen beschäftigt sind, ohne deren Wißen in den mit einem Geländer umgebenen Bleichplatz: öffnet die Thür, stürzt in den darin befindlichen nicht zu tieffen Kolk; und wird tod herausgezogen. Alle Versuche, das Kind ins Leben zu bringen, wurden von mir, Küster Stedingk und Doctor Veesmann aus Blomberg gemacht, waren aber vergebens.


Friedrich

Friedrich 05.12.2021 00:07

Und hier die beiden anderen:


Ein 30jähriger: Er reitet am 15t Nov. ein wildes Pferd. Dieß wirft ihn in der Lüdershöfer Tannenallee ab, schleift ihn und schlägt ihn tod.


Eine 7jährige: Hat sich mit einem anderen auf einer Wagenleiter gewippt, stürzt herunter, und die Leiter fällt ihm aufs Genick.


Friedrich

TükkersMitÜ 08.12.2021 10:48

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Der 27-jährige Bauernsohn Gerhard Brüggemann - der jüngere Bruder meines Urururgroßvaters - starb 1895 in einer Auseinandersetzung mit einem Grenzaufseher durch einen Schuss in den Hals. Es soll wohl ein Unfall gewesen sein (siehe Bild).

Viele Grüße
Annika

Gudrid 16.12.2021 15:39

Ein unbekannter weiblicher Leichnam, der in der Nähe von Hochäusl aufgefunden wurde und der daselbst fast von aller Kleidung entblößt war, wahrscheinlich einen verübten Raubmord vermuten läßt.
Nach der Auffindung und gerichtl. Obduktion des Leichnams wurde .....zur Nachtzeit demselben der Kopf abgeschnitten und entwandt.

Der Rest meine ich ist lateinisch, das kann ich nicht entziffern.
https://data.matricula-online.eu/de/.../016_02/?pg=81

j.steffen 16.12.2021 17:22

Hallol,
da lese ich:
Qua re, quem ob finem?
Warum, zu welchem Zwecke?
Und: statt entwandt eher entwendet.

Anna Sara Weingart 21.12.2021 14:10

so ein dummer
 
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Sachsen 1795

consanguineus 26.01.2022 19:09

Hallo zusammen!

Wie hat es uns der Lehrchef wieder und wieder eingebläut: "Ein Unfall ist kein Zufall!"

Am 30 April(is): [1658] lies Andres Keunen zu Dorstadt seinen Stieffsohn Hansen Ölmanns begraben, welcher durch einen Pflug im Felde ganz elendig im Haupte zerqvetzschet (sic!) wurden, also das ihm das Gehirn zum linken auge herausgeqvollen, weil ihm das Pflugserk (Pflugsech?) in dasselbe Auge eingegangen, vnd oben zum Haupte wieder heraus vnd die Hirnschale ganz zerschmettert, welch ein cleglich Ansehen gehabt.

Da hat man den Krieg nun glücklich überlebt, und dann solch ein Malheur.

Viele Grüße
consanguineus

fps 26.01.2022 19:39

Mich verwundert immer wieder die detaillierte Beschreibung solcher Todesfälle. Fast kommen mir diese Schilderungen genüsslich vor.

Irgendwie schon irritierend. 8o :roll:

consanguineus 26.01.2022 19:46

Und das ist nur ein Beispiel von mehreren in diesem Buch!

Anna Sara Weingart 24.02.2022 23:54

Cannstatt 1663
"Catharina ... mit der glühenden zang an einer Brust ein mahl aufn richtplatz gepfehlt undt mit dem schwerdt geköpfft, nachmaln verbrandt"

(als "Hexe")


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