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Bergkellner 10.05.2020 12:09

FN Aesten/Aestel/Estel
 
Familienname: Aesten/Aestel/Estel
Zeit/Jahr der Nennung: ab 1596ff.
Ort/Region der Nennung: Mildenau/Erzgebirge

Hallo,

bei der Vorfahrensuchen bin ich im Mildenauer KB drei verschiedene Schreibweisen des FN bei ein und demselben Mann gestoßen.
1596(laut Kirchbuchrechnung) heiratet Laurentius Aesten. 1601(laut Kirchbuchrechnung) heiratet er nach dem Tod der ersten Frau zum 2.Mal unter dem Namen Aestel.
Beerdigt wurde er später als Lorenz Estel.

Da ich den Namen Aesten nicht gefunden habe, stelle ich ihn nun hier ins Forum und hoffe, dass ihr mir etwas über seine Herkunft sagen könnt.

Vielen Dank schon mal im voraus + lg aus dem - noch - sonnigen Norden, Claudia von den bergkellners:wink:

Saraesa 10.05.2020 21:54

Da ich auch Estels aus dem Raum Seiffen im Stammbaum habe, interessiert mich die Bedeutung ebenfalls.
Die manchmal zu findende angegebene Herkunft von frz. estelle "Stern" halte ich für unwahrscheinlich.
Das Mittelhochdeutsche Wörterbuch (siehe hier und hier) gibt estel als Form von ästel an, was uns letzten Endes zu "Ast" führt. Es könnte sich also um eine Art Berufsnamen handeln, einen Holzsämmler- oder fäller oder vielleicht eine Art Besenbinder oder Korbflechter. Sicher bin ich mir aber nicht.

Xylander 11.05.2020 08:53

Ja, Saraesa, Ästlein habe ich auch gedacht. Außer den von Dir genannten Deutungen könnte es sich um einen Berufsübernamen für einen Gärtner handeln, wie Bahlow bei Zweigle angibt, unter Bezug auf die Arbeit mit Pfropfreisern https://forebears.io/de/surnames/zweigle
Oder um einen Übernamen für einen filigranen Menschen, eine männliche Twiggy.

Viele Grüße
Xylander

Laurin 11.05.2020 11:47

Hallo,

der Deutung für "kleinen Ast" kann ich mich voll anschließen, stamme ich doch selbst mütterlicherseits aus dem Erzgebirgsraum.
Das Suffix -el ist v.a. dort für Diminutive üblich.

Bergkellner 11.05.2020 13:44

Zitat:

Zitat von Laurin (Beitrag 1268183)
Hallo,

der Deutung für "kleinen Ast" kann ich mich voll anschließen, stamme ich doch selbst mütterlicherseits aus dem Erzgebirgsraum.
Das Suffix -el ist v.a. dort für Diminutive üblich.

Und Aesten entstand wahrscheinlich durch einen Verhörer oder Verschreiber des Pastors, habe ich schon dran gedacht, denn ich habe den FN nirgendwo sonst gefunden.:D

PS: Das wird meiner Schulfreundin aber nicht gefallen, nur ein kleines Ästchen zu sein...:p


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