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-   -   Zeugnis von 1896 mit Tesa "restauriert" (https://forum.ahnenforschung.net/showthread.php?t=96456)

DarleneC 27.12.2013 19:38

Zeugnis von 1896 mit Tesa "restauriert"
 
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Hallo,

Ich habe ein Zeugnis von meinem Urgroßvater von 1896, leider hat meine Mutter es mit Tesa geflickt weil es in 2 Teile zerfallen war. Was kann man tun um das Zeugnis vom Tesa zu befreien und kann man es irgendwie unschädlich wieder zusammensetzen?

scheuck 27.12.2013 19:49

"Tesa"....
 
Hallo, Elke!
So würde ich es machen (versuchen): dem "Tesa-Film" würde ich mit einem Haar-Föhn zu Leibe rücken, allerdings nicht auf "höchster" Stufe und auch mit etwas Abstand. Dabei siehst Du recht schnell, ob sich das Zeug komplett löst oder ob leider doch noch ein klebriger Rückstand bleibt. Eventuell musst Du gaaaaaaaanz vorsichtig mit einem Messer nachhelfen bzw. den warmen "Tesa-Film" damit etwas anheben. "An sich" sollte das klappen....
Sollten klebrige Reste bleiben, die ja auch unschön braun werden, würde ich die in warmem Zustand vielleicht mit einer Rasierklinge mehr als vorsichtig entfernen. Wenn das nicht geht, ohne das Papier bzw. die Schrift zu beschädigen, hilft vielleicht ein Bügeleisen.
Die Einzelteile würde ich dann auf einem Blatt Papier möglichst exakt aufkleben...
Meine Vorgehensweise muss nicht zwingend sehr fachmännisch sein, dafür ist sie praktikabel und erprobt. Vielleicht hat ja noch jemand eine bessere Idee?

Christian Benz 27.12.2013 20:30

Hi,

zum Kleben von Rissen, Einkleben loser Seiten oder Ergänzen abgerissener und verlorener Teile einer Seite eignet sich "Filmoplast". (Bitte einfach mal googlen, da findet sich einiges, auch Bestellmöglichkeiten z.B. ebay. Weitere Infos siehe Herstellerseite.) Filmoplast gibt's (auch) als weißes, dünnes, nahezu transparentes und selbstklebendes Reparaturpapier, in verschiedenen Formaten (von schmalen Streifen bis größeren Bögen, mit denen man eine ganze Seite abkleben kann). Ich hab damit bisher gute Erfahrungen gemacht.

Schöne Grüße
Christian

jacq 27.12.2013 21:51

Moin,

vielen Dank für den Tipp!
Das habe ich bei einer Hand voll Dokumenten aus den 30ern auch noch vor mir. Die sind schon so ramponiert, dass die gefühlt beim nächsten anfassen reissen werden.


Gruß,
jacq

Frank K. 27.12.2013 23:20

Hallo Elke,

ich hatte auch schon einige Male das Problem mit diesem Klebeband.
Was Du probieren könntest, wenn der Klebestreifen entfernt ist und noch immer der Klebstoff auf dem Papier klebt, ist, es mit Etikettenlöser oder Reinigungsbenzin zu versuchen. Dabei solltest Du vielleicht zuerst einmal irgend ein nicht so wertvolles altes Dokument nehmen und die Wirkung ausprobieren.
Es kann nämlich sein, dass der Klebstoff nicht richtig vom Papier weggeht und eventuell mit dem Lösungsmittel zusammen das Papier verfärbt, bzw. verunreinigt.
Am besten einmal mit verschiedenen Lösungsmitteln versuchen, die das Papier / den Druck / die Schrift nicht angreifen.

Viele Grüße

Frank

Garde22 30.12.2013 22:35

Hallo
Ich würde es lassen, wenn das Tesa schon 10-20 Jahre drauf ist wird es die oberste Schicht vom Papier mit abreißen!

Gruß Ingolf

Hibbeln 01.01.2014 20:34

Hallo,
ich kann jedem, der dieses Problem mit diesen Klebestreifen auf alten Dokumenten hat, nur folgende Empfehlung geben:
Fragt bei dem nächstgelegenen Kommunal- oder Staatsarchiv nach. Dort wird man euch sicherlich eine fundierte Empfehlung geben. Das Problem haben die ja schon häufiger lösen müssen.
Ansonsten kann ich den Hinweis von Christian auf "Filmoplast" nur ausdrücklich unterstützen. Mit diesem Materail aberbeiten auch die Buchbinder und Archive.

Dieter

StefOsi 01.01.2014 21:15

Mein etwas anderer Vorschlag:

1. Einscannen
2. Mit Photoshop o.ä. bearbeiten, neu zusammensetzen, "Tesa-Bereiche" farblich anpassen/reparieren (z.b. in Photoshop mit "Inhaltssensitiv füllen" ect.)
3. ausdrucken
4. Original beiseite packen/sichern/archivieren

StefOsi 01.01.2014 21:57

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Nur mal so als grobe Vorstellung was so möglich wäre. Damit die Auflösung gleich bleibt, habe ich die jpg Qualität auf 40% runtergesetzt, sonst wäre die Datei zu groß gewesen zum hochladen.

Garfield 06.01.2014 16:35

Hallo

Zitat:

Zitat von Garde22 (Beitrag 705568)
Hallo
Ich würde es lassen, wenn das Tesa schon 10-20 Jahre drauf ist wird es die oberste Schicht vom Papier mit abreißen!

Gruß Ingolf

Nicht unbedingt, falls das Tesa schon genug brüchig ist. Aber dann bleibt die dunkle Stelle auf dem Papier.

Alternativ, falls das Tesa noch genug klebt, bleibt allenfalls eine klebrige Stelle zurück, die man ganz sicher auch mit Benzin nicht weg kriegt. Meiner Erfahrung nach nützt Reinigungebenzin nur bei glatten Oberflächen wie einem modernen Bucheinband oder Plastik oder Glas usw, aber nicht bei rauhen Oberflächen wie Papier!

Ich würde das Dokument also einfach so lassen und ggf. ab und zu kontrollieren, ob sich das Tesa von selbst löst. Und natürlich Einscannen.

Filmoplast kann ich auch sehr empfehlen, damit habe ich auch bereits Bücher auf Arbeit repariert. Aber das bringt natürlich nur bei defekten Stellen etwas, an denen bisher nicht mit anderen Materialen repariert wurde. Also bloss nicht damit über das Tesa kleben.


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