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Asphaltblume 25.09.2023 12:03

Auch bei meinen eigenen Vorfahren habe ich einen tragischen Todesfall gefunden - zwei Kinder wurden in der Sandgrube vor dem Dorfe verschüttet tot aufgefunden. Ich kann leider nicht alles lesen, vielleicht hilft mir jemand?


https://www.ancestry.de/discoveryui-...w/681182:61132


Friedrich Andreas Bonstedt, 10 Jahre alt, und Andreas Christian Neubauer, 8 Jahre alt.


Friedrich Andreas Bonstedt war das älteste Kind der Familie, seine drei jüngeren Geschwister wurden alle entweder tot geboren oder starben gleich nach der Geburt. Das fünfte Kind, ein Sohn, wurde sicherheitshalber auch gleich notgetauft und hat vielleicht deshalb auch nur einen Vornamen, Heinrich, erhalten. Beim Unfalltod seines großen Bruders war Heinrich anderthalb Jahre alt. Bisher habe ich keine weiteren Kinder entdeckt, also hat in dieser Familie von 5 Kindern wohl nur eines das Erwachsenenalter erreicht (und wurde mein Ururgroßvater).

KoH 27.09.2023 00:14

Ein Vorfahr soll sich selbst umgebracht haben, so fand man ihn, seines Berufes Schafhirte, ertrunken in einem Bach neben dem Feld auf dem er die Schafe zurückließ. Wie man wohl darauf kam, das es selbstmord war?

consanguineus 30.09.2023 10:46

Hallo zusammen!

Ich habe hier zwar keine seltsame Todesursache, sondern "nur" Krebs, aber dabei kommt mir in den Sinn, daß man den Krebs ja früher häufig anders benannt hat. Hier habe ich aus dem Jahre 1712 ein recht frühes Beispiel, in dem Krebs auch als solcher bezeichnet wurde:

"Fer(ia). 3. Pasch(atos). ist Ludken Bus seine Fr(au). begraben worden, welcher der Krebs das Gesichte balt abgefreßen."

Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie meine Vorfahrin im Endstadium ihrer Krankheit ausgesehen haben mag...

Viele Grüße
consanguineus

consanguineus 30.09.2023 10:52

Was sich hier wohl wirklich zugetragen hat? Wer war der Täter? Was ist dem Totschlag vorausgegangen? Schade, daß die hohe Obrigkeit so wenig herausbekommen konnte. Interessant immerhin, daß bereits 1673 Obduktionen durchgeführt wurden!

"Dom(inica). 23 p(ost). Trinit(atis). ist Heinrich Wöhler bey Roloff Roloff für einen Jungen dienend, welcher den ersten Angaben nach sich am Brantwein solte zu Tode gesoffen haben, dem Befinden nach aber gewaltsamer Weise ist erschlagen worden, in dem Leber, Miltz v(nd). Galle entzwey bey ihm gewesen, auf Erkäntnis der hohen Obrigkeit christlich v(nd). ehrlich zur Erden bestattet worden"

Viele Grüße
consanguineus

bali70 30.09.2023 11:04

ich habe zu einem Papiermacher Jesse Ivers in Moisburg und Altkloster etwas gefunden. Er starb 1807 und ist in der Elbe ertrunken, als er mit einem so genannten Post-Ever von Hamburg nach Harburg fuhr. Dazu habe ich folgenden Eintrag im "Altonaischen Mercurius" gefunden:
https://www.schaffhirt.de/Bild1.jpg

Geufke 30.09.2023 20:51

Moin,
war neugierig geworden und habe bissel nachgekramt und das dazu gefunden:
https://books.google.gr/books?id=ipo...amburg&f=false

Scheint öfter vorgekommen zu sein...


Zitat:

Zitat von bali70 (Beitrag 1567189)
ich habe zu einem Papiermacher Jesse Ivers in Moisburg und Altkloster etwas gefunden. Er starb 1807 und ist in der Elbe ertrunken, als er mit einem so genannten Post-Ever von Hamburg nach Harburg fuhr. Dazu habe ich folgenden Eintrag im "Altonaischen Mercurius" gefunden:


sonjavi 30.09.2023 21:12

Hallo Anja,

da hast du ja was Interessantes gefunden! Ich kann mir vorstellen, dass das Unglück so passiert sein könnte.

Viele Grüße
Sonja

Bienenkönigin 01.10.2023 08:49

Zitat:

Zitat von Geufke (Beitrag 1567307)
Moin,
war neugierig geworden und habe bissel nachgekramt und das dazu gefunden:
https://books.google.gr/books?id=ipo...amburg&f=false

Scheint öfter vorgekommen zu sein...

Sehr interessant! Auch wenn man weiterliest über die zeitgenössische Reise zum Gardasee und Umgebung :wink:
VG
Bienenkönigin

Nachfahrin2001 02.10.2023 13:53

Der Tod lag vor Prenzlau
 
Mein 7x Urgroßvater David Peterich war der Gerichts- und Lehnschultze von Wesendorf bei Zehdenick. Von dort aus wollte er sich, wie es das Kirchenbuch von Krewelin vermerkte, zu Fuß bis nach Prenzlau aufmachen bei schlechtem Wetter.

Kurz vor Prenzlau wurde er am 26.02.1764 tot auf dem Neustädtischen Felde mitten auf dem Weg vor Prenzlau aufgefunden. Er wurde am selben Tag noch auf dem Kirchhof der Sabinen Kirche begraben.

Im eigentlichen Sterbeeintrag im Kirchenbuch der Sabinen Kirche steht zusätzlich geschrieben, dass der älteste Sohn Johann Friedrich Peterich sich um den Verbleib des Vaters Sorgen gemacht hat und deswegen selbst nach Prenzlau reiste. Vor Ort wurde er aufgeklärt und ging wieder nach Hause und trat mit ca. 20 Jahren das Amt seines Vaters an.

Warum mein 7x Urgroßvater den weiten Weg von Wesendorf bis nach Prenzlau zu Fuß auf sich nahm und die Todesursache stand in den jeweiligen Kirchenbüchern leider nicht ;).

LisiS 28.10.2023 15:37

Schönen Nachmittag!

Es sind zwar keine sonderbaren Todesursachen, aber der Umstand, dass die Hinterbliebenen der 2 Toten die jeweils am 27.01.1901 in 2 unterschiedlichen Orten gestorben waren, geheiratet haben, is schon bemerkenswert find ich.

Ein Schelm wer böses dabei denkt, dass die Verwitweten die beiden um die Ecke gebracht haben könnten!? Aber bei diesem (in der Lesehilfe dankenswerterweise entzifferten) Psoasabszess und einer Lungenschwindsucht find ich doch eher keine plausiblen "Mordmerkmale" :wink:
Dürft wohl wirklich Zufall gewesen sein, dass die beide am selben Tag im selben Jahr andernorts ihre Partner verloren haben.

Die Verstorbenen:
Anna Rattenberger
https://data.matricula-online.eu/de/...252F1901/?pg=2

und

Jakob Mitterbauer
https://data.matricula-online.eu/de/...252F1901/?pg=2

Sbriglione 29.10.2023 17:48

Es betrifft zwar keineswegs einen meiner Vorfahren, aber ich habe gestern auf einer Führung auf dem Ätna gehört, dass das bisher letzte Vulkanopfer dort ein Mensch gewesen sein soll, der sich während eines länger andauernden Ausbruchs zu nah an den Krater getraut hat: der hatte über mehrere Tage hinweg in gleich bleibender Stärke "gespuckt" und das Opfer hatte den aufgrund dessen scheinbar hinreichenden Sicherheitsabstand eingehalten. Dummerweise kam es in seiner Anwesenheit überraschend zu einer deutlichen Steigerung der Aktivität dieses Kraters...

LisiS 04.11.2023 08:04

Tragisch, dass 4 Kinder im Alter von 5, 7, 9 und 15 Jahre verbrannt sind.
Waren die Kinder vom Johann Schoberer am Schusterhaus.

Text bei der Todesursache:
Sind alle 4 Kinder dem 26.
May 817 zwischen 12 und 1 Uhr
Nachts durch Feuersbrunst
bis auf das Gehirn und Ein
gewaid zu Asche ver
brandt.

https://data.matricula-online.eu/de/...252F22/?pg=123

Gudrid 04.11.2023 08:22

Traurig, fragt sich wo da die Eltern waren.

Jule 05.11.2023 00:18

Hallo,


Ich habe im Zeitungsportal mal nach einem kleinen Dorf im Kreis Cammin/Pommern gesucht. Schwanteshagen... Was ich da gelesen habe, möchte ich hier nicht detailiert beschreiben. Es ist nicht unbedingt für zarte Gemüter bestimmt. Entscheidet selber..... die Frau bekam 10 Jahre Zuchthaus. Das Urteil findet man unter den letzten Artikeln


LG Jule


https://zeitpunkt.nrw/search?query=v...Schwanteshagen

DeBüDo 07.11.2023 08:30

Harter Tobak, ohne Flax. Das ist schon Stoff aus dem man Horrorgeschichten macht, oder?



OK, was ich im Zeitungsportal gefunden habe (ich kann dem Digitalisierungsprojekt nicht genug huldigen) kann damit nicht mal ansatzweise mithalten ist aber dennoch tragisch und betrifft meine Familie.


Durch einen Zeitungsartikel fand ich heraus dass meine Ur-Ur-Großmutter vor ihrer Heirat einen unehelichen Sohn hatte, bevor sie mit meinem Ur-Ur-Opa noch mindestens 6 Kinder bekam.


Dass man in meiner Familie davon noch nichts gehört hatte liegt wohl daran, dass der Urahn seinen Stiefsohn totgeschlagen hat als der 9 Jahre alt war.

Er zeigte sich selbst an und gab an, er habe den Jungen züchtigen wollen und ihm einen Stock nachgeworfen der diesen so unglücklich am Kopf getroffen habe dass er noch am selben Abend verstorben sei.

Allerdings beeilten sich schnell weitere Zeugen auszusagen dass der Junge regelmäßig verprügelt worden sei.


Das Schöffengericht befand ihn schuldig der Misshandlung mit Todesfolge unter mildernden Umständen und Ur-Ur-Opa musste anderthalb Jahre ins Zuchthaus.


Passt erstaunlich gut in das Bild welches ich von dem Mann hatte.

KörnerF 13.11.2023 21:43

Infektions-todesursache
 
Hallo, Verwandte von mir sind in den frühen 20-30iger Jahren in eine Wohnung gezogen. Dort lebte zuvor eine Familie, die offene Tuberkulose hatten. Die Wohnung wurde danach nicht desinfiziert. Kurz nach dem Einzug starb die Mutter der Familie dann, da Sie sich in dieser Wohnung infizierte. Sie hinterließ mehrere kleine Kinder und ihren Mann.

Andrea1984 15.11.2023 23:17

Das ist ja schrecklich. Was kann die arme Mutter dafür.

Möge sie in Frieden ruhen.

Traurige Grüße

Andrea

Sbriglione 17.11.2023 16:47

Ein Sterbeeintrag aus Klein Quenstedt vom 20.03.1718:

"Anna - Catharinen meretr. so vom Haupte biß auf die Fuß-Sohlen mit 16 gropen und kleinen mit Blut übergelauffenen Flecken todt ist befunden und vom Doctore und Chirurgo ist besichtiget und wei sle da einen sich nicht finden können, die Mutter a. nichts gestehen wollen als nur es hätte gefallen und bey anhaltender Angst sich bald hinter gestoßen anatomiret, (innerl. ist es so beschädiget gewesen, als wie in dem Magen eine große Hitze bey Lebenszeiten angehalten verspüret) begraben worden. Die Mutter ist eingezogen und hat mit einem Eyde sich purgieren müßen".

Sbriglione 17.11.2023 16:58

Aus dem gleichen Kirchenbuch, aber am 10.05.1714:

"Johann Carl Dörge als er den Sonntag vor her von wütenden Werbern, so manchem Menschen Schrecken u. Angst veruhrsachet haben, entkommen u. ein Dragouner auf seinem Pferde mit sich nach Hause nehmen wollen, in dem starcken Reiten ihme aber das Gedärme ausgetreten und er sich müßen sofort zu bette legen nach einem starcken Erbrechen, gestorben u. den 13ten begraben. Alt 26 Jahr".

Sbriglione 18.11.2023 11:42

Aus dem Sterberegister von Sommersdorf im Jahre 1716:

"Den 12ten Juny wurde alhier vor dem Ambt Sommerschenburg ein Mensch aus Völpcke, nahmens Catharina Raute,amß mit dem Schwert gerichtet, weil Sie den 16 Xbris 1715 in der Nacht ihr Kind welches ein Sohn gewesen ermordet, welchen Sie mit einem Reuter vom Heydnischen Regiment durch Hurerey gezeuget".

Der Görlitzer 21.11.2023 22:41

KB Kühschmalz 1666 S. 263

"den 22. Juli ist Simon Grumann dem Klinckmüller ein Sohn (welchen daß Wether erschlagen hathe) begrabn wordn."

Sbriglione 27.11.2023 19:00

Aus dem Kirchenbuch von Goldlauter im Thüringer Wald von 1619:

"Mittwochen am Tage Egiddii am 1. 7bris gegen Abend zwischen 7 und 8 Uhr ist Cunigund, Melchior Schollen Weib gestorben und volgend Donnerstag den 2. 7bris begraben worden Ist von 4 Hexen, auß dieser Gemmeindt, die 10 Tage zuvor zu Suhla jusdificiret worden, auch der Heyereyn oder Zauberey berüchtigt zund bezichtiget worden, dessen sie sich angenommen, das sie darüber kranck worden und todes verfahren, Als solches in die Suoerindtendentz Suhla berichten worden, so ist der Bescheid ervolget, weil sie noch uff freyem Fuß ohne gefengliche Verhafftunge von der Obrigkeitt gelaßen, und also todes verfahren, also sie mitt gewönlichen Ceromonien und einer Leichpredigt zur Erden bestattet worden, doch dan zu ende der Leichpredigt der Heyerey bezichtung gedacht worden solcher gestalt, weil nun die bezichtigung Jedermann bewust, das mann es dem gerechten Richter, vor dessen augen alles bloß und Erdenkett, der auch an Ienem Tage für gericht bringen wirdt, das alhier verborgen ist, heimstellen müßen, sie seye nun schüldig oder unschüldig, werde sie es wol finden, mit angehengter ermanung, das mann sich für dem Teuflischen Hexenwerk so wohl als auch für andern groben sünden und Lastern, hütten, auch allen bösen Schein meiden sol, uff das wenn man einer oder andern Snden felschlich bezichtigtt worden, mann sich deß guten geweißen trösten können werde, mann aber mitt warheit bezichtigett, das mann die Sünde erkenne, bereue, und Gott umb Vergebung derselben bitten und sich gewinnen und bekehren laßen, Damitt solche Leute wieder nüchtern werden mögen, auß deß Teufels Strick, von dem sie gefangen sindt".

Vielleicht noch als eine kleine Ergänzung: eine der vier "Hexen", die diese Frau unter Folter mit bezichtigt hatten, war Margarethe, verwitwete Stirner, die wohl hauptsächlich durch die ganz offensichtlich an den Haaren herbeigezogenen Aussagen eines meiner Vorfahren (u.a. sie habe sich in eine Katze verwandelt, als er sie in seiner Scheune erwischt und verprügelt habe) in den Fokus der Richter geraten war. Im Sterberegister zu Suhl wurde die Hexenverbrennung noch nicht einmal erwähnt...

Sbriglione 09.12.2023 17:06

Aus dem Schlanstedter Sterberegister des Jahres 1709:

"Elisabeth Speden aus Kleinen Dedeleben bürtig ist alhier alß eine Bluthschendrische delinquentin eine Zeitlang in arrest gesessen und nachden sie ihr in blutschenderischer Unzucht gezeugtes Kind gebohren bald darauf in eine gefährliche Krankheit gefallen, daran sie auch endtlich in spürlicher Kerkentnis und bußfertiger bereuung ihres sehr schweren Sündtfalls verstorben den 21.Xber".

Scherfer 10.12.2023 16:03

Sondershausen, Dreifaltigkeitsgemeinde, 9. April 1646:

"Johannes Casparus, Georg Pfeiffers von Düringenhausen Söhnlein, welches nachdem die Krieger [...] grosser Anzahl das Kirchnershauß auff [...] den 3. Aprilis gestürmet, Und geplündert, die geschrockene Muttermilch gesogen, daher es folgenden Tages kranck worden, Und hat sich die Schwachheit von Tage zu Tage gemehret, biß es den 9. Aprilis sanfft verschieden, nachdem es in diesem Jammerthal gelebet 22 Wochen."

Wolfg. G. Fischer 10.12.2023 16:51

"Interessante" Sterbefälle
 
1946/47 stirb ein Mann, angeblich an Herzschlag. In Wahrheit hatte er sich erhängt.

Andrea1984 12.12.2023 23:57

Gerade habe ich einen etwas kuriosen Todesfall gefunden, in der Hauschronik Ebensee:

Ein Bub (ein Bruder einer Vorfahrin von mir) ist im Alter von 4 1/2 Jahren im Jahr 1651 beim Schlittenfahren in der Traun ertrunken.

Mehr Informationen gibt der Eintrag nicht her.


Traurige Grüße

Andrea

P.S. 1946 oder 1947?

Sbriglione 19.12.2023 20:22

Aus dem Sterberegister der Peter-und-Pauls-Kirche zu Halberstadt für die Jahre 1696 - 1716 für das Jahr 1706:

"Ernst Heinrich Bätzendorff Schuknecht aus Zelle bürtig, welcher durch einen noch unbekannten Zufall da er des Abendts im finstern von der Herberge nach Hause gehen wollen, in den Brunnen in der oberpaulsstraße gestürzet und darin ersoffen, des Abends in begleitung etl. paar Männer und Schuknechte da Hlr. Past. Altewin die Collecte gesungen, auch vor u. nach unser Hlr. Cant. mit 10 paar Knaben gesungen, auf dem neustädtischen Kirchhof beygesetzet. aetat."

Andrea1984 29.12.2023 22:20

Habe gerade zufällig einen Sterbeeintrag gefunden. Selbstmord durch Erhängen.
Der Pfarrer hat ergänzt: Zustand geistige Verwirrung.

Der Herr hat im frühen 20. Jahrhundert gelebt und dennoch oder geradeshalb ein christliches Begräbnis erhalten.

Wow, damit hätte ich nicht gerechnet.

Traurige Grüße

Andrea

Adrian09 02.01.2024 00:24

Hallo,
Bei meinem 4x Urgroßvater steht, dass dieser in der Nacht vom 15. auf den 16. September 1886 von seinem Schwiegersohn im Jähzorn erschlagen wurde.

Bienenkönigin 04.01.2024 07:57

Guten Morgen,
in der Nähe der Wieskirche (Pfaffenwinkel, Bayern) kam 1847 ein 71jähriger Bauer mit seinem Gefährt vom Wege ab und ertrank im Wasser eines Grabens. Er wurde am nächsten Morgen von der Erntedank-Prozession entdeckt.
Die genaue Geschichte hat der Pfarrer hier festgehalten (vierter Eintag):
https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5B...9cb8a8d50dae03

Viele Grüße
Bienenkönigin

Sbriglione 06.01.2024 14:39

Sterbeeintrag eines entfernten Verwandten von mir im Sterberegister zu Harbke aus dem Jahre 1757:

"Um diese Zeit [23.01.1757] wurde auch kund, daß Heinrich Jacob RUSTENBACHS, des Cossathen alhier Sohn, auch Heinrich Jacob genannt, der unter die Preussische Armee nach Sachßen, als ein Stück-Knecht mitgenommen worden, den 4ten Januari zu Dresden im Lazareth gestorben sey. Er soll daselbst von den viel genossenen Weintrauben, anfangs die Ruhr bekommen haben, zuletzt aber ganz ausgezehre seyn, daß ein pures Celeton von ihm übrig geblieben".

Der Görlitzer 10.01.2024 15:16

Sterbeeintrag aus dem Kirchenbuch Nassau - 08.03.1630

"8. Michael Mende Senior von 123 Halbjharen, starb
den 8 Martii, und wardt den 10 hierauf
mitt einer Leichenpredigt ....... zur
Erden bestattet"

Seltsam ist es keines Wegs, aber enorm interessant, sollte dieser Mann wirklich so alt geworden sein. Fraglich wäre, ob er 122 1/2 Jahre alt war oder 123 1/2 Jahre alt geworden ist. Dies lässt sich wohl heute nicht mehr beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Sbriglione 10.01.2024 15:28

Zitat:

Zitat von Der Görlitzer (Beitrag 1589771)

Seltsam ist es keines Wegs, aber enorm interessant, sollte dieser Mann wirklich so alt geworden sein. Fraglich wäre, ob er 122 1/2 Jahre alt war oder 123 1/2 Jahre alt geworden ist. Dies lässt sich wohl heute nicht mehr beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Nach meiner Erfahrung sollte die Altersangabe wohl 122 1/2 Jahre bedeuten (einer meiner Vorfahren hatte "viertehalb Hufen Ackers unterm Pflug". Die Zusammenrechnung der einzeln angegebenen Ackerstücke ergab eindeutig 3 1/2 Hufen. Entsprechende Benennungen in gleicher Bedeutung habe ich immer wieder gefunden, die andere Variante dagegen nie.

Beste Grüße!

Der Görlitzer 10.01.2024 15:39

Stimmt! Jetzt fällt es mir auch auf. Die zweite Variante habe ich bislang auch noch nicht gesehen. Sollte also 122 1/2 Jahre heißen. Ergibt auch mehr Sinn.

Mit freundlichen Grüßen

Sbriglione 10.01.2024 19:57

Aus dem Sterberegister von Rohrsheim im Jahre 1682:

"den 7 Martii Dienstags abends zwischen 5 und 6 Uhr ist der alte Andreas Heyer im Dampf gestorben, und Dom. Reminiscere begraben, war alter Jahre und ein Vater vieler Kinder, in dem derselbe mit seinen drey Frauens 22 (!!!) gezeuget hat".

Das Fiese daran: er war sehr wahrscheinlich einer meiner Vorfahren und die Kirchenbücher von Rohrsheim starten erst im Jahre 1673...

Bienenkönigin 10.01.2024 20:41

Zitat:

Zitat von Sbriglione (Beitrag 1589845)
"den 7 Martii Dienstags abends zwischen 5 und 6 Uhr ist der alte Andreas Heyer im Dampf gestorben, und Dom. Reminiscere begraben, war alter Jahre und ein Vater vieler Kinder, in dem derselbe mit seinen drey Frauens 22 (!!!) gezeuget hat".

Hallo,
interessant, aber was bedeutet das "im Dampf gestorben"?
Viele Grüße
Bienenkönigin

consanguineus 10.01.2024 21:40

Hallo Bienenkönigin,

ich gehe von einer chronischen Bronchitis aus. Beim Pferd kennen wir die "Dämpfigkeit". Das ist im Prinzip auch so etwas.

Viele Grüße
consanguineus

Sbriglione 25.01.2024 10:00

Hufeisen bringen nicht immer Glück...
 
Aus dem Sterberegister von Olvenstedt (bei Magdeburg) von 1682:

"Den 28 Mai war der Sontagk Exaudi, ist Jochim Kihn, nachdem er dem nachmittages Gottesdienst beygewohnet heim aus hinterm Kirchhoff auffs feld geritten, und wie er unterwegens ein Huffeysen liegen sehen, ist er vom Pferde herab gestiegen und hatt solches auffgenommen, weil er aber wegen unvermögenheit nicht wiederumb auffs pferdt kommen können, hatt er das pferd neben sich hergeleitet, und da ers als eß am wege vom getreide was abbeißen wollen zurück gerißen, ist das pferd (weil es sehr bößig soll gewesen seyn) ergrimmet worden, ist auf ihn zugefahren und hatt ihm den linken arm entzwey gebißen und den rechten mit vielen wunden verletzet, hatt ihm mit dem Maul die brust gefaßet und hoch in die Höhe gehebt, und wie es müde geworden, hatt es sich mit den huffen auff ihn geleget, ihn verner gebißen, und sich uber ihn her gewältzet, also daß es ihn damals umgebracht hette, wenn nicht leute darzu kommen weren, wie er selbst des andern tages als er sich berahten laßen, bekannt. Und ob ehr wohl unter die hand des Arzttes gebracht worden ist er doch immer schwacher worden und endlich den 2 Junii vormittages gestorben, auch noch den selben tag, weile er sehr zu riechen angefangen, auch das Pfingst fest für der thür war, mit einer leichenpredigt begraben worden. Gott behüte einen jeden für dergleichen und anderm unglück mit allen gnaden".

Sbriglione 25.01.2024 10:56

Ein weiterer Sterbeeintrag aus Olvenstedt, dieses Mal aus dem Jahre 1710:

"Den 6. Sept. nachmittags um 4 uhr, Abraham Nehrings Sohn Jürgen Nehring, mit andern Kindern bey der neuen Widmühle gespielet, sich an die Flügel, da sie umgegangen, angehänget, und davon herunter gefallen, also daß er den rechten Arm entzwey gebrochen auch an Kopffe und Leibe sehr beschadiget worden, also daß er den folgenden Tag den 7 Sept. abends um 10 Uhr gestorben den 11 Sept. drauff begraben".

Geschichtensucher 25.01.2024 16:17

Zitat:

Zitat von Der Görlitzer (Beitrag 1589771)
Sterbeeintrag aus dem Kirchenbuch Nassau - 08.03.1630

"8. Michael Mende Senior von 123 Halbjharen, starb
den 8 Martii, und wardt den 10 hierauf
mitt einer Leichenpredigt ....... zur
Erden bestattet"

Seltsam ist es keines Wegs, aber enorm interessant, sollte dieser Mann wirklich so alt geworden sein. Fraglich wäre, ob er 122 1/2 Jahre alt war oder 123 1/2 Jahre alt geworden ist. Dies lässt sich wohl heute nicht mehr beantworten.

Mit freundlichen Grüßen


Meint ihr nicht, dass 66,5 ganze Jahre gemeint sind?:wink:


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