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Gertrud Dinse 03.05.2014 18:29

Im Ev. Kirchenbuch zu Karnitz
Zitat:

Das Kind hathe einen doppelten sehr ungestalteten HasenMund
worauf die Nase fast ganz platt angedrückt was. Das Zahn-
fleisch und die Zunge war ebenfalls besonders an der rechten
Seite, unnormal gestalten. Es fehlte der Boden im Munde
und der zapfen im Schlunde. Das rechte Auge war ….lich
kleiner, und die Augenlieder desselben zusammen gewachsen. Das
rechte Ohr hatte seine Stelle weit tiefer und fast in der Mitte
auf der Backe. Die übrigen Gliedmaßen waren ordentlich, und
im guten Verhältnis.
...
War des Drescher Gott-
fried Schwartz neugeborenes Söhnlein, nach pag. 11 sehr
missgestalt geboren und konnte keine Nahrung herun-
ter bringen, verschied mit heftigen Convulsionen
nach 24 Stunden.
Convulsionen = Krämpfe
Zitat:

den 5ten Augh. etwa gegen 7.Uhr Abends wurde auf
dem Wege von Gützelvitz nach Küshin, 300 Schritte von
der Küshinschen Grenze, ein invalider Soldat und
Bettler von einer bey sich gehabten WeibsPerson im
Gezänke, vermittels eines starken Knittels, erschla-
gen, wie solhces von einem 13jährigen Knaben, der
mit anderen Kindern in der Nähe die Gänse gehütet
und die Schlägerey mit angesehen, bezeuget worden!
Der todte Körper selbst aber wurd erst am Morgen
des folgenden Tages gefunden, und d 7ten Aug, nach
geschehener Obduction in Gützelwitz zu Carnitz
beerdigt. Das muthmaßliche Alter des Erschla-
genen mochte etwa 40 Jahre sein.
Zitat:

dey 21.July ward des Voigt Christian Brötzmann jüng-
ster Sohn in den Brunnen auch der Hütung, welcher
mit übereinandergesetzten hohen Tonnen gemacht
worden, auf dem Kopfe todt gefunden,
und d 23ten ej. begraben. alt 12 ½ Jahre.
Ertrunken
12 ½
Das Grauen hatte auch früher schon Namen.

Gertrud

Klingerswalde39_44 03.05.2014 19:39

Nochmal Glück gehabt ...
 
Bartenstein 9. Januar 1905 ERMLÄNDISCHE ZEITUNG

Der Januar 1905 im Ermland war kalt mit -20 bis -25° C und sehr viel Schnee.
Im Schnee erfrorene Menschen - z.B. Briefträger - waren keine Seltenheit und solche Meldungen standen fast täglich in der Zeitung.

Eine Kneippkur wider Willen unternahm vor kurzem ein Besitzer in unserer Nähe. Obwohl er von Husten und Katarrh stark geplagt wurde, scheute er nicht die Fahrt ins Rösselsche zu einem Verwandten, um ein Kalb zu holen. Auf der Rückfahrt über den Bischdorfer See gerät er auf einen tiefen Abzugsgraben und bricht ein. Das arme Pferd verschwindet vor seinen Augen, während er selbst im Schlitten auf dem Wasser schwimmt. Um aber seinem Rößlein zu Hülfe zu kommen, muss er sein trockenes Schifflein verlassen und ins nasse Element steigen. Vor dem Ertrinken bewahrt ihn sein großer Pelz und seine Pelzhosen, die ihn gleichsam über Wasser hielten, wie eine aufgepustete Schweinsblase. Nachdem Hülfe herzugekommen war, wurden Pferd und Mann gerettet. X setzte sich gemütlich auf sein Schlittchen und trabte heim. Hier glücklich angekommen, kam er aber nicht vom Schlitten, denn die Pelzhosen und der Pelz waren so hart gefroren, als wenn sie aus Eisen gegossen wären. Und die armen Füße steckten barfuß in den langen Stiefeln. Als X am anderen Morgen erwachte, fühlte er sich so wohl wie ein Fisch im Wasser. Husten und Katarrh waren schleunigst ausgerissen.

Friedrich 03.05.2014 21:29

Moin Gabi,

da würde mich aber schon interessieren, was mit dem armen Kalb passiert ist...

Friedrich

Klingerswalde39_44 03.05.2014 21:46

Zitat:

Zitat von Friedrich (Beitrag 739727)
Moin Gabi,

da würde mich aber schon interessieren, was mit dem armen Kalb passiert ist...

Friedrich

Du hast Recht, darüber schreibt das Autorlein leider nichts ....

Klingerswalde39_44 04.05.2014 15:28

Kaukehmen: 17.Januar 1905 Ein schweres Unglück hat sich hier am Sonntag nachmittags ereignet. Eine Anzahl junger Leute lief auf dem überschwemmten Gelände des Nußstromes Schlittschuhe, als drei von ihnen vor den Augen der übrigen in eine Blänke sausten und sofort untergingen. Die Rettungsarbeiten hatten nur den Erfolg, daß drei Leichen geborgen wurden. Die drei Ertrunkenen sind Besitzersöhne aus Uszpelken im Alter von einigen 20 Jahren.

Anna Sara Weingart 04.05.2014 16:05

Politik à la Putin
 
Hehe,
man beachte die schnelle Wirkung des Giftes:

"Nach seiner Konversion zum katholischen Glauben [25.7.1590] leitete er
die Rekatholisierung seines Gebietes ein, starb jedoch bereits kurz danach an
einer Arsenvergiftung."

Markgraf Jakob III. *26.5.1562, +17.8.1590

:sagnix:

renatehelene 05.05.2014 19:21

KB Heegermühle Sterbefall 28.2.1772

"Frau Maria Elisabeth Hilpertin geb. Buchholtzin des Scheerenschmidt in
Wolfswinkel Mstr. Johann Adam Hilperts Ehefrau ist den 28. Febr. unter
Geburtsängsten ohne Entbindung von ihrer Leibesfrucht, welche nach
dem Vermuth der Wehemutter Zwillinge gewesen, gestorben und Tags
darauf d. 29. Febr. mit Geläut, Schule und Parentation öffentl. begraben
worden."

renatehelene 05.05.2014 19:54

KB Heegermühle Sterbefall 24.11.1773

Anmerkung des "Pfaffen" zum Sterbefall von dem 21jährigen Georg
Christian Bredow " Er war von jeher eines blöden Verstandes und konnte
zu nichts weiter gebraucht werden, als etwas das Vieh bei dem Theerofen
herum zu hüten"

Ich halt's im Kopf nicht aus, was die Pfaffen so alles"von sich geben":evil:

sven345 05.05.2014 20:29

Hallo,
bei uns im Ort gibt es Todesfälle unter Kindern aufgrund krampfartiger Anfälle, die man als Schäuvchen bezeichnet. Leider ist mir unbekannt, um welche Krankheit es sich handelt.

Gruß
sven345

gudrun 05.05.2014 23:55

Hallo,

könnte es vielleicht ein Lesefehler sein?
Ich habe nur Schäuerchen = Zahnkrämpfe
gefunden.

Viele Grüße
Gudrun


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