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Muckl-Löi 02.12.2019 15:41

Meldekarten Leipzig 1946-1948
 
Hallo Kollegen,

meine Mutter kam 1946 mit der Vertreibung nach Markkleeberg und wohnte danach in Leipzig. Im Jahr 1948 "machte sie in den Westen".
Wo wird ihre Meldekarte aufbewahrt?
Danke für eure Hilfe.

Viele Grüße
Oskar

Opa98 02.12.2019 15:55

Es gibt DDR-Meldeunterlagen bei den heute zuständigen Kreisarchiven, sofern noch vorhanden, oder den Stadtarchiven. Die beginnen i.d.R. aber erst 1950-52. Bezüglich der Flucht in den Westen könnte das BAMF helfen, Nachfolgeaufgaben der DDR. Inwiefern da aber schon vor der DDR-Gründung Unterlagen geführt wurden entzieht sich meiner Kenntnis.

LG
Alex

Muckl-Löi 02.12.2019 18:19

Hallo Alex,

herzlichen Dank für Deine Hinweise.

Viele Grüße
Oskar

JürgenSonntag 02.12.2019 19:47

Hallo Oskar,

beim Stadtarchiv Leipzig ist Folgendes zu lesen:
<https://www.leipzig.de/wirtschaft-und-wissenschaft/bibliotheken-und-archive/stadtarchiv/recherchehinweise/meldeauskuenfte/>

"1.3 Zeitraum von 1911 bis circa 1953
Diese Leipziger Einwohnermeldekartei befindet sich lückenhaft im Sächsischen Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig.

1.4 Zeitraum von ca. 1952/55 bis circa 1990
Über diesen Zeitraum ist eine Personen- und Häuserkartei vorhanden, die beim Volkspolizeikreisamt geführt wurde. Vereinzelt sind in der Personenkartei auch Einwohner des Leipziger Umlandes nachweisbar."

Also für den Dich interessierenden Zeitraum wäre aus meiner Sicht eine Anfrage beim Sächsischen Staatsarchiv Leipzig sinnvoll. Ich habe innerhalb von 3 Wochen eine Antwort bekommen.

Viele Grüße! Jürgen

Muckl-Löi 02.12.2019 22:09

Hallo Jürgen,

allerbesten Dank für Deine Hinweise.

Viele Grüße
Oskar

Simone99 03.12.2019 00:35

Ich habe Meldeunterlagen von 1940- 1947 von meiner Mutter und meinen Grosseltern im Staatsarchiv in Leipzig gefunden.

Gruss, Simone

Muckl-Löi 03.12.2019 06:54

Hallo Simone,

danke für die Mitteilung Deiner positiven Erfahrung mit dem Staatsarchiv Leipzig.

Viele Grüße
Oskar

Muckl-Löi 07.12.2019 19:10

Hallo Kollegen,

vom Staatsarchiv Leipzig habe ich nun erfahren, dass von meiner Mutter keine Meldekarte vorhanden ist.

Auch von meinem Onkel, der mit der Vertreibung nach Sternberg/ Mecklenburg kam und später „in den Westen machte“ gibt es keine Meldeunterlagen.

Hier stellt sich mir die Frage, ob man allgemein die Meldekarten der in Westen geflüchteten Bürger der SBZ/DDR eingezogen bzw. vernichtet hat.

Habt ihr vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht.
Vielen Dank für eure Antworten.

Viele Grüße
Oskar

JürgenSonntag 09.12.2019 19:00

Hallo Oskar,

es kommt bestimmt auch auf den Zeitraum an, für den man sucht. Möglicherweise wurde kurz nach 1945 manches noch nicht so genau genommen wie in den 1950er bis 1980er Jahren. Für einen anderen Ort (Frankenberg/Sachsen) habe ich erfahren, dass es doppelte Melderegister gab: zum einen im Stadtarchiv dasjenige der Stadt und zum anderen das sogenannte Kreismeldearchiv. Letzteres enthielt wohl die Karten der Volkspolizeikreisämter (VPKA). Dort waren ausdrücklich auch die "illegal" in den Westen verzogenen Personen registriert. Vielleicht wäre das noch ein Ansatz auch beim Stadtarchiv Leipzig, das ja für die kreisfreie Stadt auch das Meldearchiv des VPKA haben müsste.

Für die Zeit ab 1952 wurden alle in den Westen geflüchteten Personen akribisch registriert, ihr Vermögen enteignet oder beschlagnahmt usw. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Flucht ein Grund war, Unterlagen zu vernichten - eher im Gegenteil!

Wichtig wäre, dass Du bei Deinen Anfragen angibst, dass und wann etwa die betreffende Person die DDR verlassen hat. Die Archivare wissen dann schon, wo sie nachschauen müssen.

Ansonsten hilft vielleicht auch eine Anfrage bei der Stasi-Unterlagenbehörde Berlin oder der Lastenausgleichsarchiv in Bayreuth. Letzteres habe ich aber noch nicht in Anspruch genommen.

Weiterhin viel Erfolg und viele Grüße!

Jürgen

Ahnungsweise 09.12.2019 21:04

Hey,
unsere Mutter kam 1946 über das Flüchtlingslager Friedberg in die Westzone. Zu der Zeit ging alles über Friedberg. Vielleicht gibt es da eine Registrierung die Dir weiterhilft.
Grüßle
Johannes.


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