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LisiS 17.05.2019 18:58

Traueintrag 1785 Niederneukirchen
 
Quelle bzw. Art des Textes: Traubuch Niederneukirchen
Jahr, aus dem der Text stammt: 1785
Ort und Gegend der Text-Herkunft: Niederneukirchen, Oberösterreich
Namen um die es sich handeln sollte: Veit Hinterleitner u. Anna Maria Zeillingerin



Ihr Lieben, ich hab noch was gefunden. Den Traueintrag der Eltern von Martin Hinterleitner.
http://data.matricula-online.eu/de/o...1%252F06/?pg=3


Vorletzter Eintrag links unten.



Vor allem bitte ich um Hilfe beim Lesen des Zusatzes beim Namen des Bräutigam nach dem "+" und die Trauzeugen kann ich auch nicht recht entziffern.


Der eine heißt wohl Jakob Sühs und der andere Veit ????
Den Stand entziffer ich nicht...



Vielen Dank! :-)

benangel 17.05.2019 19:54

Hier mal was ich zu den Namen lese:
4. July
Veit Hinterleuthner + zu S. Marien als Heudreschmeister
Anna Maria Zeillingerinn
Jakob Fuchs, Veit Bannhurber/Bannhueber

Gruß
Bernd

Tinkerbell 17.05.2019 20:04

Hallo.

Könnte er vielleicht ein Thenndreschmeister gewesen sein ?
Dreschmeister in einer Tenne ?

LG Marina:)

LisiS 17.05.2019 20:12

*hmmm* danke ihr beiden, das klingt recht plausibel!?
Inzwischen hab ich die beiden Sterbeeinträge der Eheleute gefunden, bei ihm steht "Taglöhner" und sonst weiter nix.


Beide sind auf jeden Fall in den Kirchenbüchern von St. Marien zu finden.
Jetzt hoff ich noch ich find da auch deren Taufeinträge.

Tinkerbell 17.05.2019 20:13

Hallo.

In der 2. Spalte steht noch Weichstätten, Katastralgemeinde von Sankt Marien.

LG Marina:)

LisiS 17.05.2019 20:14

ja - danke! Weichstätten (heute mit "e") gibts da.
Irgendwie mischen sich da vermutlich die Ortschaften Niederneukirchen und St. Marien so bissi!?

benangel 17.05.2019 20:16

Ja Tenn-Dreschmeister stimmt wohl. Folgenden Text fand ich bei google im Atlas- Oberösterreich: In der Regel verfügten die Bauern selbst über die nötigen Arbeitskräfte, um auch die ebenfalls nach bestimmten Grundsätzen organisierte Arbeit des Handdrusches erledigen zu können. In größeren Anwesen beschäftigte man aber auch wandernde Saisonarbeiter, die unter der Führung eines „Hauptmannes" („Tenn-", „Dreschmeisters") ab Allerseelen in den Höfen um Arbeit vorsprachen.

Gruß
Bernd

LisiS 17.05.2019 20:20

Oh! Das ist interessant! Danke!
Das heißt, die sind ab Anfang November in die Höfe um dort Arbeit zu bekommen?
Nur was haben die da gemacht? Dreschen war doch Herbstarbeit nach der Ernte? Oder irr ich mich?

Tinkerbell 17.05.2019 20:48

Hallo.
Aus einen Artikel gefunden:

Nach der Getreideernte musste an Regentagen ein Teil gleich gedroschen werden, weil Saatgetreide gebraucht wurde. Mancherorts wartete man schon sehnsüchtig darauf, neues Korn in die Mühle fahren zu können. Die eigentliche Dreschzeit mit dem Dreschflegel begann jedoch erst im November, wenn alle Feldarbeiten beendet waren. Um Martini (11. November) gab es kaum eine Scheune im Dorf, in der nicht das Schlagen der Dreschflegel zu hören war.

Die Drescharbeit war sehr anstrengend, und man konnte diese nicht neben der schweren Feldarbeit erledigen. Bei den meisten Bauern dauerte es bis Weihnachten, ehe ausgedroschen war. Es gab auch Bauernhöfe, bei denen sich die Drescharbeit bis Lichtmess (2. Februar) hinzog.

Zum nachlesen:

https://ulrich-goepfert.de/index.php...schwere-arbeit

LG Marina:)

LisiS 17.05.2019 20:53

Man lernt echt nie aus! Eigentlich logisch, wenn man nachdenkt, dass Dreschen und Ernten anstrengend ist, andererseits hättens aber auch andere "Mannschaften" sein können, eine erntet und eine drischt.


Solche Infos sind sehr interessant!


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