Ahnenforschung.Net Forum

Ahnenforschung.Net Forum (https://forum.ahnenforschung.net/index.php)
-   Erfahrungsaustausch - Plauderecke (https://forum.ahnenforschung.net/forumdisplay.php?f=38)
-   -   Seltsame Todesursachen und "interessante" Sterbefälle (https://forum.ahnenforschung.net/showthread.php?t=28720)

Edeltraud 22.10.2010 21:06

Zitat:

Zitat von Roswitha (Beitrag 354415)
Hallo Franz Josef und AnMark,

die Frau war 54 Jahre alt, als sie starb. Da könnte es noch gut hinkommen mit den Wechseljahren und den Blutungen.

Vielen Dank und viele Grüße
Roswitha


Vielleicht litt sie unter dieser Krankheit:

http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Endometriose/

Garfield 24.10.2010 21:29

Eine Urgrosstante von mir hatte mit 86 Jahren eine Operation und hätte danach ins Altersheim sollen. Das wollte sie aber nicht und nahm sich das Leben, indem sie aus dem Fester im 13. (?) Stockwerk sprang.

Ihre Eltern starben 1966 kurz nacheinander: Sie war nach einem Schlaganfall gelähmt und wurde zuhause betreut, nach etwa 3 Jahren starb sie. Ihr Mann (mein Ururgrossvater) war wohl so erleichtert, dass ihm die Betreuung nun abgenommen wurde und sie endlich erlöst wurde, dass er zwei Tage später einfach so starb.
Viele Verwandte haben erst an der Trauerfeier erfahren, dass nicht nur sie, sondern auch er beerdigt wurde.

Daniel86 25.10.2010 01:46

Die wohl "kurioseste" Todesart unter meinen Vorfahren/Verwandten betrifft gleich drei Menschen: Ein Cousin meines Alturgroßvaters hat 1827 seinen Vater und seine Schwester umgebracht. Anlässlich seiner Hinrichtung wurde ein Flugblatt veröffentlicht, das sich wohl so gut verkauft hat, dass man es vier Jahre später mit verändertem Datum in einer anderen Stadt gleich noch mal aufgelegt hat. Erst kürzlich stand (mal wieder) ein Artikel dazu in unserer Lokalzeitung:
http://www.goettinger-tageblatt.de/N...Rad-geflochten

Leineweber12 25.10.2010 08:08

Einer meiner Vorfahren war Glockengießer und ist 1792 vom Glockenturm "zu Tode gefallen".

Baptist 25.10.2010 12:03

Kuriose Todesart
 
Zitat:

Zitat von Klingerswalde39_44 (Beitrag 353918)
Hallo,
ich versuch mal ein Thema zu starten. Wenn's das schon gab, bitte löschen.

Und ich antworte auch gleich mal:

ein 8jähriger Junge Valentin Deklerski starb 1884 "durch Mißhandlung durch den Lehrer"
Das fand ich wirklich sehr ungewöhnlich.

Ich hoffe, Euch interessiert das auch.

Gruss, Gabi

Halle Gabi,
zwei meiner Vorfahren sind durch Unglücksfall ums Leben gekommen.
Mein Großvater väterlich kam im Transformatorhäusl durch Stromschlag um.
Sein Sohn, also mein Onkel fiel als 12 jährigen auf der Tenne ein schweres Holzrad, vermutlich von einem Flaschenzug , auf den Kopf und erschlug in.
Meine Oma hatte ein schweres Schicksal, mit 36 war sie Witwe und hat drei Kinder großgezogen, Als sie 70 war mußte sie erfahren, dass ihr ältester, mein Vater nicht aus dem Krieg zurückkam.

Viele Grüße, Baptist.

Anna v. Sachsen 26.10.2010 20:43

grausige Todesart
 
finde ihn nicht wieder.
Aber das prägte sich ein.
Todesart sinngemäß:
...fiel mit dem Hals in einen Stecken gegen die Wand ...

Ich weiß nicht, ob das ein Unfall war.
Gabi

moni_g-f 27.10.2010 10:47

Hallo Gabi,

vielen Dank für diese spanndende wenngleich auch traurige Umfrage!

Einer meiner Vorfahren kam leicht verwundet und nach kurzer Kriegsgefangenschaft aus dem 2. WK zurück, wurde danach aber immer depressiver. 27 Jahre nach Kriegsende hat er sich auf die Gleise gelegt...

Eine Tante 2. Grades ist an schwerem Kopffieber im Alter von 9 Jahren gestorben.

Das sind meine kuriosesten Todesfälle die mir im Moment einfallen.

Vg moni_g-f

TMG 27.10.2010 12:23

Moin, also bei mir ist es im noch nicht angeschlossenen Figge Baum ein für sich betrachtet nicht ungewöhnlicher Eintrag aber in dem Zusammenhang, das irgendwo 1800 oder früher nicht allzuviel Verkehr war vielleicht doch etwas ungewöhnlich

"Hinter ??? überfahren"

"schön" auch

Er wurde mit Gesang begraben. Dies hatte er vor seinem Tode mit Pfarrer Jungcurt aus Usseln abgesprochen!

AnMark 27.10.2010 21:41

wie ich schon mal sagte, kuriose Todesarten hatte ich einige, besonders tragisch finde ich da die Familie meines väterlichen Großvaters mit den vielen Selbstmorden. Mein Ururgroßvater erhängte sich 1884 in Dachboden seines Hauses nach einer Wirtshausschlägerei mit Todesfolge. Er hinterließ bei seinem Tod zwei Töchter im Alter von 17 und 14 Jahren. Die jüngere der beiden ist meine Urgroßmutter. Die ältere heiratete 1890 und bekam eine einzige Tochter, die die Eltern 1920 in eine äußerst unglückliche Ehe drängten. Da sich weder Tochter noch Mutter mit dem Ehemann bzw Schwiegersohn verstanden, ertränkte sich die Mutter 1935 in einer Regentonne, die Tochter wurde danach psychisch krank, kam 1939 in die Irrenanstalt und wurde 1943 euthanasiert.
Meine Urgroßmutter selbst heiratet 1896 nach zwei unehelichen Kindern den Kindesvater und gebahr noch 5 Kinder. Die 3te Tochter strangulierte sich im Alter von 2 Jahren mit der Wiegenschnur. Die älteste Tochter nahm 1930 - nach mündlicher Überlieferung aus Liebeskummer - Rattengift und starb sehr qualvoll. Der zweite Sohn übernahm 1939 den elterlichen Hof, seine Frau erhängte sich zwei Jahre später 3 Tage nach der geburt ihres zweiten Kindes aus einer Wochenbettdepression am Bettpfosten. Er selbst verfiel dann dem Alkohol und erschoß sich 1961 mit einem Jagdgewehr, nachdem bereits seine Mutter (meine Urgroßmutter) 1949 und die jüngste Schwester 1958 sich das Leben durch Ertränken im Feuerlöschteich genommen hatten.
Von der Familie blieb nur mein Großvater und eine Schwester übrig, die nur 5 km auseinander wohnten, sich aber über 30 Jahre nicht sehen konnten, da zwischen beiden Dörfern die BRD-DDR-Grenze verlief. Mein Großvater hatte lange Sehnsucht nach seiner Schwester. 1978 durften wir sie zum erstenmal zum 80 Geburtstag besuchen. Ich kann mich noch gut an das Wiedersehen erinnern und wie meine Großtante geweint hat, als sie davon sprach wie nah sie immer gewesen sei und eine Todesnachricht nach der andern erhalten hätte, aber nie zur Beerdigung kommen durfte. Sie habe immer den Pfarrer gebeten, auf den Kirchturm steigen zu dürfen, da sie von dort aus unseren Friedhof einsehen konnte.
Kurios finde ich noch, dass der Sohn, dessen Mutter sich im Wochenbett das Leben nahm, 1966 als Baggerführer ums Leben kam, als er sich aus der Tür beugte, um sich mit einem Bauarbeiter zu unterhalten, dabei mit dem Ellbogen auf den Türschließknopf kam und sich so den Kopf zerquetschte.

Klingerswalde39_44 29.10.2010 11:32

Hallo AnMark,
neben vielen anderen tragischen Todesfällen (manche lassen mich allerdings auch schmunzeln), die hier geschildert worden, finde ich die Ereignisse in Deiner Familie unglaublich. Wie kann eine Familie soviel Leid verkraften?

Nachdenkliche Grüße, Gabi


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 04:01 Uhr.

Powered by vBulletin® Version 3.8.8 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2020, vBulletin Solutions, Inc.