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Hallo,
Da bin ich auch einmal auf einen ganz interessanten Sterbefall gestoßen. Der 17 Jahre alt Carl Johann Hermann Nienhaus ist 1817 in Dingden gestorben, Todesursache: "casu sclopeto occisus" = zufällig mit einem Gewehr getötet. Was da wohl passiert sein mag? Nico |
Kurz und - hoffentlich - schmerzlos.
Güldenstein. Der bei der Rübsenernte beschäftigte Landinste Landschoof aus Harmsdorf stürzte von einem beladenen Rübsenwagen herab und war sofort eine Leiche. Damit hat der Arme es 1903 bis in die europäischen Nachrichten der Indiana Tribüne gebracht. |
Moin fps,
Kammrad und Trichter sind etwas Unterschiedliches. Friedrich, der in einer ehemaligen Wassermühle wohnt |
Oh, Friedrich, dann pass nur auf Dein Kammrad auf! :D:D:D:wink:
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Das ist entfernt worden, als die Anlage stillgelegt wurde.
Friedrich |
Der kluge Mann baut vor - bzw. in diesem Fall zurück.
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Hallo zusammen!
Hier habe ich auch etwas: "Doch im jar XLVIIo volgens up gunstach XX. Julii in bywesen heren Frans van Waldegge, bysschop tho Munster, vorordelt tom doide in eyner ketten ummet fuyr to loepen buten sunte Ygidius porten by der galgen gewontlycher pynstedde." Ist der Mann tatsächlich dazu verurteilt worden, in einer Kette um das Feuer zu laufen? Hätte es nicht ausgereicht, ihn einfach auf den Scheiterhaufen zu stellen? Wozu das Gelaufe in einer Kette? Ratlose Grüße consanguineus |
Hallo consanguineus, hallo zusammen,
ist es denkbar, dass es sich um einen verurteilten Wiedertäufer handelte, welche der Fürstbischof Franz von Waldeck massiv bekämpft hatte. vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_von_Waldeck Die Hinrichtungen der Wiedertäufer waren teilweise besonders grausam; nicht nur die stundenlange Folterung und Hinrichtung der drei bekannten Anführer in Münster. Denn es sollte bewusst eine abschreckende Wirkung auf Sympathisanten erzielt werden. Viele Grüße Ralf |
Hallo Ralf,
nein, der Mann war kein Wiedertäufer, sondern "nur" ein erbitterter Feind eines Domherren, welchem er mit einer jahrelangen, blutigen Fehde ziemlichen Schaden zugefügt hat. Und nicht nur dem Domherren. Aber die Zeit deckt sich schon mit den Wiedertäufern. Viele Grüße consanguineus |
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Nachtrag: siehe Anhang!
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Hallo zusammen!
Hatte gerade ein Gespräch mit einem sehr gebildeten Freund, welcher sich unter anderem auch mit frühneuzeitlichen Hinrichtungsmethoden ganz gut auskennt. In der Theorie natürlich nur. Er berichtete mir, daß man dem Delinquenten eine Kette um den Hals schmiedete und diese an einem Pfahl befestigte, um den ein Feuer loderte. Die Kette war lang genug, daß der Verurteilte nicht direkt verbrannte, sondern daß er durch die immer heißer werdende Kette zu Tode kam. Hat jemand solches schon gehört? 8o Dagegen ist der direkte Feuer- bzw. Erstickungstod ja fast schon als human zu bezeichnen. Viele Grüße consanguineus |
Moin,
der menschliche Sadismus hat sich die grausigsten Dinge einfallen lassen, ich bin immer wieder erschüttert, was man da alles erfahren kann. Allerdings: gibt es außer dem menschlichen Sadismus überhaupt einen anderen? Oder zeigt sich auch hierin eine Sonderstellung des Menschen? :confused: |
Hallo zusammen,
im Kirchenbuch von Istha (Kirchenkreis Wolfhagen, KB von 1778-1831) habe ich heute folgenden Eintrag von 1810 betreffend eine Tochter eines Vorfahrens meines Mannes gefunden: "8br 28. Anna Christina, Johann Daniel Schaubs Tochter. Sie hat sich d. 21t des Nachts gegen 10 und 11 Uhr in den Brunnen bey ihrem Hause gestürtzt. Zur Ursache wird angegeben, sie seye seit d 17t krank gewesen, habe ein hizig Fiber gehabt, habe schon d 21ten am Tage fantasiert. Die Mutter und der jüngste Bruder haben bey ihr in einer Kammer geschlafen. Da diese eingeschlafen waren, hat sie sich heimlich weggemacht. Und wie sie sie vermist haben, hat sie schon im Brunnen todt gelegen. Es wurde zu Wolfhagen angezeigt und der Friedensrichter Gille, der Docotor Hildebrandt und Chirurges Abee sind hierher gekommen. Beyde lezten haben sie secirt und danach ist sie begraben an dem Ende des Totenhofes. Sie ist alt worden 33 Jahr 2 Monath u. 3 Wochen." Liebe Grüße Sarah |
Zitat:
zumindest mir ist kein "anderer" Sadismus bekannt, und ich fürchte, Du hast recht, wenn Du meinst, es zeige sich darin eine Sonderstellung des Menschen 8o. |
Moin zusammen,
habt Ihr schonmal eine Katze beobachtet, wie sie mit einer lebenden Maus spielt? Friedrich |
Zitat:
Katzen denken sich im Gegensatz zum Menschen nicht ständig neue und noch sadistischere Quälereien aus. Auf so eine verquere Idee wie "Der Hexenhammer" wäre keine Katze je gekommen... |
Zitat:
2 Gegenfragen: Was machen Menschen alles mit Tieren, die sie verspeisen wollen, hat es die Maus nicht dagegen noch gut? Gibt es Sadismus zwischen Katzen? |
Hallo zusammen,
wer Interesse an der „menschlichen Kreativität“ beim Erdenken von historischen hinrichtungsarten hat, mag hier die Einzelheiten und Hintergründe nachlesen: vgl. http://www.unmoralische.de/hinricht.htm#methoden Viele Grüße Ralf |
Auf jeden Fall finde ich es schon sadistisch, wie eine Katze die Maus quält, ehe sie ihr den Garaus macht. Also eine Art von Sadismus.
Wo wir gerade am Plaudern sind: Was ist der schlimmste Augenblick für einen Masochisten? Wenn er zum Sadisten sagt: "Quäl mich!" und der Sadist sagt: "Nein!" Friedrich |
Zitat:
Das ist dann aber doch auch sadistisch, oder? :D |
Moin Anja,
aber nicht für den Masochisten, finde ich. Friedrich |
O doch, denn das ist ja gerade der Witz an dem Witz.
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http://data.matricula-online.eu/de/o...2C3-04/?pg=109
1. Eintrag, grob übersetzt: in der Nacht durch einen Falken stürzend und nach einigen Stunden verstorben... LG Zita |
Falke? Ob da nicht eher die Sense gemeint ist? Die Wahrscheinlichkeit dafür wäre schon ein wenig höher, meine ich.
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Meine Hündin ist eine ganz üble Sadistin. Auch am Wochenende steht sie vor dem Bett und gibt nicht eher Ruhe, bis ich aufgewacht bin. Und dabei bin ich immer gut zu ihr gewesen!
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Zitat:
Ob das nicht eher "Balken" hieß???:guteidee: Fragt sich Astrid |
Zitat:
Wochenende???? Hast du es gut! Unsere Katze macht das jede Nacht....gegen 3 Uhr! Und bei der Wärme hat ja keiner die Fenster geschlossen. :nein: Astrid |
Katzen und Hunde sind "Terroristen auf vier Beinen". ;)
Ich mag sie gerne und werde auch von ihnen - als "felloser Zweibeiner" - gerne gemocht, kann jedoch aus diversen Gründen kein Haustier halten. |
Zitat:
Naja, mich nerven oft die "fellosen Zweibeiner", gerade bei diesen heißen Temperaturen, alles "genervte Kreaturen".....die mal runterkommen sollten...:roll::roll::roll: Gruß:wink: Matthias |
Zitat:
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Zitat:
Danke und liebe Grüße Zita |
Zitat:
Skurril ist es dennoch, auch ohne Falknerei. |
Hallo an alle, nun kann ich auch einen interessanten/unglücklichen Todesfall beisteuern. Der Sohn meines 5xUr-großvaters(Johann Christian Siegmund Hamel) Heinrich Matthias Leopold Hamel starb am 03. Mai 1824 in Klein Germersleben mit 2 Jahren und 2 Monaten. Wiedermal ist eine Mühle daran beteiligt.
Als Todesursache wurde eingetragen: "An den Folgen eines Schlags von dem Windmühles Flügel, dem er zu nah gekommen war, und am zweiten Tage darauf starb" Ob die Eltern oder Geschwister nicht auf den Kleinen aufgepasst haben ist nicht überliefert. :) Viele Grüße Ricco:D |
Weihnachten 1717 - Die große Flut
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Auf alten Karten kann man sehen was alles überflutet wurde und das Wasser hat sie weggetrieben. Irgendwann später hat man sie gefunden und oft namenlos begraben.
Hunderte Häuser wurden zerstört, tausende beschädigt. Das Vieh ist verendet und das Salzwasser hat Land für Ackerbau stark geschädigt. Es folgte erst ein strenger Winter, dann eine Hungersnot. Allein hier waren es 110 meist namenlose Opfer in der Wesermarsch durch die Flut. Es war die Nacht vom 24. auf den 25. Dezember 1717. Eine stille Nacht war das nicht. |
Eine richtig seltsame Todesursache hab ich nicht, aber beim Durchblicken des Kohlgruber Taufregisters bin ich im Jahr 1850 angekommen, und da wurden am 5. Januar, vor Dreikönig, Drillinge geboren. Zwei Monate zu früh.
Die Eltern nannten sie Kaspar, Melchior und Balthasar. Sie starben aber alle drei einen bzw. zwei Tage später. Traurig. Drillinge waren wohl ein noch viel größeres Risiko als Zwillinge. VG Bienenkönigin |
Hallo
Zwei Einträge aus dem Sterbebuch der Pfarrei St. Michael in Peiting, Oberbayern (1856-1883), einsehbar im Online-Archiv des Erzbistums München und Freising. Zitat:
Zitat:
Gruss Svenja |
Kind in kochendes Wasser gefallen
Louise LAUBER, * 20.06.1875 Girkhausen, + 17.02.1880, mittags 12 Uhr
Tochter der unehel. Elisabeth LAUBER: Todesursache: "In Folge erhaltener Brandwunden durch fallen in einen Topf mit kochendem Wasser" Bei der Vorstellung dieser Todesursache läuft es mir kalt den Rücken runter! Gruß, bleu-de-pastel |
Hört sich wirklich schrecklich an, und das alles ohne Schmerzmittel oder sonstige Linderungen.
In den Kirchbüchern, die ich zuletzt durchgesehen habe (Oberbayern, ähnliche Zeit) sind auch erstaunlich viele Babys und Kinder gestorben. Zwischen all den Einträgen zu Pertussis, Lebensschwäche, Brechdurchfall u.ä. war auch ein Kindstod durch "Brandhitze (Ofen)" dabei. VG Bienenkönigin Zitat:
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Mein Ururopa hat in seiner Mühle ein Bein verloren und ist an den Folgen verstorben. Interessanterweise wurde uns früher als wir Kinder waren immer erzählt, dass daher unser Nachname "Mühlenbein" käme, was natürluch Unsinn ist.
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Hllo
Bei den Sterbeeinträgen in Hohenpeissenberg ab 1805 gibt es interessante Randbemerkungen. (einsehbar im Online-Archiv des Erzbistums München und Freising) Auf Seite 12 bei einer 58 Jahre alten ledigen Jungfer, die am 9. Juni 1810 gestorben ist, steht allen Ernstes: Zitat:
Zitat:
Gruss Svenja |
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