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Sebastian901 07.04.2021 23:47

Wie soll ich mit Verwandten über die Vorfahren reden?
 
Hallo zusammen,

obwohl ich noch nicht einmal wirklich zu den Urgroßeltern durchgedrungen bin, geht es mit meiner Ahnenforschung nur schleppend voran. Momentan versuche ich an die Heirats- und Sterbeurkunde meiner Großmutter zu gelangen und -wenn ich großes Glück habe- sogar an die Geburtsurkunde. Aber ob ich weit komme, ist nicht garantiert, denn meine Großmutter kam aus Pommern.

Es würde sich natürlich anbieten, nochmal die Familie zu befragen, aber das Problem ist, dass mir das unangenehm ist. Mein Cousin (30+) interessiert sich nicht für Ahnenforschung und kennt nicht mal den Namen seines verstorbenen Großvaters, der früh verstarb. Und sein Vater ist die einzige noch lebende Person, die mir etwas über meine mütterlichen Vorfahren erzählen könnte. Leider sehe ich meinen Cousin und seinen Vater alle paar Monate wenn es hoch kommt, da sie momentan mehr als 300 km entfernt wohnen. Wegen der aktuellen Lage, weiß ich nicht, wann wir uns das nächste Mal sehen.

Ansonsten erfolgt der Kontakt nur über Handy und WhatsApp. Ich habe meinem Cousin im Juli 2020 per WhatsApp darum gebeten, dass er seinen Vater fragen soll, wo unsere Urgroßeltern genau geboren wurden und wie der Vater von unserem Großvater hieß. Er versprach mir, dass er sich umhört, wenn er seinen Vater in den nächsten Tagen nochmal sieht (sie wohnen quasi in der gleichen Stadt). Danach habe ich ihm zum neuen Jahr gratuliert und er hat sich bedankt und jetzt zu Ostern, aber er hat das Thema nicht mehr angesprochen.

Jetzt ist meine Frage, wie würdet ihr vorgehen, wenn es um die Befragung von Verwandten geht? Extra dafür anrufen ist mir zu seltsam. Wie soll ich das Thema anschneiden? Mein Ziel ist es, mehr über die Herkunftsfamilie meiner Großmutter zu erfahren. Eigentlich alles was ich erfahren kann.

liebe Grüße
Sebastian

Ursula 08.04.2021 00:00

Hallo Sebastian,

wie ist denn Dein Verhältnis zu Deinem Onkel? Kannst Du ihn nicht einfach selbst anrufen?
Manche Leute freuen sich sehr, wenn man sich für die Familie interessiert. In diesen Zeiten ist es doch verständlich, wenn man Kontakt zur Familie sucht, telefonisch, wenn man sich nicht sehen kann.

LG
Uschi

Sebastian901 08.04.2021 00:28

Zitat:

Zitat von Ursula (Beitrag 1358550)
Hallo Sebastian,

wie ist denn Dein Verhältnis zu Deinem Onkel? Kannst Du ihn nicht einfach selbst anrufen?
Manche Leute freuen sich sehr, wenn man sich für die Familie interessiert. In diesen Zeiten ist es doch verständlich, wenn man Kontakt zur Familie sucht, telefonisch, wenn man sich nicht sehen kann.

LG
Uschi


Hallo Ursula,


vielen Dank für die schnelle Antwort. Mein Verhältnis zu meinem Onkel ist sehr gut. Nur bin ich nicht so der "Anruftyp" und es ist eigtl. unüblich, ihn anzurufen und ich kann an der Hand abzählen, wie oft ich ihn schon angerufen habe. Ich habe ihm dann meistens zum Geburtstag gratuliert und deshalb würde ich mir etwas komisch vorkommen wenn ich dann sage: "Ich möchte nochmal über die Familie von Oma reden" oder so ähnlich. Meine Oma war sowieso diejenige, die alle zusammengehalten hat, als sie noch lebte. Außerdem habe ich mich früher nie für Ahnenforschung interessiert.


liebe Grüße
Sebastian

Kamille 08.04.2021 07:17

Hallo Sebastian,
Wenn Dein Verhältnis sehr gut zu deinem Onkel ist dann solltest Du es vielleicht doch mal versuchen ihn direkt anzurufen. Wenn ihr einen direkten Kontakt habt der unabhängig von Deinem Cousin ist wird deine Forschung einfacher sein. Die Ahnenforschung kann ja auch ein interessantes Gesprächsthema sein, das Euch wieder mehr miteinander in Verbindung bringt.
Und ein Telefongespräch muss auch nicht immer ewig lange dauern. Aber wenn Dein Onkel direkt von Dir erfährt dass Du an der Familiengeschichte interessiert bist kommt das auch auf Seite des Onkels überzeugender rüber als wenn Du nur dort anfragen lässt.

Viel Erfolg!
Kamille

Lock 08.04.2021 08:02

Hallo Sebastian

Ein persönliches Gespräch ist meines erachtens besser als jede Fernmündliche Kommunikation. Du solltest die erst beste Gelegenheit die sich bietet nutzen.
Meiner Erfahrung nach erzählen "ältere" Leute gern von vergangenen Zeiten.
Meine Tante 86 Jahre alt, wohnt auch rund 300 Km weg, aber mindestens einmal im Jahr führt mich mein Weg nahe am Wohnort vorbei und da mache ich immer einen Abstecher.
Wenn man nicht sofort mit der Thür ins Haus fällt ergeben sich meist interessante Gespräche, die sich in die richtige Richtung lenken lassen.
Bei mir war der Aufhänger einmal, Papa hat erzählt... weißt Du da etwas?
Das Ergebnis war eine Komplette Familiengeschichte inclusive Flucht(1945) aus Ihrer Sicht. Später konnte ich sie überzeugen, Ihre Erlebnisse zu Papier zu bringen.

v.G. Gerhardt

Xtine 08.04.2021 08:56

Hallo Sebastian,

wenn Du nicht gleich anrufen willst, schreib doch erstmal einen altmodischen Brief ;)
Schreibe was Du schon hast, wo es noch hakt, lege evtl. eine Ahnentafel bei und schreibe rein, daß Du die Tage mal anrufen wirst. Das solltest Du dann aber auch machen, wenn davon auszugehen ist, daß der Brief auch wirklich inzwischen angekommen ist. So hat Dein Onkel auch Zeit darüber nachzudenken, was er alles noch weiß.

Gudrid 08.04.2021 09:33

Ach weißt du, ich habe jetzt schon so viele wildfremde Menschen in Bezug auf meine Forschung angerufen, ohne Problem. Wenn der Angerufene kein Interesse hat, merkt man das gleich und das wars dann. Wenn man es nicht versucht, ist es eine vertane Chance.
Ich verstehe ehrlich gesagt deine Hemmungen nicht, den Onkel direkt anzurufen. Er freut sich sicher.

Dorni 08.04.2021 11:13

Leg dich mal ins Zeug, denn schnell ist eine Chance vertan.

Meine Schwiegeroma ist letztes Jahr verstorben (alte Pommern Pflanze). Jetzt ist mir diesbezüglich die Chance genommen an weitere Infos zu kommen und ich kann "nur" noch nach den Urkunden und KB Einträgen suchen.

Du hast ja schon einige Inspirationen bekommen, wie du vorgehen kannst um das Thema zu beginnen.

anitram03 08.04.2021 11:24

Nachfragen
 
Hallo,



ich habe vor drei Jahren eine Tante meines Mannes angerufen.
Sie hatte den Kontakt zu den Verwandten schon lange abgebrochen.
Sie war erst sehr reserviert, als ich aber den Grund meines Anrufes angesprochen habe, taute Sie etwas auf.
Auf der Sterbeurkunde ihres Vater´s stand nämlich : Mutter unbekannt.

Sie hat mir sehr geholfen, mit meiner Forschung voran zu kommen. Ich habe ihr dann den Stammbaum geschickt bzw. immer das Neueste.
Sie hat dann auch von sich aus angerufen und sich bedankt.
Also versuch es , wenn auch telefonisch.

Donnerwetter 08.04.2021 11:51

An deiner stelle würde ich in einfach mal anrufen um das Eis zu brechen. Einfach mal fragen wie es ihm geht. Falls es dir peinlich ist einfach am gleichen Tag zu fragen dann kannst due es ein zweites Mal versuchen.
Als ich mal mit meiner Oma über das Thema gesprochen habe, also über die Ahnen da wollte sie nichts davon hören und hat gemeint die Ahnen sind tot und es bringt einem nichts da weiter zu forschen. Ich habe mit meiner Großtante gesprochen und sie war mit dem Thema begeistert und erzählte alles was ihr bekannt war.
Beim nächsten Mal habe ich ihr gesagt das ich schon einen Stammbaum hatte mit ihren Urgroßeltern oder sogar Ururgroßeltern erstellt hatte, aber dann wollte sie zum Thema auch nichts mehr hören.
Probiere es einfach mal aus, verlieren tust du nichts.

Mfg,

Donnerwetter

Holy 08.04.2021 12:53

Einfach probieren, am besten per Telefon, manchmal wirkt auch eine Mail oder ein Brief Wunder. Im einen oder anderen Fall erweisst sich der Verwandte als reiche Quelle, manchmal gibt es Versprechungen und es passiert nichts.

Beides ist möglich, sowohl schöne Kontakte und Gespräche als auch Enttäuschungen, daher bitte nicht zu viel erwarten. Nur, ohne den ersten Schritt zu machen erfährt man es nie.

LutzM 08.04.2021 18:18

Ruf an! Wo ist das Risiko?
Ich habe gerade vor ein paar Stunden jemanden in Rostock angerufen, nur weil der Nachname gepasst hätte. Leider kein Treffer.
Aber der Herr (ich schätze so Mitte 70) hat sich sehr gefreut, weil er auch aus den Sudeten ist. Hab ihm dann noch den Link von den Archiven in Tschechien geschickt, weil er selbst Interesse an der Forschung hat, aber nicht weiß wo er ansetzen soll.
Wenn Du wartest, bis Dein Onkel nicht mehr ist, sind alle Chancen vergeben. Ich hab leider nur noch meine Mutter, die allerdings viele Geschichten kennt. Alle anderen sind inzwischen verstorben und ich hatte mich damals noch nicht aktiv dafür interessiert.
Das kann man nie wieder aufholen!

Garfield 08.04.2021 18:28

Hallo

Ich kann das nachfühlen, ich telefoniere auch wirklich nicht gerne. Dafür habe ich halt schon manche Briefe oder Mails an Verwandte geschrieben und die meisten hatten Freude und halfen mir. Gerade Verwandte, die mich bereits kannten (Grosseltern, Grossonkel, Cousins meiner Eltern) halfen mir bis auf eine Ausnahme wirklich alle. Nicht alle interessierte die Familie oder die Familienforschung, aber so kam ich immerhin auch an viele alte Dokumente und Fotos, mit dem Kommentar "ich brauche das nicht mehr, aber dich interessiert das doch".

Daher: wenigstens einen Brief schreiben solltest du unbedingt! Du kannst ja mal eine aktuelle Version vom Stammbaum mitschicken und markieren, was dich aktuell interessieren würde. Oder wenn du alte Fotos hast, auf denen du nicht alle Personen erkennst, kannst du eine Kopie mitschicken und fragen. Ein Brief / Mail hat den Vorteil, dass die andere Person in Ruhe nachdenken kann.
Vielleicht kannst du deinen Onkel ja im Sommer oder Herbst mal besuchen? Und bei dieser Gelegenheit alte Fotos und Dokumente von deinem Onkel einscannen?

Viel Erfolg! :)

Sebastian901 08.04.2021 20:03

Zitat:

Zitat von Lock (Beitrag 1358583)
Hallo Sebastian

Ein persönliches Gespräch ist meines erachtens besser als jede Fernmündliche Kommunikation. Du solltest die erst beste Gelegenheit die sich bietet nutzen.
Meiner Erfahrung nach erzählen "ältere" Leute gern von vergangenen Zeiten.
Meine Tante 86 Jahre alt, wohnt auch rund 300 Km weg, aber mindestens einmal im Jahr führt mich mein Weg nahe am Wohnort vorbei und da mache ich immer einen Abstecher.
Wenn man nicht sofort mit der Thür ins Haus fällt ergeben sich meist interessante Gespräche, die sich in die richtige Richtung lenken lassen.
Bei mir war der Aufhänger einmal, Papa hat erzählt... weißt Du da etwas?
Das Ergebnis war eine Komplette Familiengeschichte inclusive Flucht(1945) aus Ihrer Sicht. Später konnte ich sie überzeugen, Ihre Erlebnisse zu Papier zu bringen.

v.G. Gerhardt


Hallo Gerhardt,


genau das ist das Problem :) Ich weiß nicht wie ich das Thema angemessen einleite ohne mit der Tür ins Haus zu fallen. Letzten Sommer waren wir gemeinsam im kleinen Kreis essen und ich wollte die ganze Zeit das Thema ansprechen und habe auf den richtigen Zeitpunkt gewartet um eine passende Überleitung zu finden, aber habe zu meinem eigenen Bedauern doch nichts gesagt. Hättest du einen Tipp wie ich das Thema passend ansprechen soll. Vielleicht sollte ich einfach irgendetwas sagen wie: "Ich weißt nicht wen ich sonst fragen soll, aber kannst du mir mehr von unserer Oma erzählen.." oder so was.



liebe Grüße
Sebastian

Sebastian901 08.04.2021 20:23

Zitat:

Zitat von Xtine (Beitrag 1358598)
Hallo Sebastian,

wenn Du nicht gleich anrufen willst, schreib doch erstmal einen altmodischen Brief ;)
Schreibe was Du schon hast, wo es noch hakt, lege evtl. eine Ahnentafel bei und schreibe rein, daß Du die Tage mal anrufen wirst. Das solltest Du dann aber auch machen, wenn davon auszugehen ist, daß der Brief auch wirklich inzwischen angekommen ist. So hat Dein Onkel auch Zeit darüber nachzudenken, was er alles noch weiß.


Hallo Christine,


vielen Dank für den Tipp! Das könnte ich tatsächlich mal machen. Ich werde darüber nachdenken.


liebe Grüße
Sebastian

Sebastian901 08.04.2021 20:31

Zitat:

Zitat von Gudrid (Beitrag 1358609)
Ach weißt du, ich habe jetzt schon so viele wildfremde Menschen in Bezug auf meine Forschung angerufen, ohne Problem. Wenn der Angerufene kein Interesse hat, merkt man das gleich und das wars dann. Wenn man es nicht versucht, ist es eine vertane Chance.
Ich verstehe ehrlich gesagt deine Hemmungen nicht, den Onkel direkt anzurufen. Er freut sich sicher.


Hallo Gudrid,


ja du hast recht. Die Hemmungen habe ich aber, weil es in meiner Vorstellung zu einer "sonderbaren Situation" kommen könnte er sich vielleicht auch überrumpelt fühlen könnte. Wer kriegt schon aus heiterem Himmerl so einen Anruf? Die Idee mit dem Brief finde ich eigentlich ganz gut, nur irgendwie ist das ja noch "sonderbarer" einen Brief zu schicken in der heutigen Zeit. Aber natürlich hätter er dann Zeit, darüber nachzudenken was er antwortet.



liebe Grüße
Sebastian

Sebastian901 08.04.2021 20:37

Zitat:

Zitat von Holy (Beitrag 1358677)
Einfach probieren, am besten per Telefon, manchmal wirkt auch eine Mail oder ein Brief Wunder. Im einen oder anderen Fall erweisst sich der Verwandte als reiche Quelle, manchmal gibt es Versprechungen und es passiert nichts.

Beides ist möglich, sowohl schöne Kontakte und Gespräche als auch Enttäuschungen, daher bitte nicht zu viel erwarten. Nur, ohne den ersten Schritt zu machen erfährt man es nie.


Hallo Holy,


ja Mail wäre ach ganz gut. Könnte ich bestimmt von meinem Cousin kriegen.



liebe Grüße
Sebastian

Sebastian901 08.04.2021 20:48

vielen Dank für die zahlreichen Beiträge! Ich hoffe es ist ok, wenn ich jetzt auf ein paar nicht näher eingegangen bin, aber die Botschaft war ja ähnlich. Ok dann versuche ich es mal ihn anzurufen oder wenigstens mal eine Mail oder einen Brief zu schicken. Jetzt muss ich nur noch die richtigen Worte finden. Ich möchte ja mehr über die Familie (speziell Eltern) meiner Großmutter erfahren. Eine Mail wäre ja zuversichtlicher als ein Brief. Mehr als nach der Email-Adresse fragen kann ich nicht.



liebe Grüße
Sebastian

Ursula 08.04.2021 20:49

Hallo Sebastian,

Zitat:

Zitat von Sebastian901 (Beitrag 1358844)


genau das ist das Problem :) Ich weiß nicht wie ich das Thema angemessen einleite ohne mit der Tür ins Haus zu fallen. Letzten Sommer waren wir gemeinsam im kleinen Kreis essen und ich wollte die ganze Zeit das Thema ansprechen und habe auf den richtigen Zeitpunkt gewartet um eine passende Überleitung zu finden, aber habe zu meinem eigenen Bedauern doch nichts gesagt. Hättest du einen Tipp wie ich das Thema passend ansprechen soll. Vielleicht sollte ich einfach irgendetwas sagen wie: "Ich weißt nicht wen ich sonst fragen soll, aber kannst du mir mehr von unserer Oma erzählen.." oder so was.



liebe Grüße
Sebastian

wenn ich obiges lese, bekomme ich den Eindruck, als würdest Du Deinen Onkel was ganz schlimmes und peinliches fragen wollen. Nach den Vorfahren zu fragen braucht doch keine angemessene Einleitung.

"Ich weißt nicht wen ich sonst fragen soll, aber kannst du mir mehr von unserer Oma erzählen.."
Genauso so kannst Du doch anfangen, da braucht man keine komplizierte Über- oder Einleitung.

Vielleicht kann ich mich aber auch nicht richtig in Dich hineinversetzen, denn ich bin da anders geartet, hatte niemals Hemmungen. Nützt mir jetzt nichts mehr, ich kann niemanden mehr fragen. :(

Liebe Grüße
Uschi

Gudrid 08.04.2021 21:18

Da muss ich Ursula recht geben. Peinlich wäre, wenn du den Onkel fragen wolltest, ob er dich als seinen Haupterben eingetragen hat. Da würde ich auch nach den passenden Worten suchen müssen. Aber so? Onkel, darf ich dich mal was fragen? Da kann man ruhig mit der Tür ins Haus fallen.
Ich denke, dein Problem ist, dass du von Natur aus ziemlich schüchtern bist. Dafür kann man ja nichts. Aber da musst du drüber springen :-)) Sonst erfährst du nichts.
Und warte nicht zu lange, wie einige oben schon anführten, es kann dann mal zu spät sein.

Sedulus 09.04.2021 05:39

Guten Morgen,

ich verstehe das Problem jetzt auch nicht. Ich wollt ich hätte noch ein paar Onkels und Tanten bei denen ich mal nachfragen könnte.
Gut, ich habe noch meine Eltern, aber die wissen eben auch nicht alles oder haben durch den Schrecken der Flucht einiges verdrängt, weil sie halt noch sehr klein waren.
Die älteren Geschwister sind wie oben schon geschrieben leider alle schon verstorben.

Ich würde zum Hörer greifen und dann ganz einfach sagen:

"Grüß dich Onkel, ich hoffe es geht dir gut. Ich hätte da ein paar Fragen denn ich möchte einen Stammbaum erstellen und einiges über die Familie erfahren."

Mehr als ablehnen kann er nicht, wenn er nicht darüber reden möchte. Aber du hast es zumindest versucht und brauchst dir keinen Vorwurf machen es nicht getan zu haben. Womöglich freut er sich sogar über den Anruf und lädt dich ein vorbei zu kommen.

Also ruf den Mann an!

Grüße
Peter

Andrea1984 09.04.2021 17:03

Hallo.

Ich bin eher für die Option schreiben: Einen Brief oder ein E-Mail, was einfacher für dich ist.

Nur Mut, es wird schon werden.

Herzliche Grüße

Andrea

Sebastian901 09.04.2021 19:53

Hallo,


vielen Dank für die Ermutigung. Ich habe ihn heute einfach angerufen obwohl ich richtig aufgeregt war! Wir haben dann ca 20 Minuten über meinen Urgroßvater geredet und wenn ich nicht mit ihm gesprochen hätte, dann hätte ich nie soviel herausgefunden.


liebe Grüße
Sebastian

Araminta 09.04.2021 20:21

Super! Herzlichen Glückwusch!

Ich weiß ja nicht was du alles herausgefunden hast aber aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass WENN da noch mehr da sein sollte, wird er an dich denken und es dir geben.
Meine Verwandtschaft gibt die Goldstücke auch immer Stückchenweise heraus ;)
Ein toller Anfang und ich finde es toll, dass du dich getraut hast!
Es ist immer leichter gesagt als getan.

Sebastian901 09.04.2021 20:29

Zitat:

Zitat von Araminta (Beitrag 1359155)
Super! Herzlichen Glückwusch!

Ich weiß ja nicht was du alles herausgefunden hast aber aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass WENN da noch mehr da sein sollte, wird er an dich denken und es dir geben.
Meine Verwandtschaft gibt die Goldstücke auch immer Stückchenweise heraus ;)
Ein toller Anfang und ich finde es toll, dass du dich getraut hast!
Es ist immer leichter gesagt als getan.


Hallo Araminta,


Vielen Dank! :) Ich habe meine neuen Erkenntnisse heute ins Pommern-Forum geschrieben, falls es dich interessiert. Im Nachhinein habe ich sogar noch ein oder zwei Fragen mehr, aber das fällt mir immer hinterher ein.


liebe Grüße
Sebastian

Gudrid 09.04.2021 20:35

Bravo, Respekt! Ein guter Anfang, du wirst sehen, es kommt noch mehr.

Sebastian901 09.04.2021 21:37

Zitat:

Zitat von Gudrid (Beitrag 1359159)
Bravo, Respekt! Ein guter Anfang, du wirst sehen, es kommt noch mehr.


Danke! Ja, ich bin schon gespannt.

Ursula 09.04.2021 21:41

Zitat:

Zitat von Sebastian901 (Beitrag 1359158)
Im Nachhinein habe ich sogar noch ein oder zwei Fragen mehr, aber das fällt mir immer hinterher ein.

Das ist normal. Und auf ein gelöstes Rätsel folgen 3 neue auf dem Fuße.:D Ein Grund mehr, ihn nochmal oder noch ein paar Mal :wink: anzurufen. Einen Anfang hast Du gemacht, die nächsten Schritte fallen nicht mehr so schwer, Du wirst sehen.

Ich finds klasse, dass Du Dich getraut hast. Super.

Liebe Grüße
Uschi

Andrea1984 09.04.2021 22:00

Gratuliere, das freut mich sehr für dich.

Viel Spaß beim einfügen der neuen Daten und beim weitersuchen deiner Ahnen.

Herzliche Grüße

Andrea

Sebastian901 10.04.2021 00:37

Danke!


liebe Grüße
Sebastian

Garfield 10.04.2021 11:24

Hallo Sebastian

Sehr schön! :D

Sebastian901 10.04.2021 15:41

Zitat:

Zitat von Garfield (Beitrag 1359299)
Hallo Sebastian

Sehr schön! :D

Danke :)

Ilsabein 10.04.2021 22:13

Hallo Sebastian,
der Anfang ist super gemeistert!

Zu Deiner weiteren Ermutigung: Ich habe etliche Briefe an Träger eines seltenen Namens geschrieben und habe einige Lücken (Antwortbriefe und ein nettes Telefonat) füllen können.

Dann habe ich einen mir vollkommen fremden Menschen angerufen, dessen Vor- und Nachname häufiger in einer anderen Familie vorkommt. Das Endergebnis: Ein netter Brief aus den USA "Dear Cousin..." (etwa 10 Gen. zurück) eine dicke Chronik der Namensträger plus der Partner und Kinder und ein Familientreffen mit Verwandten aus aller Welt.


Liebe Grüße
Eva

Sebastian901 12.04.2021 00:35

Zitat:

Zitat von Ilsabein (Beitrag 1359508)
Hallo Sebastian,
der Anfang ist super gemeistert!

Zu Deiner weiteren Ermutigung: Ich habe etliche Briefe an Träger eines seltenen Namens geschrieben und habe einige Lücken (Antwortbriefe und ein nettes Telefonat) füllen können.

Dann habe ich einen mir vollkommen fremden Menschen angerufen, dessen Vor- und Nachname häufiger in einer anderen Familie vorkommt. Das Endergebnis: Ein netter Brief aus den USA "Dear Cousin..." (etwa 10 Gen. zurück) eine dicke Chronik der Namensträger plus der Partner und Kinder und ein Familientreffen mit Verwandten aus aller Welt.


Liebe Grüße
Eva


Interessant, aber bis ich soweit bin wie du, dauert es noch lange :)

Ysabell 15.04.2021 13:31

Ich habe vor einigen Jahren mit der Tante meines Vaters ein ganz tolles langes Gespräch geführt. Meine Großeltern starben als ich gerade 4 Jahre alt war, mein Vater und sein Bruder wußte nicht viel. Meine Großtante war erst erstaunt, weil auch ihre Kinder sich nicht für ihre Herkunft interessiert haben und nun ich junges Ding mit Ende 20 all diese Dinge wissen will, aber letztendlich hat sie sich gefreut, mir ganz viel erzählt und alte Familiendokumente und Fotos überlassen, weil sie sicher war, ihre Kinder würden es nur entsorgen.
Trau dich, was schlimmeres als ein "ich weiß nichts" kann dir doch nicht passieren.


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