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fps 25.07.2018 00:50

Starb demnach wie ein Krebs.
Sorry für diesen Kommentar, aber den konnte ich mir nicht verkneifen.

Juanita 26.07.2018 17:26

Aus der Schützchronik v. Großengottern:


" 1684. Im Sommer ward eine Frau von Großengottern in der Unstruth bey Merxleben ersäuffet. Sie hatte ihren 3 Kindern Gift in die Milchsuppe getan, woran zwei starben. Die Frau wollte wieder heirathen, dabei waren aber die Kinder im Wege."

Die gestorbenen Kinder waren 9 u. 4 J. alt. Das überlebende Kind NN.


Das erinnerte mich an den Weimar-Fall vor etl. Jahren!


:evil: Juanita!

wolli222 27.07.2018 03:54

1.
Hier zum Tod eines UrUrUrgroßonkels:

"Beide Männer verunglückten am 22. Juli, Morgens 6 Uhr in Folge einer Kesselexplosion in der Brüningschen Holzschneidefabrik. Beide waren verstümmelt u. zerquetscht,[...] dem Völker war sogar der Kopf abgeschlagen u. die Zunge heraus gerissen. [...]
Ein Teil des Kopfes wurde am 25. Juli unter dem Schütte gefunden u. sodann dem Grab beigefügt."

Spektakulär würde ich sagen...

2.
"den 28ten August, morgens 6 Uhr starb Johannes Faust Unterthan und Mitnachbar dahier an einem Krebsfaden, der an der oberen Lippen angefangen und als weiter an sich gefressen dass er zuletzt erbärmlich anzusehen war, und bei 1 1/2 Jahr sehr [...], doch mit christlicher gedult ausgestanden. Seines Alters 69 Jahr...."


Dann gab es noch eine Dame, die "beim Schneiden des Bratens ins Messer gefallen" sei..... Jaja, "ins Messer gefallen", schon klar ;)

Geufke 27.07.2018 12:35

Zitat:

Zitat von wolli222 (Beitrag 1108674)
Beide waren verstümmelt u. zerquetscht,[...] dem Völker war sogar der Kopf abgeschlagen u. die Zunge heraus gerissen. [...]
Ein Teil des Kopfes wurde am 25. Juli unter dem Schütte gefunden u. sodann dem Grab beigefügt."

Da war der Pfarrer ja sehr detailverliebt8o

Andrea1984 27.07.2018 14:38

Bis heute ist nicht sicher geklärt, ob Frau Weimar nun wirklich Schuld am Tod ihrer Kinder ist oder nicht.

-

Mit solchen kuriosen Todesfällen kann ich leider nicht dienen, da meine Ahnen, so ich die Todesursachen recherchiert habe, sehr unspektakulär gestorben sind: Altersschwäche, Altersbrand, Tuberkulose, Typhus etc.

Ich freue mich über jeden Beitrag zu diesem Thema und bin gespannt, welche kuriosen Todesfälle noch ausgebuddelt werden.

wolli222 28.07.2018 18:16

Zitat:

Zitat von Geufke (Beitrag 1108720)
Da war der Pfarrer ja sehr detailverliebt8o

Absolut. Aber sowas ist ja eigentlich auch super. Denn das liefert das Fleisch der Geschichte zu den bloßen Daten. Eigentlich möchte man ja auch wissen, was die Vorfahren für Leute waren und was ihnen passiert ist. Nur das ist ja meist nicht rauszufinden.

Ansonsten sind die Todesangaben bei mir, wie bei meinem Vorredner, auch in erster Linie Herzversagen, Tuberkulose oder Altersschwäche...

Feldsalat 12.08.2018 17:29

Totenregister Besigheim 1740:

September
d. 3. wurde ein bey Abbrechung eines alten baufälligen Hauses, wel-
ches Johann Jacob Stiefelmajer erkauft, um ein neues auf
dem Platz zu bauen, gantz vermodertes Kind in einer Schindel-
lade herfürgezogen, und also begraben; sein Geschlecht war nicht
mehr deutlich zu erkennen, aber muthmaßl.... ein Knäblein
gewesen seyn.

Horst von Linie 1 12.08.2018 17:46

https://www.ancestry.de/interactive/...=1184894-00880


Zitat:

Zitat von Feldsalat (Beitrag 1111982)
mehr deutlich zu erkennen, aber muthmaßl.... ein Knäblein
gewesen seyn.


Hallo,
ich lese SOLLE ES.

Feldsalat 13.08.2018 14:10

Totenregister Besigheim 1770:

Magdalena Barbara, Jacob Winklers, Weingärtn.
zu Waiblingen, uxor, eine geborne Pfeilin von Stetten
im Remsthal, ist vermuthlich aus Schwermuth mit
einem Pack von Kleidern von dar hinweg und hirher zu-
loffen den 18. Mart. a.c. Im hiesigen Sonnenwirths-
haus ist sie über Nacht geblieben und morgens im Blut
angetroffen worden, welches man für einen Blutsturz
gehalten. Um 9 Uhr Vormittags den 19. ist sie, da sie
jederman, auch ich selber, da ich zu ihr hinaus ge-
holt worden, für todtkrank gehalten, als sie sich allein
gesehen, vom Bett aufgestanden, hat sich vom Wirths-
haus herabgelauffen und in den Enzfluß gesprungen.
Man hat sie zwar im Wasser gesucht, aber erst den 15.
April am Osterfest unter der unteren Enzmühle an
einem Weidenbusch hangend gefunden. Bey
dem Besichtigen hat man wahrgenommen, daß das Blut
worin sie im Wirthshaus gelegen, nicht sowohl
von einem Blutsturz, als vielmehr von einer Wunde,
die sie sich selber in den Hals gemacht, hergekommen.
Weil es aber ihr den Rest nicht gegeben, so hat sie den
Tod im Wasser gesucht, und ist den 18. April auf
fürstl. Befehl vom Kleemeister begraben worden.

rpeikert 14.08.2018 08:40

Ein 5xUropa von mir: David Hefti, * 1725 in Hätzingen, Kanton Glarus, + 1777 in Brest (F).

"David Hefti verreiste 5 Jahre vor seinem Tode nach Frankreich in Handelsgeschäften und soll daselbst wegen einem geringen Versehen auf eine Galeere gekommen sein und da er krank geworden, kam er in den Spital, woselbst eine Brunst entstanden und er dann sein Leben geopfert habe."


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