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TükkersMitÜ 06.12.2020 16:43

Mein Ururgroßvater wurde von seiner Mutter auch mal mit Hundefett gegen irgendeine Krankheit behandelt. Als Erwachsener im 1. Weltkrieg hat er den Spieß umgedreht und "Pommersche Gänseleber" (= Hundefett) nach Hause geschickt. Seine Frau, also meine Ururgroßmutter, hat's wohl schon geahnt und nichts davon gegessen. Seine Mutter hingegen schon. Sie soll sich heftigst erbrochen haben, als sie hörte, worum es sich wirklich handelte :D

Viele Grüße
Annika

Bienenkönigin 08.12.2020 16:11

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Hallo zusammen,

gerade habe ich das hier in einem böhmische Kirchenbuch gefunden.
Bin mir nicht sicher, wie früher das Fragezeichen verwendet wurde - genauso wie heute?
Oder eher als Ornament?

Wenn es wie heute verwendet wurde, dann war der Pfarrer wohl sehr skeptisch, was die Frömmigkeit seiner Schäfchen betrifft!
:D
https://www.portafontium.eu/iipimage...8&w=1383&h=778

Viele Grüße
Bienenkönigin

Henriette-Charlotte 08.12.2020 21:18

Liebe Bienenkönigin, würdest Du das bitte übersetzen?
Bin neugierig.:)

Bienenkönigin 08.12.2020 21:40

Zitat:

Zitat von Henriette-Charlotte (Beitrag 1318233)
Liebe Bienenkönigin, würdest Du das bitte übersetzen?
Bin neugierig.:)

Wenn der Pfarrer mit einem Jahrgang Todesanzeigen fertig war, hat er sont immer drunter geschrieben "sie mögen in Frieden ruhen".
Aber bei diesem Jahr hat er ein Fragezeichen dazugesetzt - entweder hat er an seinen Schäflein oder an seinem eigenen Glauben gezweifelt.

Oder hat sonst jemand eine Erklärung?
Viele Grüße
Bienenkönigin

Anna Sara Weingart 08.12.2020 22:13

Hallo,
das scheint aber ein Ausrufezeichen zu sein !!!

Die geschwungene Form dürfte dem Barockzeitalter geschuldet sein.

Henriette-Charlotte 08.12.2020 22:30

Danke!! Also, Ausrufe- oder Fragezeichen...
"Mögen in Gott/Frieden ruhen" klingt anders :wink:

Bienenkönigin 09.12.2020 08:24

Zitat:

Zitat von Anna Sara Weingart (Beitrag 1318259)
Hallo,
das scheint aber ein Ausrufezeichen zu sein !!!

Die geschwungene Form dürfte dem Barockzeitalter geschuldet sein.

Danke Anna Sara, genau so eine Information habe ich gesucht!
Also alles in Ordnung, und der Pfarrer hatte es den Verstorbenen dieses Jahr nur besonders stark gewünscht. Wer weiß, vielleicht war es besonders grausam und turbulent.

Viele Grüße
Bienenkönigin

Jen89 09.12.2020 11:31

Gefunden in Ladeburg (KB Leitzkau)

Den 17. August 1664
hatt sich dieser Schreckliche fall begeben,
mit Cornelius Zepernick, müller uff
der alten mühl, welchen die mühl er-
griffen, undt alle glieder gerathbrecht,
der recht fuß und Schenkel 3 mahl.
ist unter dem gebeth nachmittag Ein
geschlaffen. laßt uns wachen, vorsichtig
sein und betten.

Jen89 09.12.2020 11:52

Brend in Leitzkau 1678
 
Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Gefunden im KB Leitzkau


Den 25. April 1678 ist im Kleinen Kruge bei meinem Vorfahren Hans Thunemann ein Feuer ausgebrochen. Man konnte nicht ermitteln ob es fahrlässig entstanden ist (unbeaufsichtigter Ofen o.ä.) oder ob es Brandstiftung war.
Das Feuer hat sich sehr schnell ausgebreitet und 14 Wohnhäuser vernichtet. Viele davon mit Scheunen und Ställen und auch eine neu errichtete "Mägdlein Schule".
Viel schlimmer jedoch ist, dass bei dem Feuer der Pachtmann Peter Birckholz und seine Frau Agnisa Schneidicken mit 3 Söhnen und einer Tochter ums Leben kamen.
Der Mann war 36 Jahre alt, die Frau 32.


Folgende Gebäude wurden zerstört:
1. Hans Thunemanns Wohnhaus
2. He. Heinrich Klingenbergs Ackerhütte mit Scheune u. Ställen
3. Heinrich Oelschlägers Wohnhaus
4. die neuerbaute Mägdleinschule
5. der Frau Müller Häuschen
6. das Gemeindehaus, die alte Schule genannt

7. das Schäferhaus
8. das Hirtenhaus
9. Heinrich Spielmeyers Wohnhaus, Stall und Scheune
10. Michael Graunens Wohnhaus, Ställe und Scheune
11. Andreas Rademacher Wohnhaus, Ställe und Scheune
12. Peter Zahns kleines Wohnhaus, Ställe und Scheune
13. Georg _______ Wohnhaus, Ställe und Scheune
14. Andreas Areds Wohnhaus, Ställe und Scheune

Jen89 09.12.2020 12:04

Ebenfalls in Leitzkau gefunden:
Verstorben im Juli 1681
Die alte Margreta in armen Hause 103 Jahr ihres Alters, so den 10. July 1579 gebohren.

Ich kann mir vorstellen, dass das Alter in diesem Fall sogar stimmen könnte.

Denn warum sollte sich der Pfarrer das Geburtsdatum ausdenken?
Leider ist die Richtigkeit des Alters nicht mehr überprüfbar, denn die KB von Leitzkau beginnen erst 1625.


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