Suche weitere Informationen zu Dr. phil. Ernst Carl Friedrich Hoffmann

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  • sihoban
    Benutzer
    • 24.03.2015
    • 31

    Suche weitere Informationen zu Dr. phil. Ernst Carl Friedrich Hoffmann

    Die Suche betrifft das Jahr oder den Zeitraum: 1843 - 1924?
    Genaue Orts-/Gebietseingrenzung: Rostock, Bockenheim, Beuthen O/S, Gleiwitz
    Konfession der gesuchten Person(en): evangelisch
    Bisher selbst durchgeführte Internet-Recherche (Datenbanken): Adressbücher, ancestry, Google
    Zur Antwortfindung bereits genutzte Anlaufstellen (Ämter, Archive):



    Liebe Mitglieder,

    ich suche verzweifelt nach weiteren Informationen (hauptsächlich das Sterbedatum & -ort) zu meinem Ururgroßvater Dr. phil. Ernst Carl Friedrich Hoffmann. Folgende Informationen habe ich bisher finden können:

    *Geboren am 23.05.1843 in Smarkow, Schlesien
    *Die Eltern waren Johann Friedrich Hoffmann und Johanne, geb. Fiebig, beide wohl zu Pinxen, Schlesien verstorben, der Vater war Gärtner und ursprünglich aus Trachenberg
    *Ernst Hoffmann war Lehrer
    *Heirat des Ernst am 05.12.1877 mit meiner Ururgroßmutter Franziska, geb. Westphal in Rostock (sie war gebürtig aus Rostock)
    *Geburt der Tochter - meiner Urgroßmutter - Johanna am 28.11.1878 in Bockenheim, Frankfurt
    *Keine weiteren Kinder bekannt!
    *Ernst Hoffmann ist in den Adressbüchern von Bockenheim von 1877-1880 zu finden, wo die Familie danach hingezogen ist weiß ich leider nicht!
    *Bei der Heirat der Tochter Johanna 1903 in Kattowitz ist angegeben, dass Ernst Hoffmann in Beuthen O/S wohnt, seine Frau Franziska in Gleiwitz
    *Ich weiß nichts über eine Scheidung der beiden, im Sterbeeintrag der Franziska Hoffmann aus dem Jahre 1938 steht sie nur als verwitwet drin
    *Ernst Hoffmann konnte ich in den Beuthner Adressbüchern nicht finden!
    *Franziska Hoffmann ist ab 1924 in den Gleiwitzer Adressbüchern als "Witwe" zu finden, davor konnte ich keinen von beiden finden

    Kann mir jemand einen Tipp geben wo ich denn noch weitere Informationen oder den Sterbeeintrag finden könnte? Ich tu mich da echt verdammt schwer und bin etwas mit meinem Latein am Ende... Leider habe ich auch keinerlei Akten oder sonst etwas zu ihm finden können, obwohl er Lehrer war. Wäre für jeden Tipp sehr dankbar.

    Liebe Grüße!
  • Manni1970
    Erfahrener Benutzer
    • 17.08.2017
    • 2396

    #2
    Hallo!

    Nach einem Namen wie Hoffmann zu suchen, ist natürlich immer etwas frustrierend - es gab einfach zu viele davon.

    Allerdings nahm ich nicht an, daß es auch so viele Lehrer dieses Namens gab. Selbst (Prof.) Dr. Hoffmann gab es mehrere um 1905 in Oberschlesien. Und bis man da mal die Vornamen rausgesucht hat ... Es gab in Kattowitz einen Hauptlehrer, später Rektor Ernst Hoffmann (mit Personalakte!) - der war aber nicht am Gymnasium. 1904 gab es einen Lehrer Hoffmann im Männergesangsverein Beuthen / OS - das wird er aber wohl auch nicht sein.

    Wenn hat denn die Johanna Hoffmann 1903 in Kattowitz geheiratet, daß man sich mal die He-Urkunde u. gg. Sammelakten anschauen könnte? Der Namensindex orientiert sich ja an den Ehemännern.

    Gab es von diesem Bockenheim in Hessen keine Meldeunterlagen oder einen Eintrag im Amtsblatt, um den Fortzug zu verfolgen?

    MfG
    Manni
    Zuletzt geändert von Manni1970; 30.03.2022, 11:38.

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    • Juergen
      Erfahrener Benutzer
      • 18.01.2007
      • 6052

      #3
      Hallo sihoban,

      in der preussischen Lehrerdatenbank des BBF ist er nicht zu finden.
      Da sind auch nicht alle Lehrer erfasst, ein mir bekannter Lehrer ebenfalls nicht.
      --> https://archivdatenbank.bbf.dipf.de/...b/search.xhtml

      @Manni1970
      Die Heirats-"Urkunde" der Tochter von 1903 hat er doch schon.
      Bei Geneteka ohne Scan ist die Heirat wohl auch indexiert.
      1903 Katowice-Kattowitz USC Nr. 104 Gustav Ignatz Eisenreich: Eltern Friedrich, Henriette Lindner mit Johanna Sophie Anna Hoffmann, Eltern: Ernst, Francisca Westphal

      Vielleicht gab es noch mehr Kinder?

      Ihr Ehemann Gustav EISENREICH war wohl auch Lehrer oder?
      Der ist eventuell dieser in der Personalkartei der Lehrer hier zu finden:
      Gustav EISENREICH * 10.07.1867 in ??? Kreis Strelno
      Ab 1900 war er in Kattowitz angestellt, danach in ...


      Ist sicherlich schon bekannt.


      Gruß Juergen
      Zuletzt geändert von Juergen; 30.03.2022, 16:57.

      Kommentar

      • Manni1970
        Erfahrener Benutzer
        • 17.08.2017
        • 2396

        #4
        Hallo Juergen,

        an Geneteka hatte ich jetzt nicht gedacht. Ich wollte mir die Urkunde & Sammelakte aber selbst ansehen.

        Der Ernst war also zu diesem Zeitpunkt kein Lehrer, sondern Redakteur. Die Mutter Franziska wohnte auch nicht in Gleiwitz, sondern in Kattowitz. Der Eisenreich war Oberlehrer in Zduny.

        Die Franziska steht auch im 1903er Kattowitzer Adressbuch, Holtzestr. 16, dort auch die Johanna als Lehrerin, während diese in He-Urkunde als "ohne Stand" geführt ist.

        So, jetzt mal schauen, ob es irgendwo einen Redakteur Ernst Hoffmann in Beuthen gab.

        MfG
        Manni

        Nachtrag:
        Ich vermute mal, der war in Beuthen im Gefängnis ...
        Zuletzt geändert von Manni1970; 30.03.2022, 18:37.

        Kommentar

        • Juergen
          Erfahrener Benutzer
          • 18.01.2007
          • 6052

          #5
          Hallo Manni

          woher hast Du denn die Infos hast Du die Heirat von 1903 als Scan gefunden?
          Ein Redakteur Ernst HOFFMANN fand ich in einer Zeitung erwähnt.
          1902
          --> https://www.deutsche-digitale-biblio...t=&issuepage=5

          Pressevergehen

          Ob er das ist? Edit: Hast Du wohl auch schon gefunden.

          Juergen
          Zuletzt geändert von Juergen; 30.03.2022, 18:07.

          Kommentar

          • Juergen
            Erfahrener Benutzer
            • 18.01.2007
            • 6052

            #6
            Nachtrag hier steht auch noch die polnische Zeitung bei der dieser Redakteur HOFFMANN tätig war. Lange musste er nicht ins Gefängnis.
            Demnach die Ztg. „Gornolaczok" aus Kattowitz. Wird so geschrieben nicht gefunden.
            --> https://www.deutsche-digitale-biblio...t=&issuepage=3

            Vielleicht auch schon bekannt falls es der Gesuchte ist.

            Juergen
            Zuletzt geändert von Juergen; 30.03.2022, 18:37.

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            • Manni1970
              Erfahrener Benutzer
              • 17.08.2017
              • 2396

              #7
              Hallo Juergen,

              ja die Kattowitzer Urkunden sind online:





              Nein, das mit dem Redakteur im Gefängis war er nicht. Der hier war erst 21 Jahre, arbeitete bei einer polnischen Zeitung in Kattowitz und ist nachher nach Lemberg geflohen, um dort eine Journalistenschule zu besuchen.

              Hätte aber gut gepaßt ...

              MfG
              Manni

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              • Juergen
                Erfahrener Benutzer
                • 18.01.2007
                • 6052

                #8
                Stimmt hätte gut gepasst.

                Wenn er denn Redakteur war in Beuthen noch 1903, sollte er bei einer dortigen Zeitung gearbeitet haben.
                Zeitungen.
                Politische: Beuthener Zeitung.
                Oberschlesische Grenz-Zeitung.
                Oberschlesische Zeitung.
                Beuthener Volkszeitung.
                Katolik (polnisch) nebst den Beilagen Praca,
                Rolnik und Światło.
                Dziennik Slaski.
                Nichtpolitische: Beuthener Kreisblatt.
                Gwiazda.

                Juergen
                Zuletzt geändert von Juergen; 30.03.2022, 18:59.

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                • Balthasar70
                  Erfahrener Benutzer
                  • 20.08.2008
                  • 2659

                  #9
                  Hallo,
                  vielleicht weltgewandt und später doch noch nach Berlin gezogen?!

                  1913 Mitglied Kantgesellschaft, Buch-Seite 175


                  1913 zugehöriges Adressbuch, Seite 1206, 1. Spalte, unteres Viertel
                  Berliner Adreßbuch (Public Domain) Issue1913 (Public Domain)

                  -> 1920 auch noch dort zu finden
                  Zuletzt geändert von Balthasar70; 30.03.2022, 21:28.
                  Gruß Balthasar70

                  Kommentar

                  • Juergen
                    Erfahrener Benutzer
                    • 18.01.2007
                    • 6052

                    #10
                    Hallo Balthasar70,

                    Meinst Du den in der Schmargendorfer Str. in Berlin Friedenau?

                    Der wird es nicht sein, vermutlich war dieser Architekt.
                    Landhaus Schmargendorfer Straße 18-19


                    Gruß Juergen
                    Zuletzt geändert von Juergen; 30.03.2022, 21:53.

                    Kommentar

                    • Manni1970
                      Erfahrener Benutzer
                      • 17.08.2017
                      • 2396

                      #11
                      Hallo!

                      Zitat von Juergen Beitrag anzeigen
                      Stimmt hätte gut gepasst.
                      Und wie das gepaßt hätte.

                      Ich hatte erst kürzlich einen Fall, wo der Ehemann zu 3 Jahren Gefängnis und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt worden war. Während der 5 Jahre stand nur die Ehefrau im jährlich erscheinenden Dresdner Adressbuch! D.h., bei Ehrverlust wurde der Eintrag im Adressbuch gestrichen.

                      Erst Lehrer, dann Redakteur, vl. Sozialist - da konnte man damals leicht mit der Staatsmacht in Konflikt geraten und landete womöglich im Gefängnis und/oder war seiner Ehre verlustig - und fehlt deshalb in den vorhandenen Jgg. der Kattowitzer, Beuthener oder Gleiwitzer Adressbücher.

                      Noch zum Geburtsort. Im Ancestry Stammbaum heißt es dazu:

                      "Smarkow, Heiligkreuz, Polen"

                      Das ist ja nun sicher falsch. In der Heiratsurkunde lese ich Schmarken in Schlesien. Das gab es nicht, sondern Schmarker. Ernst wurde also auf dem Vorwerk Schmarker, das gehörte zur Ortschaft Ellguth-Schmarker, geboren und das lag im Kreis Trebnitz.

                      Die Polen mögen das heute Schmarkow nennen, aber unser Schmarker liegt sicher nicht in der Woiwodschaft Heiligkreuz.

                      MfG
                      Manni

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                      • sihoban
                        Benutzer
                        • 24.03.2015
                        • 31

                        #12
                        Hallo ihr drei,

                        Danke für die zahlreichen Antworten! Mensch das hätte wirklich wie die Faust aufs Auge gepasst... Vor allem weil ich selber irgendwo die Info her hatte (wenn ich jetzt grade wüsste woher ), dass Carl Hoffmann auch Redakteur gewesen ist.
                        @Manni1970 woher weißt du denn, dass dieser in Ungnade gefallene Carl Hoffmann erst 21 Jahre alt war? Habe ich das in den Artikeln überlesen?
                        Der Ancestry-Stammbaum mit der Angabe "Smarkow, Heiligkreuz, Polen" ist wohl übrigens meiner, ich hatte das einfach eingetragen und nicht weiter überprüft was mir im Drop-Down-Menü bei Ancestry angezeigt worden ist, habe es jetzt geändert

                        @Juergen Ja der Ehemann von Johanna Hoffmann war Gustav Eisenreich und die Akte war mir schon bekannt, lieben Dank trotzdem
                        Ich denke übrigens dass Balthasar70 eventuell richtig liegen könnte. Der Architekt war zwar ein Otto Hoffmann, aber in den beiden angegeben Links steht ja ein "Dr. phil. Carl Hoffmann", vielleicht war es einfach ein Zufall dass das Haus von einem Namensvetter erbaut wurde? Oder die beiden waren irgendwie verwandt. Wirklich blöd mit diesen Allerweltsnamen Ich könnte ja auch mal hier im Archiv nach dem Sterbeeintrag des Genannten und/oder einer Meldekartei zu ihm fragen.

                        Was ich selber noch gefunden hab ist 1920 ein Abgeordneter Dr. Hoffmann in Kattowitz, aber sonst auch keine weiteren Infos dazu.
                        Auf jeden Fall habe ich jetzt mal im Frankfurter Stadtarchiv angefragt ob die Familie in der Meldekartei noch vorhanden ist (ca. die Hälfte ging durch die Kriege leider verloren), mal sehen ob und was da noch rauskommt.

                        Liebe Grüße!

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                        • Manni1970
                          Erfahrener Benutzer
                          • 17.08.2017
                          • 2396

                          #13
                          Hallo!

                          Der einzige Hinweis auf unseren Ernst stammt demnach vom 2. Juni 1903, als seine Tochter Johanna in Kattowitz heiratete.

                          Jetzt schreibst Du, Du hättest ihn in den Beuthener Adressbüchern nicht gefunden. Der passendste Online-Jg. ist aber von 1906/07, oder nicht?

                          Die Breslauer UniBib hat mit Signatur 28181 III noch die Jgg. 1902/03 u. 1904/05. Hast Du die mal überprüfen lassen?

                          Die Sterberegister von Beuthen/OS sind ausnahmsweise vollständig im Sta I bzw. Landesarchiv Berlin bzw. Ancestry vorhanden. Glaubt man dem Index, ist er ja dort nicht verstorben.

                          Irgendetwas stimmt hier aber einfach nicht. Einen Redakteur sollte man doch in den verschiedenen Online-Quellen zu Oberschlesien - auch wenn die Texterkennung nicht immer richtig funktioniert - nachweisen können.

                          Interessant ist auch, daß in der He-Urkunde die Eltern lutherisch waren, die Tochter bei Ihrer Ehe jedoch katholisch. Vl. bahnt sich da eine Kursänderung an. Also kein Sozialist, sondern eher ein Konservativer, der sogar katholisch wurde. Siehe den Spendenaufruf an Deutschlands Katholiken [Germania: Zeitung für das deutsche Volk. 8. 1878]. Verm. hatte er genug von Schuldienst, versuchte sich als Hauslehrer [Germania: Zeitung für das deutsche Volk. 8. 1878] und Redakteur und ging gegen Ende des Kulturkampfs ins katholische Oberschlesien, um dort seine Glaubensbrüder zu unterstützen.

                          Wegen dem 21jährigen Redakteur [Hamburger Nachrichten - 1903-02-06] - siehe anbei.

                          MfG
                          Manni
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                          • Juergen
                            Erfahrener Benutzer
                            • 18.01.2007
                            • 6052

                            #14
                            Hallo

                            noch mal zum genannten Dr. Phil. Ernst HOFFMANN Sohn des Architekten Otto HOFFMANN, in Berlin Friedenau Schmargendorfer Str. 18 im AB genannt als Dr. Phil. Ernst Hoffmann. Das könnte dieser sein auf der Kartei.
                            Ernst HOFFMANN geb. 13. Januar 1880 in Berlin. Seit 1905 Dr. Phil. in Berlin, verh. am 12.7.1906.
                            --> https://archivdatenbank.bbf.dipf.de/...e-f08c1a9923f0

                            Wenn Dein gesuchter Ernst HOFFMANN in Berlin verstorben wäre, müsste er bei ancstry zu finden sei, ist er aber wohl nicht. (habe keinen Account mehr)

                            Seine Heirat mit der Westphal 1877 in Rostock ist wohl online.
                            Steht dort wo er wohnte in Rostock und er war dort Lehrer?

                            Irgendwo muss er vor 1877 auch die Uni besucht haben und seinen angeblichen Dr. gemacht haben.

                            @Manni
                            interessant, könnte sein das er für ein kath. Blatt in Schlesien auch schrieb.


                            Gruß Juergen
                            Zuletzt geändert von Juergen; 01.04.2022, 16:58.

                            Kommentar

                            • Juergen
                              Erfahrener Benutzer
                              • 18.01.2007
                              • 6052

                              #15
                              Das Buch der dreißigjährige Krieg von Dr. Phil. Ernst Hoffmann erschienen 1875 in Prag ist sogar online. Verlag kat. Pressverein.
                              --> https://www.google.de/books/edition/...sec=frontcover

                              Wohlmöglich dessen einzige Buchveröffentlichung.
                              Auch hier im Katolog genannt:
                              --> https://www.google.de/books/edition/...sec=frontcover

                              Lebte er wohlmöglich zeitweise in Prag oder studierte dort?

                              Nachtrag: vermutlich auch von ihm
                              "Charakterbilder aus der Weltgeschichte - Band 1 + 2 - für die erste Unterrichtsstufe an höheren Bildungsanstalten", auch 1875 veröffentlicht.

                              Keine weiteren biografischen Angaben.


                              Gruß Juergen
                              Zuletzt geändert von Juergen; 01.04.2022, 19:24.

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