Erschießung von Patienten der lettischen Irrenanstalt Stackeln (Strenči) 1942/43

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  • Mikael
    Benutzer
    • 18.01.2023
    • 12

    Erschießung von Patienten der lettischen Irrenanstalt Stackeln (Strenči) 1942/43

    Die Suche betrifft das Jahr oder den Zeitraum: 1942/43
    Genaue Orts-/Gebietseingrenzung: Stackeln (Strenči) Lettland
    Konfession der gesuchten Person(en): ev. luth.
    Bisher selbst durchgeführte Internet-Recherche (Datenbanken): zwei erfolglose Anfragen auf Englisch über das Portal der heutigen Nervenheilanstalt Strenči
    Zur Antwortfindung bereits genutzte Anlaufstellen (Ämter, Archive): keine


    Guten Tag!

    Mein Großvater Alexander Kersten, geb. 19.12.1883 in Walk, war nervenkrank und wurde 1915 in die Nervenheilanstalt (‚Irrenanstalt‘) Stackeln (Strenči) eingeliefert. Heute heißt diese Anstalt Strenču Psihoneirologiska Slimnica. Er blieb dort bis zu seinem Lebensende. Dieses war unterschiedlichen Angaben aus der Verwandtschaft zufolge entweder am 27.03.1942 oder 1943.
    Auf der Internetseite der Anstalt ist im Abschnitt über deren Geschichte nachzulesen, dass während des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1943 insgesamt 294 Patienten der psychiatrischen Klinik von den Nazis erschossen worden seien. Das Krankenhaus sei fortan als Lazarett und Nachrichtenschule der deutschen Wehrmacht genutzt worden.
    Ich möchte gerne herausfinden, ob mein Großvater ebenfalls erschossen wurde. Zweimalige Anfragen diesbezüglich über das Internetportal der Anstalt blieben jedoch unbeantwortet.
    Müsste es nicht noch irgendwo eine Liste der Erschossenen geben? Wer kann mir einen Tipp geben?

    Mit freundlichen Grüßen
    Mikael
  • Ingenieur
    Erfahrener Benutzer
    • 20.03.2012
    • 279

    #2
    Vielleicht versuchst du es mal hier:

    Kommentar

    • Mikael
      Benutzer
      • 18.01.2023
      • 12

      #3
      Kein Erfolg mit dem Arolsen-Archiv

      Vielen Dank, Ingenieur, für den Hinweis auf das Arolsen-Archiv. Ich habe darin Angaben über lettische Displaced Persons gefunden, die zeitweilig im Ort Strenči gelebt haben, allerdings nichts über die Räumung der dortigen Nervenheilanstalt. Ich vermute, dass Angaben dazu eher in lettischen Archiven zu finden sein dürften.
      Grüße
      Mikael

      Kommentar

      • Svenja
        Erfahrener Benutzer
        • 07.01.2007
        • 4411

        #4
        Hallo Mikael

        Die Erschiessungen in Strenči fanden am 26. März 1942 statt. Siehe hier Seiten 183-185:



        Gruss
        Svenja
        Meine Website über meine Vorfahren inkl. Linkliste:
        https://iten-genealogie.jimdofree.com/

        Interessengemeinschaft Oberbayern http://forum.ahnenforschung.net/group.php?groupid=38

        Interessengemeinschat Unterfranken http://forum.ahnenforschung.net/group.php?groupid=37

        Interessengemeinschaft Sudetendeutsche http://forum.ahnenforschung.net/group.php?groupid=73

        Kommentar

        • Mikael
          Benutzer
          • 18.01.2023
          • 12

          #5
          Das war ein wertvoller Hinweis!

          Vielen Dank, Svenja, für diesen wertvollen Hinweis!
          Trotzdem würde ich mir gerne die Listen der am 26. März und am 22. Oktober 1942 erschossenen Patienten von Strenči ansehen. Der damalige Direktor der Anstalt, Arved Sukurs, soll nämlich einer lettischen Internetseite zu seiner Person zufolge seine Mitarbeiter aufgefordert haben, soweit möglich mit Angehörigen der Patienten Kontakt aufzunehmen, um diese bei jenen unterbringen zu können. Es könnte also sein, dass mein Großvater von seiner Mutter aufgenommen wurde und bei ihr starb.
          Grüße in die Schwyz
          Mikael

          Kommentar

          • Svenja
            Erfahrener Benutzer
            • 07.01.2007
            • 4411

            #6
            Hallo Mikael

            Laut den Fussnoten befinden sich Unterlagen von anderen Einrichtungen in Lettland im lettischen Staatsarchiv. Allerdings wird nicht erwähnt, ob sich auch die Unterlagen von Strenči dort befinden. Es wäre auch interessant zu wissen, ob dort auch die üblichen Fragebögen ausgefüllt werden mussten und ob diese heute noch existieren und wo diese sich heute befinden. Eine andere Möglichkeit wäre, nach Sterbeurkunden aus Strenči zu suchen, ich weiss leider nicht ob welche aus der fraglichen Zeit bereits online einsehbar sind. Falls er tatsächlich noch zu seiner Mutter kam und dort verstorben ist, müsste man doch in ihrem Wohnort seine Sterbeurkunde finden können.

            Gruss
            Svenja
            Meine Website über meine Vorfahren inkl. Linkliste:
            https://iten-genealogie.jimdofree.com/

            Interessengemeinschaft Oberbayern http://forum.ahnenforschung.net/group.php?groupid=38

            Interessengemeinschat Unterfranken http://forum.ahnenforschung.net/group.php?groupid=37

            Interessengemeinschaft Sudetendeutsche http://forum.ahnenforschung.net/group.php?groupid=73

            Kommentar

            • Mikael
              Benutzer
              • 18.01.2023
              • 12

              #7
              Hallo Svenja,
              Da ich kein versierter Benutzer dieses Forums bin, habe ich erst soeben Deine Antwort bemerkt.
              Du hast recht, vermutlich ist es am einfachsten zu versuchen, den Sterberegistereintrag zu bekommen.
              Grüße über den See
              Mikael

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