Ausgefallene und außer Gebrauch gekommene Vornamen

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  • Herbstkind93
    Erfahrener Benutzer
    • 29.09.2013
    • 1930

    Den Namen Edwarde hatte ich auch noch nicht gehört.
    Die Lehrerin Emma Karoline Emilie Edwarde Mau nahm sich bei der Eroberung Berlins 1945 im Alter 63 Jahren durch Erhängen das Leben.
    Dauersuche nach FN Samariter (Samland; Berlin; Spremberg/Lausitz)

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    • Ralf-I-vonderMark
      Super-Moderator
      • 02.01.2015
      • 2879

      Hallo zusammen,

      in einer Sterbeurkunde des Standsamtes Bochum-Mitte aus dem Jahr 1893 wird eine Balduine Stockhausen als Mutter der Verstorbenen aufgeführt.
      vgl. https://www.landesarchiv-nrw.de/data...0763_00245.jpg

      In der Indexierung von MyHeritage gibt es 132 Treffer für Balduine und 136 Treffer für die Variante Balduina, so dass es sich durchaus um einen relativ seltenen Vornamen handelt, welcher die weibliche Form von Balduin darstellt und hier im Forum noch nicht erwähnt worden ist.

      Balduin leitet sich aus dem althochdeutschen balde = Kühn und wini = Freund ab und bedeutet „kühner Freund“.
      vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Balduin

      Viele Grüße
      Ralf

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      • Horst von Linie 1
        Erfahrener Benutzer
        • 12.09.2017
        • 19968

        In den Niederlanden gelegentlich auch Baldwina, zehnmal häufiger aber Balduina.
        Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
        Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend. Grüß Gott! Servus.
        Gude. Tach. Juten Tach. Hi. Hallo.

        Und zum Schluss:
        Freundliche Grüße.

        Kommentar

        • fps
          Erfahrener Benutzer
          • 07.01.2010
          • 2188

          Moin,

          manchmal stößt man auf einen Vornamen, dem man noch nie begegnet ist, der aber bei näherer Betrachtung sich als gar nicht so außergewöhnlich darstellt.

          So erging es mir heute mit dem Vornamen "Helgard".
          Gruß, fps
          Fahndung nach: Riphan, Rheinland (vor 1700); Scheer / Schier, Rheinland (vor 1750); Bartolain / Bertulin, Nickoleit (und Schreibvarianten), Kammerowski / Kamerowski, Atrott /Atroth, Obrikat - alle Ostpreußen, Region Gumbinnen

          Kommentar

          • Ralf-I-vonderMark
            Super-Moderator
            • 02.01.2015
            • 2879

            Hallo zusammen,

            dieser Beitrag hat mich inspiriert! (vgl. https://forum.ahnenforschung.net/sho...42&postcount=1 (
            Am 05.02.1927 stirbt in Bocholt eine Berendina Wandrina Meyer, geb. Bekink
            vgl. https://www.landesarchiv-nrw.de/data...0226_00045.jpg

            Das ist eine interessante, sehr seltene Vornamenskombination.

            In der Indexierung der Sterberegister von MyHeritage wird nur noch eine Wandrine Koch, geb. Schürmann aufgeführt, deren Söhne 1915 und 1916 verstorben sind.

            Wandrine ist eine Namensform von Wanda und kann vom althochdeutschen wend = von den Wenden oder von den Wandalen abgeleitet werden und bedeutet „vom Volk der Wenden“ bzw. „Wendin“.

            Nach WIKIPEDIA leitet sich Wanda aus dem polnischen ab und bedeutet „Wendin“.
            vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Wanda_(Vorname)


            Nach anderer Version bedeutet der weibliche Vorname Wanda in etwa „Frau der Wandalen bzw. Vandalen“, „vom Stamm der Vandalen“ oder „die Vandalin“. Die Herkunft ist bisher nicht genau bekannt, unter Umständen kommt Wanda aus dem Germanischen eventuell aus dem Polnischen, da es dort eine Sage aus dem 12. oder 13. Jahrhundert gibt mit einer wahrscheinlich polnischen Prinzessin, welche sich sehr um Frieden und Harmonie einsetzte. Sie herrschte an dem nach ihr benannten Fluss Vandalus.

            Zu Berendina gibt es immerhin 386 Nennungen und Berendine wird 27 mal aufgeführt.

            Berendina bzw. Berendine ist die weibliche Form von Berend, einer Kurzform von Bernhard

            Berendina leitet sich demgemäß aus dem althochdeutschen bero oder bern = Bär und harti, hart oder herti = stark oder entschlossen ab und bedeutet „starke Bärin“.

            Viele Grüße
            Ralf

            Kommentar

            • nav
              Erfahrener Benutzer
              • 30.03.2014
              • 727

              Zitat von Ralf-I-vonderMark Beitrag anzeigen
              Hallo zusammen,

              dieser Beitrag hat mich inspiriert! (vgl. https://forum.ahnenforschung.net/sho...42&postcount=1 (
              Am 05.02.1927 stirbt in Bocholt eine Berendina Wandrina Meyer, geb. Bekink
              vgl. https://www.landesarchiv-nrw.de/data...0226_00045.jpg
              Besagte Frau war, wie aus der Sterbeurkunde hervorgeht, gebürtig Niederländerin. Also ist es eher weniger angemessen, die Häufigkeit ihrer Vornamen in Deutschland zu betrachten. Die meisten der gefundenen Berendinas, und vielleicht auch die eine Wandrina werden vermutlich auch aus den Niederlanden kommen.

              Unter archieven.nl gibt es 1345 Suchergebnisse für die Suche Wandrin*, während die Suche Berendin* ziemlich genau 400000 Suchergebnisse liefert.

              Diese Zahlen sind denke ich aussagekräftiger zur Häufigkeit dieser beiden Namen.

              Nico

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              • hionoxy
                Erfahrener Benutzer
                • 31.03.2021
                • 621

                Zitat von fps Beitrag anzeigen
                Der Name "Salome" scheint eine Vorliebe für abgeschiedene Dörfer zu haben.
                Habe keinen neuen Namen anzubieten, aber eine äußerst städtische Repräsentatin des Namens Salome:

                Meine Vorfahrin Maria Salome Geißel, geboren in der Freien Reichsstadt Nördlingen (25 Jan 1707) als Tochter des evangelischen Zimmermannes Johannes Geißel und seiner Frau Eva Krauß. Der Name macht sich also auch sicherlich gut bei städtischen Familien die sich gern auf das Alte Testament berufen!

                Sie heiratete in die noch viel mächtigere Freie Reichsstadt Augsburg!
                Zuletzt geändert von hionoxy; 16.07.2023, 03:07.
                • Bernolsheim (Elsass): Johann Georg Higel(l)/Hügel/Heigel/Heichel (geb. 1726–1751)
                • Augsburg: Dil(l)baum/Tüllbaum/Thillbaum und Negges/Neggis/Neggiß/Neckhes (jeweils vor 1531)
                • Staufen/Pfalz-Neuburg: Brandl/Brandle/Brandlin
                • Ulm: Aitinger, Schilling, Hillmann (16. Jh.)
                • Nördlingen: Geißel, Moll, Krauß
                • Oberthulba: Kleinhenz, Schmitt, Veith, Hergenröther
                • Allgäu: Vagabundenfamilie Filler/Füller (18. Jh.)

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                • Gastonian
                  Moderator
                  • 20.09.2021
                  • 3502

                  Hallo allerseits:


                  Bin gerade über einen 1872 in Frankenberg (Eder) getauften Christian Friedrich Theodor Fidejustus Hauer gestolpert (leider als Säugling verstorben). In einem Thema zur Bedeutung dieses Namens (https://forum.ahnenforschung.net/sho...ght=Fidejustus) wurde erwähnt, daß er auch in einem Adreßbuch des frühen 20. Jahrhunderts in Plauen/Vogtland vorkam - und einer der Paten meines Fidejustus (anscheinend Bruder der Mutter) kam auch aus Plauen.


                  VG


                  --Carl-Henry
                  Wohnort USA; z. Zt. auf Archivreise in Deutschland

                  Meine Ahnentafel: https://gw.geneanet.org/schwind1_w?iz=2&n=schwind1&oc=0&p=privat

                  Kommentar

                  • hionoxy
                    Erfahrener Benutzer
                    • 31.03.2021
                    • 621

                    Der Vater des bekannten Malers Eugen Bracht hieß Prosper. Schöne Bedeutung, wenn vielleicht nicht gerade ein Name der heute vergeben würde:

                    • Bernolsheim (Elsass): Johann Georg Higel(l)/Hügel/Heigel/Heichel (geb. 1726–1751)
                    • Augsburg: Dil(l)baum/Tüllbaum/Thillbaum und Negges/Neggis/Neggiß/Neckhes (jeweils vor 1531)
                    • Staufen/Pfalz-Neuburg: Brandl/Brandle/Brandlin
                    • Ulm: Aitinger, Schilling, Hillmann (16. Jh.)
                    • Nördlingen: Geißel, Moll, Krauß
                    • Oberthulba: Kleinhenz, Schmitt, Veith, Hergenröther
                    • Allgäu: Vagabundenfamilie Filler/Füller (18. Jh.)

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                    • Ralf-I-vonderMark
                      Super-Moderator
                      • 02.01.2015
                      • 2879

                      Zitat von hionoxy Beitrag anzeigen
                      Der Vater des bekannten Malers Eugen Bracht hieß Prosper. Schöne Bedeutung, wenn vielleicht nicht gerade ein Name der heute vergeben würde: https://de.wikipedia.org/wiki/Prosper_Bracht
                      Hallo hionoxy, hallo zusammen,

                      ich befürchte, dass Du die schöne Bedeutung des Vornamens Prosper versehentlich nicht mitverlinkt hast, weil sie in dem verlinkten Artikel zur Person nicht erwähnt wird.

                      Nach WIKIPEDIA lässt sich aus der Name Prosper aus dem lateinischen ableiten und bedeutet dort so viel wie „glücklich“ oder „erwünscht“; also „der Glückliche“ oder „der Erwünschte“ oder auch „der Erfolgreiche“.
                      vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Prosper_(Vorname)

                      Namenspatron für die Zeche Prosper in Bottrop war der Herzog Prosper Ludwig von Arenberg.
                      vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Prosper

                      Viele Grüße
                      Ralf

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                      • hionoxy
                        Erfahrener Benutzer
                        • 31.03.2021
                        • 621

                        Hallo Ralf,

                        das war kein Versehen. Ich habe die Bedeutung nicht erwähnt, weil ich davon ausging, dass es durch Englisch, Französisch und Latein allen hier zu erschließen sein sollte. Genau die Bedeutung, die du verlinkst, wäre ja aus der Wortbedeutung zu erschließen gewesen. Aber Danke, dass du das übernommen hast (:
                        Zuletzt geändert von hionoxy; 23.07.2023, 12:55.
                        • Bernolsheim (Elsass): Johann Georg Higel(l)/Hügel/Heigel/Heichel (geb. 1726–1751)
                        • Augsburg: Dil(l)baum/Tüllbaum/Thillbaum und Negges/Neggis/Neggiß/Neckhes (jeweils vor 1531)
                        • Staufen/Pfalz-Neuburg: Brandl/Brandle/Brandlin
                        • Ulm: Aitinger, Schilling, Hillmann (16. Jh.)
                        • Nördlingen: Geißel, Moll, Krauß
                        • Oberthulba: Kleinhenz, Schmitt, Veith, Hergenröther
                        • Allgäu: Vagabundenfamilie Filler/Füller (18. Jh.)

                        Kommentar

                        • Ralf-I-vonderMark
                          Super-Moderator
                          • 02.01.2015
                          • 2879

                          Hallo zusammen,

                          nun habe ich zunächst den seltenen Vornamen Lüthold entdeckt und dann nach gezieltem Suchen auch den Vornamen Leuthold.

                          So stirbt z.B. am +17.07.1920 in Bad Oeynhausen im Alter von 75 J. der ledige Fabrikbesitzer Leuthold Gieseke (*um 1855 in Jühnde, Kreis Münden), wohnhaft zu Berlin. [Bad Oeynhausen C 1920 / Nr. 55]
                          vgl. https://www.landesarchiv-nrw.de/data...0132_00059.jpg

                          Lüthold ist eine Variante von Lütold oder Leuthold und , wobei im Laufe der Zeit Lütwald in Leuthold umgewandelt wurde. Der Vorname eitet sich aus dem althochdeutschen lüt = Volk, Menschen und waltan = herrschen, mächtig sein ab und bedeutet „der unter dem Volk herrscht“.

                          Viele Grüße
                          Ralf

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                          • wicki49
                            Benutzer
                            • 01.03.2019
                            • 83

                            Ich kann eine Symphorosa anbieten.
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                            • fps
                              Erfahrener Benutzer
                              • 07.01.2010
                              • 2188

                              Irgendwie seltsam, dass die seltenen Vornamen sich nicht vererben. Die Symphorosa wurde ja nur wenige Tage alt.
                              Ähnlich erging es dem Brictius in meiner Stammlinie.

                              Mit ein Grund, warum diese Vornamen selten blieben.....
                              Gruß, fps
                              Fahndung nach: Riphan, Rheinland (vor 1700); Scheer / Schier, Rheinland (vor 1750); Bartolain / Bertulin, Nickoleit (und Schreibvarianten), Kammerowski / Kamerowski, Atrott /Atroth, Obrikat - alle Ostpreußen, Region Gumbinnen

                              Kommentar

                              • hionoxy
                                Erfahrener Benutzer
                                • 31.03.2021
                                • 621

                                Geboren am 18. February 1566 in Stuttgart-Wangen:
                                Origenes Haintzmann
                                • Bernolsheim (Elsass): Johann Georg Higel(l)/Hügel/Heigel/Heichel (geb. 1726–1751)
                                • Augsburg: Dil(l)baum/Tüllbaum/Thillbaum und Negges/Neggis/Neggiß/Neckhes (jeweils vor 1531)
                                • Staufen/Pfalz-Neuburg: Brandl/Brandle/Brandlin
                                • Ulm: Aitinger, Schilling, Hillmann (16. Jh.)
                                • Nördlingen: Geißel, Moll, Krauß
                                • Oberthulba: Kleinhenz, Schmitt, Veith, Hergenröther
                                • Allgäu: Vagabundenfamilie Filler/Füller (18. Jh.)

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