Schlößin

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  • DianaSchlößin
    antwortet
    Hallo,

    ich hatte Glück und der Ariernachweis entsprach der Wahrheit. Ich habe inzwischen alle verfügbaren Kirchenbuchauszüge von Schlößin/Schloissin aus Daber zugeschickt bekommen und beantworte gerne Fragen dazu. :-)

    Liebe Grüße,

    Diana

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  • diana2804
    antwortet
    Vielen Dank für Eure tolle Hilfe... meine Reise nach Slosin muß leider noch ein zwei Wochen warten :-( aber ich mache mich derweil daran etwas Polnisch zu lernen so ist die Zeit nicht ganz umsonst. Einen Ahnenforschungslichtblick gibt es für mich: wahrscheinlich gibt es einen Ariernachweis für den Schlößinschen Zweig ... der mir hoffentlich bald zugeht und hoffentlich der wahrheit entspricht.

    Liebe Grüße Diana

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  • Xylander
    antwortet
    Hallo Hina,

    danke!! Auch für den Exkurs zum Thema Namenentwicklung und Ver-Fremdung. Das wusste ich zwar im Prinzip und hatte selber den Verdacht, dass in einer Umgebung mit Endbetonung ein fremder Name entsprechend hätte angepasst worden sein können. Aber Schlössin im Sinne von Frau/Witwe des Herrn Schloss schied aus, und der FN Schlössing ist meiner Meinung nach in NO-Deutschland nicht fremd genug, dass er hätte angepasst werden müssen. Hätte mich aber auch blamieren können.

    In der Adelsfrage war ich selber ganz unentschieden, deshalb meine Hartnäckigkeit und die an Dich gerichtete Zaunpfahlwinkerei. Nun ist ja alles gelöst, nicht mal mir fällt noch eine Nachklappfrage ein.

    Viele Grüße
    Xylander

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  • Hina
    antwortet
    Hallo in die Runde,

    ich komme spät, aber ich komme - ich war verreist .

    Ich versuche mal zu den Streitfragen auch noch meinen Senf dazu zu geben.

    Ich denke auch, dass der Name ein Herkunftsname aus dem Ort Schlössin, auch Schloisin (der Ort ist mit beiden Bezeichnungen zu finden), in Pommern, Naugarder Kreis ist.

    Ein paar ganz allgemeine Anmerkungen zur Aussprache und Betonung eines Namens möchte ich allen Onomastikinteressierten doch noch mit auf den Weg geben. Die Frage nach der Betonung eines Namens kann unweigerlich in die Irre führen. So wie man den einen oder anderen Namen heute ausspricht, muss es längst nicht richtig sein. Viele Leute sprechen ihren eigenen Familiennamen nicht richtig aus. Bei vielen alten Namen ist die Begrifflichkeit in Vergessenheit geraten und dann begannen die Leute, vielleicht aus Verzweiflung, in letzter Not den Namen anders, oftmals sogar französisch, also endbetont auszusprechen. Ich will mal nicht unterstellen, dass da der Wunsch nach einer Hugenottenabstammung Triebkraft war . Das hört sich dann gut an, hat nur leider fast immer den Haken, dass der Name auch in Frankreich nicht auffindbar ist. Viele Namen sind auch eng mit regionalen Dialekten verbunden und werden außerhalb des Sprachkreises im Prinzip ebenfalls nicht korrekt ausgesprochen. Kurz gesagt, Namen werden oftmals sprachlich verfärbt, vor allem oft dann, wenn die Familie des Namensträgers in einer anderen Region auftaucht und die Leute dort mit dem Namen buchstäblich nichts anfangen konnten. Fördernd dafür sind dann auch noch die Verschleifungen vieler Namen.

    Nun zum Thema Adel. Es gab kein Adelsgeschlecht, dass sich nach dem Gut benannte. Der alte Name des Dorfes war Slosin, das später eingedeutscht wurde. Es war ein Klostergut und gehört zum Zisterzienderklosters Łekno. Später kauften es die v. Dewitz.

    Viele Grüße
    Hina

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  • Xylander
    antwortet
    Hallo Diana,
    wir sind gespannt, was sie Dir dann offenbart.
    Viele Grüße
    Xylander

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  • diana2804
    antwortet
    Na wenn ich eine treffe Grüße ich sie von Euch ;-)...ich weiß ja jetzt wie sie aussieht...

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  • Laurin
    antwortet
    Zitat von Xylander
    Hallo Laurin,
    hast Du denn inzwischen eine pomoranische Schmerle entdecken können?
    Das wird doch hoffentlich Diana bei ihrem Besuch in Schloissin für uns erledigen.
    Sie kann sich ja schon mal hier und "schlaumachen"

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  • diana2804
    antwortet
    Danke :-)

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  • Xylander
    antwortet
    Hallo Diana,

    Onomastik ohne Streit, die gibts wohl nicht. Verglichen mit dem, was Berufs-Onomastiker sich oder den Hobby-Onomastikern oder die wieder unter sich "draußen" so um die Ohren hauen, ist dies ja sanft.

    Adelige Vorfahren bringen, auch wenn einem Adeligkeit als solche egal ist, den Vorteil, dass man in der Genealogie meist weiter zurückkommt. Aber ein Streitfeld lauert da auch.

    Nun, vielleicht erledigt sich ja mein Theoretisieren mit einem Federstrich von adelskundiger Seite, oder Du kommst in Deiner Familienforschung an die Stelle, wo sich die Frage dann beantwortet. Mit Deinen Fragen zur Methode, Standesamt usw. musst Du dann vielleicht noch mal in ein anderes Forum umziehen. Ich würde die Anfrage probieren, vielleicht ist der Name gerade wegen seiner Seltenheit und Auffälligkeit im Gedächtnis und jemand hilft Dir auf die Sprünge. Wenn Standesamt oder Stadtarchiv/Gemeindearchiv ihre Daten digitalisiert haben, ist das Nachsehen ein Klacks. Wegen möglicher Gebühren solltest Du trotzdem gleich fragen.

    Viel Glück!
    Xylander

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  • diana2804
    antwortet
    Hallo Ihr Zwei...

    Es ist schön dass Ihr Euch so für meine Belange engagiert :-)

    Aber Ihr müßt Euch deshalb nicht streiten...


    Ich habe inzwischen eine Geburtsurkunde vom Sohn und den kompletten Familiennamen von Vater aber weder wo er gestorben ist noch wann...kann man auch ohne genaues Datum eine Anfrage an ein Standesamt stellen? Oder macht das ohnehin keinen Sinn da er vermutlich schon länger als 30 Jahre tot ist?

    Liebe Grüße
    Diana

    P.S. wenn ich es auf Adligkeit anlegen möchte hätte ich auch noch eine geborene Ritter im Stammbaum ;-)

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  • Xylander
    antwortet
    Hallo Laurin,

    das hat es wohl. Das Stichwort sind die slawischen Länder. Es geht immer noch darum, ob Schloissin "Ort und Rittergut" war oder "Ort mit Rittergut". Wenn "und", dann die Anschlussfrage, ob die ursprünglichen Gutsbesitzer Schloissin hießen und ob es damals schon Adelige waren. Falls ja, ergäbe sich für Inhaber des FN die Aufgabenstellung, per Familienforschung irgendwann herauszufinden, ob diese Adeligen ihre Vorfahren waren, oder aber nichtadelige Dorfbewohner, die sich nach dem Dorf nannten. Wobei ja trotzdem Verwandtschaft bestehen kann.

    Dies alles soll dazu dienen, Fragen im Forum soweit zu Ende zu klären, wie das Forum es kann bzw. die Mitglieder Lust dazu haben. Da die bisher beitragenden Onomastiker, ob nun Hobby- oder Profi-, in Sachen Rittergut Schloissin anscheinend überfragt sind, und die Adelsexperten sich nicht melden, habe ich wenigstens den Punkt zu benennen versucht, an dem meiner Meinung nach eine einfache Frage noch offen ist.

    Sonst wäre es halber Kram, den würde ich mir noch weniger gern vorwerfen lassen als Schulmeisterei, mit oder ohne Smiley.

    Hast Du denn inzwischen eine pomoranische Schmerle entdecken können?

    Viele Grüße
    Xylander

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  • Laurin
    antwortet
    Zitat von Xylander
    Hallo,
    hier noch ein Zitat von Hina (Thread Adliger vor 500 Jahren, Beitrag 5.7.11 20.31):
    "Die Herkunftsnamen führten die Leute aber nicht an ihrem Herkunftsort, sondern sie wurden erst nach Wegzug an ihrem neuen Wohnort so benannt, also z.B. der aus Nürnberg wurde dann Nürnberger. In den slawischen Ländern war das allerdings etwas anders. Da benannten sich viele Abhängige tatsächlich, wie auch Adelige nach dem Ort, in dem sie lebten. Ich wüsste aber nicht, dass die Adeligen ihren Untergebenen erbliche Familiennamen gegeben hätten. Sie nahmen erst einen an, als sie aus der Leibeigenschaft entlassen wurden, sofern sie Leibeigene waren."
    Viele Grüße
    Xylander
    Das gehört doch schon zum Grundwissen auch eines Hobby-Onomastikers
    Was soll diese Schulmeisterei denn bezwecken? Mit dem ursprünglich angefragten FN hat das nun wirklich nichts mehr gemein.
    Zuletzt geändert von Laurin; 17.07.2011, 23:18.

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  • Xylander
    antwortet
    Hallo,
    hier noch ein Zitat von Hina (Thread Adliger vor 500 Jahren, Beitrag 5.7.11 20.31):
    "Die Herkunftsnamen führten die Leute aber nicht an ihrem Herkunftsort, sondern sie wurden erst nach Wegzug an ihrem neuen Wohnort so benannt, also z.B. der aus Nürnberg wurde dann Nürnberger. In den slawischen Ländern war das allerdings etwas anders. Da benannten sich viele Abhängige tatsächlich, wie auch Adelige nach dem Ort, in dem sie lebten. Ich wüsste aber nicht, dass die Adeligen ihren Untergebenen erbliche Familiennamen gegeben hätten. Sie nahmen erst einen an, als sie aus der Leibeigenschaft entlassen wurden, sofern sie Leibeigene waren."
    Viele Grüße
    Xylander

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  • Xylander
    antwortet
    Hallo Laurin,

    die Adelsanfrage an Hina hatte ich routinemäßig gestellt, beim Stichwort Rittergut kam ich drauf.

    Das muss ja auch kein Widerspruch sein, wenn man folgende Entwicklung in der Namensgeschichte annimmt:

    1. Gattungsbegriff, beispielsweise osorb. šliž die Schmerle, Fischart, bzw. die pomoranische Entsprechung dazu
    2. daraus abgeleitet ein Ortsname
    3. daraus ein Wohnstättenname bzw. Herkunftsname der Bewohner bzw. Auswanderer
    4. fester Familienname

    Die Bewohner der Wohnstätte können dann ja "normale" Siedler gewesen sein oder aber ein Adelsgeschlecht, bzw. sie wurden im Zuge der Geschichte geadelt - aber als völliger Adelslaie bewege ich mich auf glattestem Glatteis.

    Später waren dann ja eindeutig andere Geschlechter oder zuletzt anscheinend auch Bürgerliche Besitzer des Guts, nur für die frühe Phase könnten es vielleicht "die Schloissin" gewesen sein. Hina hilf!

    Da die Frage sicher mal gestellt wird, könnte man das hier gleich mit lösen.

    Viele Grüße
    Xylander

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  • diana2804
    antwortet
    Mal sehen ich glaube ich fahre da mal hin ist nur 2 Stunden von mir entfernt...eine Geburtsurkunde vom Sohn steht auch noch aus... mal sehen wie weit ich da komme Danke :-)

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