FN Haibach, Pfannenstiel und Scheinkönig

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • fxck
    Erfahrener Benutzer
    • 23.08.2009
    • 1072

    FN Haibach, Pfannenstiel und Scheinkönig

    Ich wieder...

    Könnt ihr mit den Familiennamen

    - Haibach
    - Pfannenstiel und
    - Scheinkönig

    etwas anfangen? Wäre glücklich, wenn ihr was rausfinden könntet. Ganz herzlichen Dank im voraus!

    LG Anton
    Zuletzt geändert von fxck; 15.10.2009, 23:41.
    Suche in folgenden Orten:
    Kreis Tachau/Egerland: Pfraumberg, Ujest, Zummern, Lusen, Labant, Mallowitz (FN: Frank, Roppert, Scheinkönig, Peyerl, Haibach, Schwarz...)
    Erzgebirge: Beierfeld, Grünhain, Eibenstock, Bernsbach, Lauter (FN: Fröhlich, Hennig, Stieler, Jugelt, Heimann...)
    Thüringen: Tanna, Rödersdorf, Friedrichroda (FN: Kunstmann, Götz, Rathsmann).
  • Laurin
    Moderator
    • 30.07.2007
    • 5665

    #2
    Hallo Anton,

    Pfannenstiel nach Bahlow:
    oberdeutsch Übername für den Pfannenschmied, aber auch für den Koch.
    Auch als Flurname bezeugt*), kann aber auch die Gestalt einer Person bezeichnen.

    *) z.B. Oberpfannenstiel im Erzgebirge:
    Prof. Jürgen Udolph ... : "Der Name ist mehrfach in Sachsen bezeugt. Im historischen Ortsnamenbuch Sachsen findet sich zudem unter dem Stichwort "Pfannenstiel" ein Hinweis. Oberpfannenstiel leitet sich aus einer geografischen Besonderheit des Ortes ab. Er wird zurückgeführt auf die längliche Form des Bergrückens im Schwarzwassertal und die heute nicht mehr sichtbare Krümmung der Schwarzwasser. Ober- und Niederpfannenstiel sagen also etwas über die Lage des Ortes oberhalb oder unterhalb des Bergrückens aus."

    Haibach: Evtl. Herkunftsname nach dem gleichnamigen Ort Haibach (siehe Greve)

    Scheinkönig: Kommt nach http://www.gen-evolu.de/ (fast) nur südlich des Harzes vor, ca. 75 Einträge (1998)
    Könnte ein Übername, gebildet aus "Schein" für "glänzend" und "König" für einen "besonderen Menschen" (nicht unbedingt ein adeliger König) sein. Zur Bedeutung kann evtl. Hina was Genaueres sagen.
    Zuletzt geändert von Laurin; 13.10.2009, 17:09.
    Freundliche Grüße
    Laurin

    Kommentar

    • fxck
      Erfahrener Benutzer
      • 23.08.2009
      • 1072

      #3
      Hallo Gerhard,

      vielen Dank für Deine Auskunft.

      Zu Haibach: bis ca. 1800 wurde die Familie Heubach geschrieben, sodass ich etwas anderes als die Herkunft aus Haibach vermute (meine Haibachs stammen aus dem Egerland).
      Zu Scheinkönig: der FN war v.a. im Egerland (Kreis Tachau) weit verbreitet. Nur mit der Vertreibung sind die Scheinkönigs in alle Richtungen verschlagen worden...

      LG Anton
      Suche in folgenden Orten:
      Kreis Tachau/Egerland: Pfraumberg, Ujest, Zummern, Lusen, Labant, Mallowitz (FN: Frank, Roppert, Scheinkönig, Peyerl, Haibach, Schwarz...)
      Erzgebirge: Beierfeld, Grünhain, Eibenstock, Bernsbach, Lauter (FN: Fröhlich, Hennig, Stieler, Jugelt, Heimann...)
      Thüringen: Tanna, Rödersdorf, Friedrichroda (FN: Kunstmann, Götz, Rathsmann).

      Kommentar

      • Laurin
        Moderator
        • 30.07.2007
        • 5665

        #4
        Zitat von fxck Beitrag anzeigen
        Zu Haibach: bis ca. 1800 wurde die Familie Heubach geschrieben, sodass ich etwas anderes als die Herkunft aus Haibach vermute (meine Haibachs stammen aus dem Egerland).
        Hallo Anton,

        dann kann es auch die Herkunft aus einem Ort Heubach sein. Davon gibt es in D und in A einige.
        Im Egerland habe ich noch nichts Passendes gefunden.
        Freundliche Grüße
        Laurin

        Kommentar

        • Hina
          Erfahrener Benutzer
          • 03.03.2007
          • 4661

          #5
          Hallo Anton,

          Scheinkönig ist ein Übername, ein richtiger Spottname. Sehr eitle Leute nannte man oft Kaiser, König, Fürst usw. Die Namen sind ja sehr verbreitet. Seltener leiteten sie sich aus einem direkten Bezug her, z.B. jemand, der ein Königsgut bewirtschaftete. Im Falle Scheinkönig, ist aber der Spott sehr deutlich erkennbar .

          Heibach/Heubach kann auch ein Wohnstättenname sein, jemand der an einem Heubach wohnte.

          Viele Grüße
          Hina
          "Der Mensch kennt sich selbst nicht genügend, wenn er nichts von seiner Vergangenheit weiß." Karl Hörmann

          Kommentar

          • fxck
            Erfahrener Benutzer
            • 23.08.2009
            • 1072

            #6
            Hallo Hina, hallo Gerhard,

            herzlichen Dank für Eure Antworten!
            Das finde ich klasse, ein Spottname! Dass es was mit Königen zu tun hat, habe ich ohnehin nicht vermutet. Jaja, meine Familie...
            Noch eine doofe Frage: Was ist ein Heubach?

            Liebe Grüße und herzlichen Dank

            Anton
            Suche in folgenden Orten:
            Kreis Tachau/Egerland: Pfraumberg, Ujest, Zummern, Lusen, Labant, Mallowitz (FN: Frank, Roppert, Scheinkönig, Peyerl, Haibach, Schwarz...)
            Erzgebirge: Beierfeld, Grünhain, Eibenstock, Bernsbach, Lauter (FN: Fröhlich, Hennig, Stieler, Jugelt, Heimann...)
            Thüringen: Tanna, Rödersdorf, Friedrichroda (FN: Kunstmann, Götz, Rathsmann).

            Kommentar

            • Hina
              Erfahrener Benutzer
              • 03.03.2007
              • 4661

              #7
              Hallo Anton,

              Gewässernamen sind die ältestens Namen, die es überhaupt gibt. Und da liegt auch das Problem, dass es oft gar nicht klärbar ist, wie ihr Name entstand. Bei Heubach denkt man zwar an Heu aber das ist ein eher sehr modernes Wort. Es ist viel mehr anzunehmen, dass es sich aus einem anderen alten nicht mehr erkenn- bzw. erklärbaren anderen Wort ableitete bzw. verschliff.

              Viele Grüße
              Hina
              "Der Mensch kennt sich selbst nicht genügend, wenn er nichts von seiner Vergangenheit weiß." Karl Hörmann

              Kommentar

              • fxck
                Erfahrener Benutzer
                • 23.08.2009
                • 1072

                #8
                Hallo Hina,

                dann weiß ich bescheid. Dachte schon, dass es ja evtl. ein Wort der Egerländer Mundart oder auch ein slawisches Wort gewesen sein könnte. Aber wenn man es nicht auflösen kann, ist auch gut.

                Liebe Grüße
                Anton
                Suche in folgenden Orten:
                Kreis Tachau/Egerland: Pfraumberg, Ujest, Zummern, Lusen, Labant, Mallowitz (FN: Frank, Roppert, Scheinkönig, Peyerl, Haibach, Schwarz...)
                Erzgebirge: Beierfeld, Grünhain, Eibenstock, Bernsbach, Lauter (FN: Fröhlich, Hennig, Stieler, Jugelt, Heimann...)
                Thüringen: Tanna, Rödersdorf, Friedrichroda (FN: Kunstmann, Götz, Rathsmann).

                Kommentar

                Lädt...
                X